Kontakt

Studiendekanat/ Sekretariat

Miriam Krenke

+49 (0)441 798-2510

W16A Raum 019 und 1-101

Anschrift

Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften
Carl von Ossietzky Universität
Carl-von-Ossietzky-Straße 9-11
26129 Oldenburg

Studienjahre 1-3

Die ersten drei Studienjahre sind in jeweils vier zehnwöchige Module geteilt. In jedem Modul ist eine Woche für praktische Erfahrungen reserviert: Hospitationen in allgemeinmedizinischen oder anderen ambulanten Fachpraxen, aber auch Forschungspraktika oder Wahlpraktika, in denen die Studierenden frei wählen können, welches ärztliche Berufsfeld sie erkunden möchten.

Im ersten Studienjahr werden vor allem die Inhalte vermittelt, die die Studierenden die normalen Funktionen des gesunden Körpers verstehen lassen. In allen Modulen werden klinische Inhalte und Grundlagenwissenschaften integriert gelehrt, so dass z.B. die klinischen Grundlagen der Orthopädie im ersten Semester durch einen orthopädischen Basis-Untersuchungskurs, die entsprechenden anatomischen und physiologischen Grundlagen des Bewegungsapparates und einen Anatomie-Kurs in vivo ergänzt werden. Parallel angebotene Inhalte aus der Physik liefern das Basis-Verständnis für Kräfte, die auf den Bewegungsapparat einwirken. Im zweiten und dritten Studienjahr werden die Grundlagen aus dem ersten Studienjahr wieder aufgegriffen. Die Module sind klinischer ausgerichtet und wenden sich– auf Basis der im ersten Jahr erlernten physiologischen Grundlagen – den Erkrankungen und deren Therapie

Besondere Lehr- und Lernformate Jahr 1-3

Im Modellstudiengang Humanmedizin werden neben den klassischen Unterrichtsformaten (Vorlesung, Seminar, Übung, Praktika) auch neue Lehrformate angeboten, die teilweise aus dem Groninger Curriculum adaptiert wurden.

Patientenkolleg

Das Patientenkolleg ist eine fallbasierte Lehrveranstaltung, die in das Thema einer neuen Woche einführt. In die Veranstaltung wird ein*e zum Wochenthema passende*r  Patient*in eingeladen, die/der von der eigenen Krankheitsgeschichte berichtet. Die Studierenden erheben zunächst unterstützt durch die/den Lehrende*n eine Anamnese, in einem nächsten Schritt werden Fragen geklärt und das Krankheitsbild strukturiert besprochen.

Problemlösevorlesungen (PLV)

Die Problemlösesevorlesung wird ebenfalls als interaktive Veranstaltung durchgeführt und fokussiert differentialdiagnostisches Denken und Problemlösevermögen. Die Veranstaltung wird von einem Lehrtandem (Allgemeinmedizin + klinische Fachdisziplin) gestaltet: Anhand eines kurzen Fallbeispiels werden Anamnese, Differenzialdiagnostik und therapeutisches Vorgehen strukturiert erarbeitet.

Problemorientiertes Lernen (POL)

Problemorientiertes Lernen (POL) ist eine gruppenbasierte Lernmethode mit dem Fokus auf handlungsorientiertem und fächerübergreifenden Denken und hat zum Ziel, selbstbestimmtes und entdeckendes Lernen zu fördern. POL ist im nationalen und internationalen  Raum inzwischen fester Bestandteil vieler medizinischer Curricula.

Im Oldenburger Curriculum ist das POL in die ersten drei Studienjahre eingebettet. Die Studierenden bearbeiten zweiwöchentlich in festen Kleingruppen Fallbeispiele, die in den Lernkontext der thematischen Module eingebettet sind. Entsprechend dem Ausbildungsstand der Studierenden verändert sich das den POL-Sitzungen zugrunde liegende didaktische Konzept: Im ersten Studienjahr wird die klassische Siebensprungmethode aus Maastricht umgesetzt, um naturwissenschaftliche Grundlagen zu festigen. Ab dem zweiten Studienjahr liegt der Fokus auf der Klinik und es kommen im Kontext von Diagnostik, Differentialdiagnosen und Therapie weitere  praktische Anteile hinzu. Die Studierenden erarbeiten gemeinsam in den Sitzungen die Anamnese, Differentialdiagnosen und eine Arbeitsdiagnose,  lernen strukturiert einen Therapieplan (6-Step)  zu entwerfen und in Form von Rollenspielen  Aufklärungs- und Therapiegespräche zu führen.

(Stand: 20.04.2022)