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Miriam Kuhlmann

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A02-3-325

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät III - Sprach- und Kulturwissenschaften
Institut für Materielle Kultur
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg
 

Museum der Unschuld

auzug eines exkursionsberichts


Der Besuch des Museums der Unschuld wurde von einer Diskussion der literarischen Vorlage eingeleitet, wobei wie auch im späteren Gespräch die Funktion von Objekten als Träger (subjektiver) Erinnerungen im Mittelpunkt stand. Auf einer weiteren Ebene wurden Probleme der Musealisierung fiktiver Stoffe ebenso diskutiert wie die Frage nach der Bedeutungsaufwertung, die der Autor persönlich durch ein eigenes Museum erfährt. Hieran schloss sich die Frage an, in welchen Aspekten das "Museum der Unschuld" tatsächlich als ein Museum angesehen werden kann oder ob es nicht doch eher als Gesamtkunstwerk definiert werden muss. Auch inwieweit der Anspruch erfüllt werden kann, ein authentisches Bild der 1970'er Jahre Istanbuls zu zeichnen, wurde hinterfragt, wird das Spektrum der Objekte doch doppelt, also durch die Romanvorlage und durch die tatsächlich persönlich ausgeführte Sammeltätigkeit, subjektiv durch den Autor selektiert. Andererseits trifft dies ja in gewisser Weise auf jedes Museum zu, wird hier jedoch für jeden Besucher augenscheinlich(er). Auch stellt sich die Frage, welche Auswirkung die Kenntnis der Romanvorlage auf die Rezeption der Ausstellung hat. Und ob die zumindest durch die Unkenntnis ausgelöste Irritation nicht auch positive Auswirkungen auf die Rezeption haben und die Verknüpfung der Objekte mit emotionalen Momenten des Romanes nicht sogar zum genaueren Hinschauen anregen mag.

Webhngumaster (s.mau51sll35tdlon@uol.deo1luq) (Stand: 10.02.2020)