Museum für türkische und islamische Kunst Bericht 2

Museum für türkische und islamische Kunst

AUSZUG EINES EXKURSIONSBERICHTS


Das bald einhundertjährige Museum ist das erste Museum mit islamischer Kunst im Osmanischen Reich und beherbergt Sammlungen der Kunstepochen vom 7. bis zum 20. Jahrhundert, darunter die größte Teppich-Sammlung von verschiedener Herstellung und Verarbeitung.
Die Abteilung zur islamischen Kunst im ersten Stock verwendet in den ersten Räumen eine eher 'klassische' Präsentationsweise: Eine klar vorgegebene Richtung mit abgehenden Räumen an einer Seite, dezente Farbgestaltung, leicht gedimmte Beleuchtung unter Einsatz von Spots, die meisten Exponate in Vitrinen, einige (vor allem Teppiche) ungeschützt an der Wand. Auffällig sind die minimal gehaltenen Bereichstexte.
Der zweite Teil über Teppiche erinnert mich ein bisschen an ein Schaumagazin. In paradigmatischer Weise zeigen die Arrangements Teppiche, unterteilt nach ihren Herstellungsverfahren. In jedem Raum befinden sich im Raum zusätzlich Vitrinen, in denen Korane und Kalligrafien ausgestellt werden.
Die ethnologische Abteilung im Untergeschoss besteht zum Großteil aus szenographischen Inszenierungen. Wie bereits im Sadbek-Hanim-Museum stellen blankgesichtige Puppen die Personen in den Szenarien dar. Inhaltlich befasst sich die Abteilung mit verschiedenen ethnischen Gruppen in unterschiedlichen Situationen ihres alltäglichen Lebens in unterschiedlichen Epochen.

(Stand: 20.04.2022)