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Miriam Kuhlmann

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Raum:
A02-3-325

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät III - Sprach- und Kulturwissenschaften
Institut für Materielle Kultur
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg
 

Archäologisches Museum

Auszug eines exkursionsberichts

Der für einige letzte Tag führt uns zunächst in das Archäologische Museum Istanbuls. Augenscheinlich einem klassischen griechischen Tempel nachempfunden, wirkt die äußere Fassade sowie das gesamte Areal äußerst beeindruckend. Auf den zweiten Blick erscheint der Hof allerdings auch wie ein Vorplatz zum Museumsdepot. In einer kleinen zentral gelegenen Parkanlage mit Café befinden sich zahlreiche Skulpturen, Steinfragmente, Säulenbruchstücke und andere Ruinenteile. Ebenso ist die komplette Fassade des Hauptgebäudes mit Plastiken geschmückt. Der aus dem 19. Jahrhundert stammende Bau könnte europäischer nicht sein.

Einmal eingetreten in die 'heiligen Hallen', wird das äußere Versprechen von Grandeur sofort eingelöst. Große Hallen, weite Treppenaufgänge sowie lange Raumfluchten entwickeln ein Palastgefühl. Tatsächlich wirkt auch die den Alexandersarkopharg beinhaltende Ausstellung wie eine Art Schatzkammer. Die Wände sind mit dunkelbraunem Holz verkleidet und der Boden ist mit samtrotem Teppichboden ausgelegt. Es drängt sich überdies das Gefühl auf, man betrete eine sakrale Stätte, dass man sich zweifelsohne ruhig verhalten muss; und dennoch darf fotografiert werden - ohne Blitz natürlich.

Dieser Eindruck von Reinheit, Struktur und Kostbarkeit wird im zweiten Stockwerk des Hauses neutralisiert. Dem Auge nach ein veraltetes, ehemaliges Regierungsgebäude, wird hier eine archäologische Sammlung um das antike Troja präsentiert. Der Boden ist dreckig, die Vitrinien sind alt und die Texte teilweise so klein, dass man Schwierigkeiten hat überhaupt Infromationen zu erhalten. Zusätzlich findet sich in den Ausstellungsvitrinen eine Fülle an Vasen, Tonscherben und Metallgegenständen, dass erneut der Eindruck eines Depots entsteht. Wäre man nicht auf ein und der selben Treppen vom ersten ins zweite Stockwerk gelaufen, so könnte man meinen, es handle sich um zwei verschiedene Museen. Die sakrale Präsentation des Alexandersarkophargs und die 'stiefmütterliche' Massenschau der trojanischen Überreste steht in starkem Kontrast. Hier nimmt das Museum eine offensichtliche Wertung vor, ohne diese zubenennen, zubegründen oder zuentschuldigen.

Webma9c2stersh (s.makokr+llon@uv76ol0z.degvmj) (Stand: 10.02.2020)