Navigation

Kontakt

Prof. Dr. Anja Bräuer

+49 (0) 798 3995

Nina Löchte

+49 (0) 798 3040

Seit 2017 bietet das Clinician/Medical Scientist-Programm Postdoktorandinnen und Postdoktoranden ein strukturiertes dreijähriges Weiterbildungsprogramm im Bereich der medizinischen Forschung.

Für wissenschaftlich aktive Ärztinnen und Ärzte eignet sich das Clinician Scientist-Programm. Dieses Programm fördert den klinisch-wissenschaftlichen Nachwuchs ab dem dritten Jahr der Facharztausbildung bei der Durchführung klinischer und grundlagenorientierter Forschungsprojekte (Freistellung von Dienstaufgaben in der Krankenversorgung im Umfang von 50% der regelmäßigen Arbeitszeit für drei Jahre) in einer Universitätsklinik.

Für nichtärztliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit klinischem Interesse existiert das Medical Scientist-Programm. Das Programm richtet sich an promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und wird in Kooperation mit einer Universitätsklinik durchgeführt. Es werden 50% der regelmäßigen Arbeitszeit der eigenen Stelle für drei Jahre gefördert. Die Kosten für die weiteren 50% müssen von der aufnehmenden Arbeitsgruppe übernommen werden.

Aktuelle Medical Scientist Projekte

Alleviating Motor Symptoms in Parkinson’s Disease with Functional Near Infrared Spectros- copy Guided Motor Imagery Training (Dr. Cornelia Kranczioch)

  • Projektbeschreibung: Parkinson’s disease (PD) is the second most common neurodegenerative disease. It is treated pharmacologically or through deep-brain stimulation (DBS), but not all motor symptoms re- spond equally well and side effects are common. For these reasons, there is a clear demand for the development of alternative, non-pharmacological interventions. One promising ap- proach for a non-pharmacological add-on therapy is the use of real-time functional magnetic resonance imaging (rt-fMRI) neurofeedback (NFB), where patients undergo several NFB ses- sions in which they perform motor imagery (MI) and receive feedback on the activation of a target region of the motor network, the supplementary motor area (SMA). The basic idea of this rt-fMRI guided MI is that learning to self-regulate SMA through the combination of MI and NFB should result in lasting changes in the motor circuits and should lead to improved motor performance. However, the rt-fMRI NF approach comes with a number of difficulties, ranging from high costs to a considerable number of exclusion criteria. A suitable alternative can be functional Near Infrared Spectroscopy (fNIRS), a method conceptually similar to fMRI. This project aims to develop a paradigm suitable for an fNIRS guided MI training for alleviat- ing motor symptoms in PD. This will be achieved in three work packages (WP). In WP1 it will be established that we can reliably measure SMA activation with fNIRS. Aim of WP2 is the development of an fNIRS MI NFB protocol that allows learning to self-regulate SMA activa- tion and validation of the protocol in a group of older healthy volunteers. In WP3 a small proof-of-concept study will be conducted in which patients with PD undergo an MI training with and without fNIRS-based neurofeedback and with extensive pre- and post-training assessments. We expect that the project will result in at least three joined peer-reviewed publications, which will form the basis for an external grant application.
  • Projektlaufzeit: 2018-2021
  • Webseite der Nachwuchsgruppe: https://uol.de/psychologie/neurokfn 

LogoAPP – Entwicklung einer App für die Unterstützung der logopädischen Therapie nach Schilddrüsenoperation (Dr. rer. nat. Verena Uslar)

  • Projektbeschreibung: Im Rahmen dieser als Machbarkeitsstudie geplanten Studie soll eine App für Tablets und Smartphones zur Unterstützung der ambulanten Sprechtherapie entwickelt werden. Ziel der App ist es, Patienten die einfache Durchführung von Sprechübungen zu ermöglichen. In der App wird eine Auswahl verschiedener Übungen präsentiert, die durch eine Logopädin für den Patienten auf Basis seiner individuellen Situation ausgewählt wird. Die App soll dabei so entwickelt werden, dass Sie ohne Anleitung und ohne IT-Kenntnisse nutzbar ist und ohne Begleitung durchgeführt werden kann. Durch die Bereitstellung einer solchen App wird - bei entsprechender Nutzerakzeptanz – ein hohes Potential zur  Steigerung des  Therapieerfolgs bei gleichzeitiger Entlastung des Krankenhauses gesehen. Mit einer ebenfalls zu entwickelnden Testbatterie aus Fragebögen und objektiven Tests soll im Verlauf des beantragten Vorhabens der Erfolg dieser App untersucht werden. Im Vordergrund stehen in dieser Pilotstudie zunächst das Nutzungsverhalten und die Bedienbarkeit der App in Form  der Akzeptanz durch die Patienten. Für die Erstellung des Studienablaufs und die Fallzahlplanung einer Folgestudie, die nach Ende des hier beantragten Projekts über Drittmittel finanziert werden soll, sollen Daten gesammelt werden. So sollen folgenden Fragestellungen beantwortet werden können: A) Beeinflusst eine Schilddrüsenoperation die Stimmqualität der Betroffenen trotz unauffälliger Stimmbandfunktion und wie lange besteht eine postoperative Beeinträchtigung? B) Verbessert eine App-gestützte Stimmtherapie zusätzlich zu einer alleinigen Logopädie die Stimmqualität bei Vorliegen einer postoperativen Einschränkung der Beweglichkeit der Stimmbänder? C) Wird im Falle einer Verbesserung nach B eine App von Patienten akzeptiert und durchgehend verwendet? D) Führt die Bereitstellung einer solchen App zusätzlich zur Erleichterung des Aufwandes der stationären Betreuung durch einen Arzt?
  • Projektlaufzeit: 2018-2020

