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Thomas Schmidt

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Lehre im WiSe 2020/21

Das WiSe 2020/21 wird als Hybridsemester stattfinden. Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten "Lehre im Modellstudiengang Humanmedizin"

Aktuelles

DocCom.Deutsch hat bis Ende Juli Corona-bedingt fast alle Inhalte, bis auf den MC-Teil aus technischen Gründen, für alle freigegeben. 

Zugang zur LOOOP-Plattform

Ab sofort steht kostenlos allen Fakultäten der Zugang zur LOOOP-Plattform (https://looop-share.charite.de)  zum Teilen von Links zu bereits bestehenden digitalen Ressourcen zur Verfügung.  Die Links werden in LOOOP thematisch sortiert und können dort sowohl Fächern und Querschnittsbereichen zugeordnet als auch gegen den NKLM kartiert werden. Sie müssen sich dort nur regestrieren. 

Synchrone Lehre

Synchrone Lehre heißt, dass Lehren und Lernen zeitgleich stattfindet. Ein Beispiel wäre hierfür ein Seminar in einem Online-Konferenztool abzuhalten.

Bei dieser Lehrform sind folgende Punkte zu beachten:

  • Für Präsenzveranstaltungen hat die Uni das Konferenztool Big Blue Button (Anleitung) in StudIP eingebunden. Die Uni stellt extra dafür eigene Server zur Verfügung.
  • Eine 1:1 Übertragung einer Präsenzveranstaltung in eine digitale Lehrveranstaltung funktioniert meist nicht. Daher gilt es einige Anpassungen vorzunehmen und vielleicht einige Inhalte asynchron anzubieten.
  • Vor der Lehrveranstaltung machen Sie sich mit den Tools, die Sie benutzen wollen, vertraut. Probieren Sie, wenn möglich, die Tools mit einer anderen Person im Vorhinein aus.

Lehrplanung der synchronen Lehre mit dem AVIVA-Schema

Onlineunterricht folgt im Prinzip dem gleichen Aufbau wie Präsensunterricht. Der Unterschied liegt in den Methoden und den zeitlichen Abläufen.

Planung einer Online Lehreinheit kann nach  AVIVA-Schema erfolgen:

  1. Ankommen und Einstimmen
  2. Vorwissen aktivieren
  3. Informieren
  4. Verarbeiten
  5. Auswerten

Die Teilabschnitte Informieren (I) und Verabeiten (V) können sich in einer Unterrichtseinheit sich mehrfach wiederholen (siehe Abbildung). 

 

Beispiele für die Lehrplanung mit dem AVIVA-Schema

 

1. Ankommen und Einstimmen/Einstiegsphase

Ziel: In Kontakt treten, Hemmung abbauen, Orientierung für Studierende

  • Studierende begrüßen und Vorstellung der eigenen Person
  • Kommunikationsregeln erklären (z. B. Fragen nur im Chat, Mikrofone aus etc.)
  • Evtl. Funktionen der Online-Tools erklären
  • Lernziele benennen
  • Überblick über den Unterrichtsverlauf

 

2. Vorwissen aktivieren, Einstieg ins Thema / Einstiegsphase

Ziel: Teilnehmer bei Ihrem Wissenstand abholen und Interesse zu wecken.

  • Nach Erfahrungen/Vorwissen zum Thema fragen (z.B. Wordcloud mit Mentimeter)
  • Schätzfrage stellen (Quiz mit Pingo)
  • Bild als Eyecatcher benutzen
  • Video zeigen (Youtube über BBB abspielen)
  • Geschichte zum Thema erzählen (Storytelling)

 

3. Informieren – Wissensvermittlung / Arbeitsphase

Ziel: Wissensvermittlung

  • Präsentation und Whiteboard (z. B. Classroomscreen) kombinieren
  • Videos nutzen, um Vorgänge zu simulieren
  • Auf Meldungen achten (Chat)
  • Fragenspeicher bereitstellen falls Sie Fragen nicht sofort beantworten wollen ( Pigeonhole )
  • Input Einheiten nicht länger als 10-15 min, danach verarbeiten

 

