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Miriam Kuhlmann

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Raum:
A02-3-325

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät III - Sprach- und Kulturwissenschaften
Institut für Materielle Kultur
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg
 

Sadberk Hanim Museum

auszug eines exkursionsberichts


Dabei handelt es sich um das erste Privatmuseum der Türkei, das 1980 gegründet wurde. Es lässt dich sowohl thematisch wie auch architektonisch in zwei Themenbereiche gliedern: Archäologie und türkische bzw. ottomanische Artefakte wie Kleidung, Schmuck, Kalligraphie und Keramik.
Nach einer kurzen Einführung durch eine der Kuratorinnen des Hauses sowie einen generellen Vortrag zu Tracht und Trachtsitte, stand es jedem Teilnehmer frei, die Ausstellungen auf eigenen Wegen zu besuchen.
Die Kleidung aus der ottomanischen Zeit, deren Präsentation den gesamten zweiten Stock einnimmt, wurde auf sehr anschauliche Art dargestellt. Neben der "gewohnten" Präsentation auf Puppen in Vitrinen, gab es auch die sog. "Windows", szenische Darstellungen, die jeweils verschiedene Themen illustrierten, beispielsweise eine Henna-Party als Teil des Hochzeitszeremoniells. Jedes dieser "Windows" war dabei von einem ausführlichen Text begleitet (Türkisch und Englisch), während zu den restlichen Objekten die Beschriftung eher dürftig und teils nicht auf ein Ausstellungsstück sondern nur auf den Inhalt einer Vitrine generell bezogen war.
Ein Trend, der sich dann auch in den übrigen Ausstellungsbereichen fortsetzte. Eine Ausnahme war dabei nur die Sonderausstellung, die sich mit Fotographie im allgemein, aber auch ihrer Rolle am Hof und sogar dem Privatleben der Fotografen beschäftigte.
In der archäologischen Abteilung dagegen herrschte erneut wieder Beschriftungsmangel. Zwar gab es einführende Texte zu den einzelnen Zeitperioden und damit immer zu bestimmten Vitrinenkomplexen, doch ließ sich ohne weitere Vorkenntnisse dies nicht auf die präsentierten Objekte übertragen. Und selbst jemand, der archäologisch vorgebildet war und damit bei mancher auftretenden Frage weiterhelfen konnte, erschlossen sich manche Stücke erst mit sehr viel Nachdenken oder auch gar nicht. Besonders schade war dies im 1. (?) Zwischengeschoss, wo neben verschiedenen Münzen, wahrscheinlich auch Teile der Grabschätze aus Ur, wie etwa ein goldenes Diadem, präsentiert wurden. Wahrscheinlich deshalb, weil hier nur die Datierung und das Land, aber ohne den genauen Fundort angegeben wurden. Über den Fundzusammenhang, das Material oder auch die kulturelle Einordnung erfuhr man nichts.
Ein Gespräch mit der Kuratorin ermöglichte es, verschiedene Fragen zu Sammlung und Inhalten zu stellen. Dabei stellte sich heraus, dass sie - gemeinsam mit den restlichen Mitarbeitern - keine zu ausufernde Beschriftung möchte. Die vorhandene wäre mehr als ausreichend und solle, trotz der geplanten Neukonzeption der Ausstellung, auch nicht überarbeitet oder gar erweitert werden. Die chronologische Anordnung der Vitrinen und Objekte mit den bestehenden Übertexten, wäre mehr als genug, um die Stücke richtig zu verstehen.
Dies gilt nicht nur für die archäologische Abteilung, sondern für alle Bereiche des Museums.
Des weiteren ging sie noch auf die Kostümsammlung und die Bemühungen diese zu erweitern, aber auch auf die damit verbundenen Probleme ein. So sind beispielsweise "Männertrachten" in der gewünschten Zeit und Qualität sehr viel schwieriger aufzutreiben als Frauenkleidung. Ihr großer Vorteil wäre allerdings, dass das Museum finanziell in der Lage sei, eigentlich immer das anzukaufen, was die Kuratorin für geeignet hält.
Ein letzter interessanter Hinweis betraf wieder die archäologischen Objekte. Diese werden zwar im Museum präsentiert, gehören aber zum Besitz des Staates und stehen auch unter dessen vollständiger Aufsicht.

Webo9masb2n8xter (s.mallzronwxr@uonnsl.dn2he) (Stand: 10.02.2020)