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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 
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Potenzialbereiche

Mobile Health

Ziel des interdisziplinären Potentialbereichs mobile Health (mHealth) ist die Erarbeitung von Grundlagen und Prototyp-Lösungen für Anwendungen einer mobilen, digitalen Gesundheitsunterstützung per Smartphone. Damit knüpft der Potentialbereich an die aktuelle digitale Transformation im Gesundheitswesen an. Die angestrebte präklinische Diagnostik und Beratung durch mobile Applikationensoll als Informations- und Unterstützungssystem dienen und somit auch dem Gedanken des „patient empowerment“ nutzen. Patientinnen und Patienten soll – je nach Ergebnis der Analyse der selbsteingegebenen bzw. erhobenen Daten – der richtige Einstieg in die Prävention oder die weitere medizinische Versorgung geliefert werden. Des Weiteren sollen etablierte diagnostische und therapeutische Prozesse der behandelnden Ärztinnen und Ärzte durch den Einsatz von zusätzlichen Sensoren und Techniken des maschinellen Lernens virtuell erweitert werden, indem eine optimale Einbindung der von Patienten selbst erhebbaren Daten in die Prozesse des Gesundheitssystems erfolgt.

Onkologie

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in der Bundesrepublik Deutschland und wird aufgrund der steigenden Lebenserwartung und des demographischen Wandels in den nächsten zehn Jahren eine Steigerung der Neuerkrankungen von 25% bis 30% erfahren (RKI, 2016) und somit zur häufigsten Todesursache werden.

Eine der zukünftigen Herausforderungen ist es, Diagnostik- und Therapieverfahren zu entwickeln, die optimalerweise von einer minimalen Invasivität, hoher Effektivität und niedriger Nebenwirkungsrate gekennzeichnet sind.

Der Potentialbereich setzt sich die Vision, dass die Entwicklung von Methoden im Labor (bench), ihren Einsatz am Krankenbett (bedside) und ihre Evaluation in der Realsituation (real life) exemplarisch an der Universitätsmedizin Oldenburg etabliert werden kann. Ziel ist es, die Methodenentwicklung zur Reduktion von Nebenwirkungen bei Erhöhung der Effektivität in der Onkologie auf hohem Niveau zu etablieren und neue Ansätze für die Behandlung von Krebserkrankungen auf nationaler und internationaler Ebene anzustoßen.

Seltene Erkrankungen

Krankheiten werden typischerweise als „selten“ bezeichnet, wenn sie weniger als einen unter 2.000 Menschen in der Bevölkerung betreffen. Somit gelten von derzeit 30.000 bekannten Krankheiten fast ein Drittel als selten. Damit leiden allein nur in Deutschland vermutlich mehr als 4 Millionen Menschen und etwa 30 Millionen in der Europäischen Union unter einer seltenen Erkrankung. Dennoch werden sie oft als „Waisen der Medizin“ bezeichnet, da für viele ihrer Erkrankungen nicht einmal die Ursache bekannt ist und wirksame Therapien mehrheitlich fehlen.

Der Potentialbereich verfolgt die gemeinsame Strategie, im Rahmen der seltenen neuronalen Erkrankungen Ursachen, Pathomechanismen und Signalwege zu erforschen und durch die gewonnenen Erkenntnisse, neue Ansätze für eine verbesserte Patientenbehandlung zu ermöglichen.

(Stand: 09.06.2021)