Navigation

Kontakt

Sekretariat

Miriam Kuhlmann

Öffnungszeiten:
Mo.-Fr.: 10:00 - 11:30; Die. - Do.: 14:00 - 15:00, kurzfristige Änderungen entnehmen Sie bitte dem Aushang an der Tür

Kontaktdaten:
Tel.: +49-(0)441-798-2653
Fax: +49-(0)441-798-3105
E-Mail:materielhjlekugqxbltuwfyr@uol.dehmt

Raum:
A02-3-325

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät III - Sprach- und Kulturwissenschaften
Institut für Materielle Kultur
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg
 

Archäologisches Museum Istanbul

AUSZUG EINES EXKURSIONSBERICHTS


Als drittes Museum mit archäologischer Sammlung stellte sich nun die Frage, in welchem Verhältnis das Archäologische Museum zu dem Sadberk Hanim und Sakip Sabanci Museum steht, was die Sammlung und Ausstellungsräumlichkeiten anbelangt. Da das Archälogische Museum als Museum konzipiert wurde, ist hier schon der erste Unterschied festzumachen. Die neoklassizistische Architektur des Hauptgebäudes wurde scheinbar um den im Museum befindlichen antiken Alexandersarkophag gebaut. In diesem sind Skulpturen von der Frühgeschichte bis in die römische Antike und Ausgrabungsstücke aus der Nekropole von Sidon ausgestellt. Daneben gibt es ein weiteres Gebäude für altorientalische und Kunst und eines für islamische Kunst. Auffallend waren die unterschiedlichen Darstellungsweisen der altorientalischen Kunst, welche weniger figurativ und mehr reliefartig war, auf der einen und der griechischen Antike, welche wesentlich plastischer und naturalistischer erschien. Weiterführend wäre hier interessant ob man davon ausgehend einen Vergleich von realistischer und naturalistischer also einmal der Abbildung der "inneren Wahrheit" und einmal die maximal mögliche, exakte Abbildung des Sichtbaren machen könnte. Das wohl wichtigste Exponat im Gebäude für altorientalische Kunst, der Friedensvertrag von Kadesch, war jedoch an eine andere Ausstellung ausgeliehen. Die Gedanken, die mir letztlich blieben und was mir während der Ausstellung bewusst wurde, war in welchem Ausmaß Werke wie beispielsweise der Alexandersarkophag bearbeitet wurden. Durch vielen Einzeldarstellungen und Ornamente, dürfte nicht nur die Planung vom Konzept zur Umsetzung, sondern die Ausarbeitung selbst, extrem viel Zeit beansprucht haben, was wiederum eine Versorgung derjenigen Menschen bedurfte, die daran arbeiteten. Alles in allem erscheint mir die Organisation und Zivilisation auch in der Frühgeschichte so komplex, als dass man nicht von "niederen" Kulturen sprechen kann, wie es so oft versucht wird zu vermitteln, nicht zuletzt auch während der Führung im Sakip Sabanci Museum.

Webmi5mast3ser (s.my1alwp9/lon@uol.de) (Stand: 10.02.2020)