Steigerung der körperlichen Aktivität von Patienten und Patientinnen mit Kraniopharyngeom des Kindes- und Jugendalters (Dr. rer. nat. Jalenur Özyurt)

  • Projektbeschreibung: Patienten mit einem Kraniopharyngeom des Kindes- und Jugendalters leiden häufig an einer Vielzahl von autonomen und endokrinen Defiziten sowie an kognitiven und sozial-emotionalen Störungen. Über die Hälfte der Patienten entwickelt eine hypothalamische Adipositas, die nicht nur mit erheblichen Beeinträchtigungen in verschiedenen Lebensbereichen assoziiert ist, sondern auch mit zum Teil lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen. 
    Ziel der vorliegenden randomisierten kontrollierten Studie ist es zu testen, ob i) eine strukturierte Intervention zur Erhöhung der körperlichen Aktivität im Alltag von den Patienten gut angenommen und erfolgreich durchgeführt wird, ii) eine solche Intervention zur Aktivitätssteigerung im Vergleich zu einer Kontrollintervention (tägliche Dehnübungen nach Anweisung) zu einer signifikanten Verbesserung des Body-Mass-Index (BMI) führt und ob iii) die Aktivitätssteigerung ein signifikanter Prädiktor für Änderungen im BMI sowie weiteren relevanten Parametern ist (z.B. Fatigue, Oxytocin). Hierzu erfolgt eine randomisierte Zuordnung der Patienten zu zwei Untersuchungsarmen. Patienten in Arm 1 sollen in einer 12-wöchigen Intervention zur Aktivitätssteigerung mit Hilfe eines Aktivitätsmonitors und gezielten Instruktionen versuchen, ihre körperliche Aktivität im Alltag zu steigern. Patienten in Arm 2 nehmen zunächst an einer 12- wöchigen Kontrollintervention teil, an die sich die 12-wöchige Intervention zur Steigerung der körperlichen Aktivität anschließt.
    Angesichts der gesundheitlichen Folgen der Adipositas sowie ihrer ungünstigen Folgen für die Lebensqualität der Betroffenen ist die angestrebte Bewegungssteigerung von hoher klinischer Relevanz. Aufgrund hormoneller Defizite, motivationaler Einbußen sowie gesundheitlicher Einschränkungen sind bei diesen Patienten reguläre Programme zur Gewichtsreduktion sehr schwer durchführbar. Mittels einer leicht in den Alltag integrierbaren Form der Aktivitätssteigerung hoffen wir erste Erfolge hinsichtlich einer Reduktion des BMI und einer Steigerung der Lebensqualität erzielen zu können. Durch die geplante Studie können zudem wertvolle Erkenntnisse über die Durchführbarkeit und Konzeption von weiteren Interventionen im Rahmen einer onkologischen Rehabilitation gewonnen werden.
  • Projektlaufzeit: 2018-2020

“Nutrition and mobility e-coach“ - Entwicklung und Testung eines technischen Assistenzsystems mit individuellem, altersangepassten Feedback zur nachhaltigen Verbesserung der Ernährungssituation und der körperlichen Funktionalität bei Risikopatienten der geriatrischen Rehabilitation (Dr. Rebecca Diekmann)

