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Miriam Kuhlmann

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A02-3-325

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät III - Sprach- und Kulturwissenschaften
Institut für Materielle Kultur
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg
 

Archäologisches Museum Istanbul

AUSZUG EINES EXKURSIONSBERICHTS


Freitag gab es wiederum ein volles Programm, das mit einem Besuch des archäologischen Museums begann. Wobei es korrekter wäre, die Museen zu sagen, denn es handelt sich hierbei um einen Dreierkomplex: Das eigentliche archäologische, das altorientalistische und das Fayence- Museum. Da wir nur ein paar Stunden zur Besichtigung hatten, war es leider unmöglich, alle Räume bzw. Gebäude zu besichtigen, so dass Prioritäten zu setzen waren.
Das wohl berühmteste Objekt des archäologischen Museums ist der sog. Alexander-Sarkophag aus der königlichen Nekropole von Sidon im Libanon. Dieser Sarkophag gab gegen Ende des 19.Jh. den Ausschlag zum Bau des Museums, dessen Außenfassade wie sein Deckel in der Form eines griechischen Tempels gestaltet ist. Zum Schutz seiner einzigartigen Reliefe, mit Szenen aus dem Leben Alexander des Großen, wird er als eines der wenigen Objekte innerhalb eines Glaskasten präsentiert. Neben einer sehr ausführlichen Beschreibung an einer der Seitenwände des Raumes, finden sich auch Tafeln, die einen Einblick in die ursprüngliche Bemalung der Reliefe geben sollen. Dazu werden bestimmte Details, u. a. Alexander hoch zu Ross, farbig abgebildet.
Bei aller Pracht und Hochachtung vor der Handwerkskunst bei der Gestaltung dieses Sarges, ist er doch nicht das einzige bestaunenswerte Objekt innerhalb dieser Ausstellung. Auch andere Werke aus Sidon, etwa der Klagefrauen-Sarkophag, sowie verschiedene Särge und Grabsteine aus der römischen Antike, gegliedert nach ihren Fundorten, zeigen die ganze Palette antiker Steinmetzkunst.
Sehr erfreulich zu sehen, war wie das Museum mit Rekonstruktionen und Ergänzungen umgeht: Bei den Sarkophagen aus dem 2. Jh. im letzten Raum, von denen nur noch Bruchstücke erhalten sind, war zwar die gesamte ursprüngliche Gestalt der Objekte nachgeformt, doch in einer sehr viel helleren Farbe, so dass der Unterschied zu den aufgelegten, originalen Stücken auf den ersten Blick erkennbar war. Auf diese Weise gelingt es dem Betrachter, einen Eindruck von der Originalform zu bekommen, dabei gleichzeitig aber auch den Erhaltungszustand der Objekte und die museale Arbeit bei der Wiederherstellung zu erkennen. Eine sehr gelungene Form der Präsentation. Auch an anderer Stelle ließen sich solches Deutlichmachen von modernen Ergänzungen erkennen.
Auf Grund der Zeit, war es leider nicht möglich, auch noch andere Bereiche des Museums zu besichtigen, mit Ausnahme der Sonderausstellung im 1. Stock "Istanbul im Laufe der Zeiten" und einen sehr kurzen Einblick in die Byzanz-Abteilung im selben Stockwerk. Beides ebenfalls sehenswert, wobei die Sonderausstellung hinter den Dauerausstellungen in der Präsentation etwas zurückfiel.
Ein Abstecher meinerseits ins altorientalische Museum, war nicht von Erfolg gekrönt. Denn das bedeutendste Objekt dieses Hauses, der Friedensvertrag von Kadesch zwischen Ägyptern und Hethitern aus dem 2. Jt. v. Chr., das älteste "Schriftstück" dieser Art, war leider nicht zu sehen. In seiner eigentlichen Vitrine befand sich nur eine Abbildung der Stele, mit dem Vermerk in Englisch, dass der Vertrag zu Zeit in den Amos-Saal verlegt worden sei. Wo sich dieser Saal befindet bzw. ob er überhaupt Teil desselben Gebäudes ist, war nicht in Erfahrung zu bringen.
Für den nächsten Besuch in diesen Museum gilt, mindestens einen Tag dafür einplanen.

Wethpbmastexspr (s.gkmallesx8on@uol.de) (Stand: 10.02.2020)