4. Verarbeiten / Arbeitsphase

Ziel: Anwenden und Verarbeiten der neuen Informationen, Transfer des neuen Wissens

  •  Gruppenarbeit in Breakoutrooms (Padlet, Flinga)
  •  Einzelarbeit
  • Quiz
  • Diskussion

 

5.Auswerten / Abschlussphase

Ziel Sicherung des Lernerfolg evtl. Evaluation des Unterrichts

  • Lernziele wiederholen
  • Zusammenfassung der Stunde /Take-Home-Message
  • Erfolgskontrolle (Test/ Quiz)
  • Weiterführende Literatur
  • Evaluation (Target, Pingo)
  • Ausblick auf die nächste Stunde

 

Tipps für die Planung einer Liveveranstaltung

Bei der Planung einer Liveveranstaltung sollten sie folgende Dinge beachten:

  • Kommunizieren Sie den Termin rechtzeitig, am besten über StudIp (Anleitung)
  • Setzen Sie klare Lernziele und Entwickeln daraus die Inhalte und Methoden sowie den Ablauf der Lehreinheit.
  • Überlegen Sie sich wie Sie Methoden digital umsetzten wollen (Onlinetools)
  • Laden Sie eventuelle Aufgaben zur Vorbereitung rechtzeitig in StudIP hoch. (Anleitung)
  • Überlegen Sie sich eine Notfallkommunikation für Studierende, die kein Mikrofon haben (z.B. einen Chat).
  • Planen Sie die Veranstaltung so, dass die Studierenden vorher die Möglichkeit haben sich einzuloggen und eventuelle Probleme mit ihrer Konfiguration zu beheben.

Tipps für die Durchführung einer Liveveranstaltung

Die Online-Lehre unterscheidet sich stark von der Präsenzlehre.

Beachten Sie daher folgendes:

  • Sprechen Sie langsamer als gewohnt, da die nonverbale Kommunikation reduziert ist bzw. ganz wegfällt.
  • Machen Sie mehr Sprechpausen.  
  • Warten Sie bei Fragen länger auf eine Reaktion (Zeitverzögerung!).
  • Verwenden Sie ein Headset, um Nebengeräusche und Echos zu minimieren.
  • Lassen Sie die Mikrofone der Teilnehmer auf stumm schalten, damit Nebengeräusche minimiert werden. Notfalls können Sie selbst Teilnehmer stumm schalten falls, diese nicht bemerken das ihr Mikrofone an ist.
  • Sprechen Sie mit den Studierenden eine Etikette ab, wie Sie sich bemerkbar machen können (z.B. Handzeichen im Videostream,Statusänderung im Chat). Wenn mehr als einer redet, ist meist nichts zu verstehen.
  • Bauen Sie mehr  Pausen in die Veranstaltung ein, und fordern Sie die Studierenden auf sich in der Pause vom Bildschirm zu erntfernen. 
  • Reduzieren Sie die Komplexität
  • Möglichst viel Raum für Aktivitäten der Teilnehmenden schaffen ( Quizze, Diskussionen etc.)
  • Kombinieren Sie Medien (Bilder, Videos, Onlinetools)  

Tipps zur technischen Umsetzung einer Liveveranstaltung

Eine stabile, gute Internetverbindung ist wichtig für die Liveübertragung. Daher sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Eine VPN-Verbindung mit der Uni ist nicht nötig, diese verbraucht unnötig Perfomance.
  • Achten Sie darauf, dass andere Programme Ihres Computers nicht zeitgleich im Internet arbeiten (z.B. Windows Update).
  • Eine LAN-Verbindung (mit Kabel) ist immer stabiler als eine WLAN-Verbindung.
  • Sollte es trotzdem zu Verzögerungen kommen, sollten erst die Studierenden und im Notfall auch Sie die Videoübertragung einstellen. Die Veranstaltung kann dann als Audiokonferenz weitergeführt werden.
  • Big Blue Button funktioniert am besten über Chrome, auch auf Apple-Geräten.

