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Workshop: Successful Aging

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Prof. Dr. Mark Schweda

+49 (0)441 798-4483

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Postanschrift

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department für Versorgungsforschung
Abteilung Medizinische Ethik
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

Besucheranschrift

Campus Haarentor, Gebäude V04
Ammerländer Heerstraße 140
26129 Oldenburg

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Workshop: Successful Aging

Workshop: Gesund – erfolgreich – gut?
Zur Diskussion gerontologischer und politischer Leitbilder des Alterns

10. und 11. Oktober 2019 / Kaiserburg Nürnberg

Organisation:

Larissa Pfaller (Institut für Soziologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) & Mark Schweda (Abteilung Ethik in der Medizin, Department Versorgungsforschung, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

Förderung: Bundesministerium für Gesundheit

Orientierungsangebote für das spätere Leben haben Hochkonjunktur. Dafür sprechen zahlreiche Beispiele aus den populären Medien – von Ratgeberliteratur über „Tipps zum gesunden Altern“ im Internet bis hin zu Fernseh- und Unterhaltungsformaten, die danach fragen, wie gutes Altern gelingen kann. Offenkundig treibt die Frage, wie wir alt werden können, wollen und sollen, unsere Gesellschaft des langen Lebens um. Aber auch die Altersforschung selbst formuliert solche Leitbilder des Alterns. Prominent ist hier das in der Mitte des 20. Jahrhunderts geprägte gerontologische Konzept des „Successful Aging“ sowie verwandte Ansätze eines „Healthy“, „Active“ und „Productive Aging“. In ihnen kommt die Überwindung lange vorherrschender Defizitmodelle des Alters zu Gunsten einer an Ressourcen und Potenzialen orientierten Perspektive auf das spätere Leben zum Ausdruck. Sie stehen dabei nicht nur für wichtige Paradigmen zeitgenössischer Alternsforschung, sondern finden auch Eingang in gesellschaftlich-kulturelle Vorstellungen sowie sozialpolitische Programme und beeinflussen so letztlich politische Entscheidungen und Zielsetzungen. Zugleich werden sie allerdings zunehmend zum Gegenstand kontroverser Auseinandersetzungen und werden als einseitig, lebensfremd, stigmatisierend oder gar diskriminierend kritisiert.

Vor diesem Hintergrund widmet sich die Veranstaltung der interdisziplinären Diskussion der Funktion und Legitimität gerontologischer und politischer Leitbilder des Alterns im deutschsprachigen Raum. Erörtert werden u.a. die folgenden Leitfragen:

- Welche empirischen und normativen Annahmen liegen den verschiedenen Modellen des „erfolgreichen“, „gesunden“, „aktiven“ oder „produktiven“ Alterns zugrunde?

- In welchem Verhältnis stehen sie zu den unterschiedlichen alltagsweltlichen Lebenslagen und Erfahrungen älterer Menschen sowie den gesellschaftlich-politischen Rahmenbedingungen des Alterns im deutschsprachigen Raum?

- Welche Rolle spielen sie überhaupt in wissenschaftlichen Diskursen und politischen Auseinandersetzungen? Welche Wertorientierungen halten mit ihnen Einzug und wie verhalten sie sich zu anerkannten Maßstäben eines guten, gelingenden Lebens und freiheitlich-demokratischen Ordnungen?

Zu den Vortragsgästen gehören Ludwig Amrhein (Dortmund), Heiner Bielefeldt (Erlangen), Hans-Jörg Ehni (Tübingen), Heinz Rüegger (Zürich), Klaus Schroeter (Olten), Clemens Tesch-Römer (Berlin), Hans- Werner Wahl (Heidelberg), Susanne Wurm (Erlangen).

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Forschungsprojektes „Erfolgreiches = gesundes = gutes Altern? Altersbilder und Prämissen gerontologischer und sozialpolitischer Altersdiskurse in Deutschland“ (2017-2019)

 

Webmaqfsteraxp (davi2dp6yd.uzuhasass@uol+yv.de) (Stand: 21.08.2020)