  • Projektbeschreibung: Hintergrund Patientinnen und Patienten der geriatrischen Rehabilitation weisen ein hohes Risiko für Mangelernährung auf. Ein großer Teil von ihnen erleidet bereits vor dem Reha-Aufenthalt einen erheblichen Gewichtsverlust, der in Kombination mit immobilen Phasen, z.B. durch akute Erkrankungen, häufig einen pathologischen Verlust von Muskelmasse und -kraft und das Risiko für körperliche Abhängigkeit nach sich zieht. Die Standardtherapie in der geriatrischen Rehabilitation umfasst ein individuelles körperliches Training und eine Ernährungsberatung bei Patientinnen und Patienten mit Bedarf oder Risiko. Der Umfang der Beratungen ist restringiert, eine adäquate Koordination mit dem körperlichen Training nicht berücksichtigt und die Umsetzung der Ernährungsberatung nicht standardisiert. Hypothesen Ein technisches Assistenzsystem mit adäquatem, altersangepassten und an den Phasen des Transtheoretischen Modells der Verhaltensänderungen orientierten Feedback kann bei Seniorinnen und Senioren der geriatrischen Rehabilitation mit Bedarf für Ernährungsberatung im Bereich von Ernährungszustand und körperlicher Aktivität angewendet werden. Methode/Arbeitsprogramm In drei Teilprojekten wird die Technik-bereitschaft von geriatrischen Reha-Patientinnen und -Patienten ermittelt, die Nutzertauglichkeit eines Assistenzsystems zur Erfassung der Ernährungssituation und der Aktivität mit integriertem adäquaten, altersangepassten Feedback, welches mithilfe des Inputs einer Ernährungsberaterin oder eines Ernährungsberaters schrittweise eingeführt wird, getestet, und abschließend die Nutzerfreundlichkeit des voll-/teilautomatisierten Assistenzsystems bei geriatrischen Reha-Patientinnen und -Patienten geprüft. Ergebnisperspektive Ein Assistenzsystem unterstützt Seniorinnen und Senioren wirksam bzgl. ihres Ernährungszustandes und ihrer körperlichen Funktionalität. Perspektivisch werden die gewonnen Daten für die Konzeptionierung einer nachfolgenden randomisiert-kontrollierten Studie herangezogen, in der die Wirksamkeit des e-coaches auf den Ernährungszustand und die körperliche Funktionalität, ggbfs. auch die negativen Zusammenhänge zu altersassoziierten Komorbiditäten wie kognitiven Beeinträchtigungen, Depressionen, Polypharmazie bei geriatrischen Reha-Patienten getestet wird.
  • Projektlaufzeit: 2019-2022
  • Projekt-Webseite: https://uol.de/medizintechnik/forschung/projekte/numob-e

Aktuelle Clinician Scientist Projekte

The functional role of PTPRσ for the motile function of cardiac fibroblasts and its utility as a therapeutic target for adverse myocardial remodeling (Dr. med. Lisa Hasselbach)

  • Projektbeschreibung: Cardiovascular diseases (CVDs) have high morbidity and mortality. CVDs frequently funnel into heart failure (HF), characterized by reduced cardiac function due to myocardial remodeling. Myocardial remodeling requires cellular motility for recruitment of leukocytes and myofibroblasts as well as rearrangement of cardiomyocytes. Therefore, regulating these processes may open new avenues for therapeutic intervention in HF patients. 
    PTPR is a receptor tyrosine phosphatase of the leukocyte-associated receptor (LAR) family coupling to the cytoskeleton and contributing to outside-in signaling in migrating cells in the brain. Heparan and chondroitin sulfate proteoglycans (HSPGs and CSPGs, respectively) are extracellular ligands, while EGFR, N-cadherin and β-catenin are phosphatase-substrates of PTPR and involved in cell motility by regulating cytoskeletal function. PTPR binding of CSPGs favors cell arrest, while HSPGs induce cell migration. PTPR is thus a key regulator of cns cellular motility. The role of PTPR in the cardiovascular system is unknown. 
    Our own data demonstrate that PTPR is upregulated in diseased myocardium, and its expression is localized to fibroblast-cardiomyocyte junctions. We hypothesize that PTPRσ regulates molecular motors in cardiac fibroblasts by cytoskeletal rearrangement of cell-cell contacts and thereby cell motility in healing myocardium. Signal transduction pathways (i. e. transcription factors and kinase systems) involved, linking PTPR to cardiac fibroblast motility will be examined utilizing primary murine cardiac fibroblasts and siRNA technology in functional assays. Readouts are qRT-PCR, immunoblot and -stainings. PTPRσ ligands HSPGs’ and CPSGs’ role in cardiac fibroblast motility will be assessed. Our results will provide (i) new mechanistic insights into the pathophysiology of PTPR signaling in the myocardium, (ii) a novel therapeutic target for HF, and (iii) a clear future funding perspective for follow up research.
  • Projektlaufzeit: 2019-2022
Webmcqcaster (petrtpaba.wscilxbtspacc@uol.dexfpq) (Stand: 21.08.2020)