 

Bei technischen Problemen:

  • Den Teilnehmern kurz mitteilen da es ein technisches Problem gibt
  • Die Studierenden fragen, ob Sie eine Idee haben, diese arbeiten seit Monaten mit den Programmen
  • Wenn nichst mehr geht die Studierenden evtl. über Mail benachrichtigen, dass der Unterricht ausfällt. 

Tools zur Unterstützung der synchronen Lehre

In Veranstaltungen, die eine Seminarform haben, kann es hilfreich sein, neben dem Videokonferenztool BigBlueButton (BBB), noch ein zweites kollaboratives Tool zu nutzen, damit die Studierenden aktiv in die Lehrveranstaltung eingebunden werden können und zugleich die Zusammenarbeit unter den Studiereden ermöglicht wird. 

Hier ist eine kleine Auswahl von kollaborative Tools

Weitere Tools finden Sie auf der Seite Online Tools

Diese Tools sind in der Regel als Basisversion kostenlos und es genügt sich mit einer E-Mailadresse anzumelden. Teilweise sind die Programme völlig frei verfügbar wie z. B. Flinga. Die Studierenden brauchen um mit dem Tool zuarbeiten nur einen Link von Ihnen, den Sie z. B. in den Chat von BBB posten könnten.

Die Programme sind meist sehr intuitiv bedienbar, trotzdem sollten Sie sich einmalig vor der Veranstaltung mit dem Tool auseinandersetzen. In den Einstellungen der Tools müssen die Rechte der Teilnehmenden oft noch erweitert werden, damit ein unabhängiges arbeiten möglich ist.  

Beispiel: Problem-Orientierten-Lernens mit Padlet

Begrüßung und Einleitung in die Sitzung

Treffen mit dem Studierenden im Videokonferenzraum (BigBlueButton).Kurze Begrüßung danach werden die Rollen für die Studierenden festgelegt (Moderator, Schriftführer, Zeitnehmer). Die Adresse (Link) von Padlet in den öffentlichen Chat des BBB stellen.

Schritt 1: Klären unbekannter Begriffe

Die Studierenden lesen den Fall vorher, daher ist das Klären unbekannter Begriffe im Text, geht daher meist sehr schnell da die Studierenden sich meist eigenständig informiert haben. Trotzdem sollte kurz auf schwierige Begriffe eingegangen werden damit keine Fehlkonzepte entstehen.

Schritt 2: Problemdefinition

Die Studierend definieren das Problem und der Schriftführer trägt den Konsens als Überschrift oder als Zentrum einer Mindmap in Pedelt ein.

Schritt 3: Brainstorming Analyse des Problems

Alle Studierenden können gleichzeitig ihre Ideen in Padlet eintragen, das hat den Vorteil das alle mitarbeiten und Ergebnisse sofort auf dem Bildschirm zu sehen si

Schritt 4 Strukturierung und Zuordnung der Ideen

Die Gruppe diskutiert die Ideen, der Schriftführer ordnet die Ideen im Programm an. In Padlet ist hier eine Mindmap oder auch ein Raster möglich. 

Schritt 5: Formulierung von Lernzielen

Aus den geordneten Ideen werden, die Lernziele entwickelt und zugeordnet. Danach kann die Mindmap oder das Raster exportiert werden und in StudIP hochgeladen werden, so dass es weiterhin für alle zur Verfügung steht. (siehe Beispiel)

 Beispiel einer POL-Sitzung mit Padlet

Schritt 6 Selbst-Studium

Schritt 7 Ergebnispräsentation und Diskussion

Die Studiereden sollten auf jeden Fall vor der Sitzung probieren ob Sie im BBB ihren Bildschirm freischalten können um eine Präsentation zu halten. Ist das nicht möglich gibt es die Möglichkeit eine PDF- Version in BBB hochzuladen und diese im BBB zu präsentieren. Bei Diskussion bietet es sich an die Kameras einzuschalten damit die Kommunikation erleichtert ist, so können sich die Studierenden z.B. melden wenn Sie einen Beitrag haben.

Die bisher so durchgeführten Sitzungen, sind von den Studierenden gut bewertet worden.

Webmastelf5mr (jul+lia.g8ctunockybjjel@ufunqeolof.de) (Stand: 27.07.2020)