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Miriam Kuhlmann

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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät III - Sprach- und Kulturwissenschaften
Institut für Materielle Kultur
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg
 

Istanbul Modern

AUSZUG EINES EXKURSIONSBERICHTS


Am Nachmittag besichtigen wir das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, das Istanbul Modern. Hier hören wir ein Referat zur Geschichte des Museums und zur Zielsetzung der Begründer. Das Istanbul Museum of Modern Art ist als erstes privates Museum für zeitgenössische Kunst in der Türkei im Jahr 2004 eröffnet worden und hatte zum Ziel, eine ganzheitliche Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst der Türkei zu erstellen sowie deren Dokumentation zu bewerkstelligen. Das Hauptanliegen der Begründer ist es einerseits, im Land die Wertschätzung der Kunst zu fördern, und andererseits, Anreize zur aktiven Auseinandersetzung mit der Kunst zu schaffen. Das Museum ist unterteilt in zwei Ebenen, wobei im Erdgeschoss die Dauerausstellung zur Entwicklung der modernen und zeitgenössischen Kunst in chronologischer Reihenfolge präsentiert wird. In einem weiteren Teil des Erdgeschosses und im Untergeschoss werden temporäre künstlerische Ausstellungen gezeigt, die sich verschiedener Medien (Video, Fotogalerie, Installationen) bedienen.
Mich beeindruckt besonders die visuelle und akkustische Aufeinanderabgestimmtheit und Verflechtung der einzelnen Videoinstallationen zum Thema "Paradise Lost" im Untergeschoss. Inhaltlich erscheinen mir die Videosequenzen teilweise sehr befremdlich, wecken bei mir aber auch Erheiterung und Trauer. In meiner Erinnerung haften geblieben sind die Videos Nightwatch und Apologies 1-6, wobei die erste Videosequenz einen Fuchs zeigt, der (nachts?) von einer Überwachungskamera in einer Gemäldegalerie gefilmt wird. In Apologies 1-6 trägt ein anonymer Motorradfahrer auf verschiedenen Straßen im australischen Outback von Autos angefahrene Kängurus in einer sich wiederholendritualisierenden Handlung "zu Grabe". Die Erklärungen zu den Objekten - auch die der Dauerausstellung im Erdgeschoss - sind stark erläuternd gehalten und versuchen, das Objekt in einen verständlichen Sinnzusammenhang einzubetten. Was der ein oder andere Besucher als störend empfinden mag - obwohl keineswegs eine belehrende Note in den Texten zu konstatieren ist - empfinde ich als durchaus als positiv und erhellend. In einer abschließenden Diskussionsrunde werden das Konzept und dessen Umsetzung im Istanbul Modern besprochen.

Webman1rnxstsierfya (s.mallona7mu@uiup/hol.de) (Stand: 10.02.2020)