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Leitung

Prof. Dr. Mark Schweda

+49 (0)441 798-5824

Postanschrift

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department für Versorgungsforschung
Abteilung Ethik in der Medizin
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

Besucheranschrift

Campus Haarentor, Gebäude V04
Ammerländer Heerstraße 140
26129 Oldenburg

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Ausschreibung einer Stelle als Studentische Hilfskraft an der Abteilung Ethik in der Medizin

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Zwischen Resignation und Optimierung – Die Zeitstruktur des guten Lebens im Kontext der Altersmedizin“ (Projektleitung: Prof. Dr. Mark Schweda) suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine studentische Hilfskraft für die Abteilung Ethik in der Medizin. Die Stelle umfasst ca. 20h/Monat und ist zunächst befristet auf 3 Monate (mit Option auf Verlängerung). Die Bewerbungsfrist endet am 15.11.2021. Weitere Informationen und die vollständige Ausschreibung finden Sie hier.

12.04.2021: Podiumsveranstaltung mit Prof. Schweda im Schlauen Haus zum Thema "Triage im Zeichen der COVID-19-Pandemie? Ethische, rechtliche und praktische Perspektiven"

Am 12. April 2021 findet im Schlauen Haus Oldenburg eine Diskussionsveranstaltung statt, die sich mi dem Thema "Triage im Zeichen der COVID-19-Pandemie? Ethische, rechtliche und praktische Perspektiven" auseinandersetzt. Prof. Dr. Mark Schweda von der Abteilung Ethik in der Medizin ist Mitorganisator der Veranstaltung und wird auch selbst an der Diskussion teilnehmen. Weitere Gäste sind PD Dr. Ulf Günther, Dr. Thomas Rieckhoff und Pastorin Anke Fasse.

Die Veranstaltung findet zwischen 19:30h und 21h als Online-Veranstaltung statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung und zur Teilnahme finden Sie hier.

Ausschreibung: Studentische Hilfskraft in der Abteilung Ethik in der Medizin

Im Rahmen des Projektes „The Weight of Ageing Body“, im Rahmen der „Impuls Forschung“ gefördert vom Verbund Norddeutscher Universitäten (Projektleitung: Dr. Merle Weßel), wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine studentische Hilfskraft in der Abteilung Ethik in der Medizin gesucht. Die Stelle umfasst ca. 25h/Monat und ist bis zum 31.12.2021 befristet. Die Bewerbungsfrist endet am 14.06.2021. Weitere Informationen und die vollständige Ausschreibung finden Sie hier.

12.03.2021: Vortrag von Niklas Ellerich-Groppe zum Thema "Stereotype Robotik in der Altenpflege – Stereotype Versorgung? Zur Erforschung sozialer und moralischer Aspekte von Robotik in der Altenpflege"

Am 12.03.2021 wird Niklas Ellerich-Groppe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Ethik in der Medizin, im Rahmen der Öffentlichen Vortragsreihe Public Health der Jade Hochschule einen Vortrag zum Thema "Stereotype Robotik in der Altenpflege – Stereotype Versorgung? Zur Erforschung sozialer und moralischer Aspekte von Robotik in der Altenpflege" halten. Darin setzt er sich mit der Frage auseinander, inwiefern soziale Kategorien in der Altenpflegerobotik relevant werden, welche Lösungen mit Blick auf ethische Fragen in diesem Zusammenhang diskutiert werden und welche Forschungsperspektiven sich hier für Versorgungsforschung und Ethik ergeben. In diesem Zusammenhang wird es auch um das Forschungsprojekt DiAStereo gehen, das die Abteilung Ethik in der Medizin gemeinsam mit der Abteilung Technik und Gesundheit für Menschen der Jade Hochschule durchführt.

Der Vortrag findet zwischen 17 und 18:30h online statt, eine Anmeldung ist unter möglich. Weitere Informationen zum Vortrag finden Sie hier, die weiteren Termine der Vortragsreihe hier.

Vorteile für Geimpfte? - Interview mit Niklas Ellerich-Groppe über ethische Fragen zur Corona-Impfung in oeins aktuell

Im Interview mit dem Fernsehsender oeins äußert sich Niklas Ellerich-Groppe über ethische Fragen der Corona-Impfung und der Frage, inwiefern Geimpfte bestimmte Vorteile gegenüber Nicht-Geimpften haben sollen. Den Beitrag finden Sie im Video ab Minute 08:41.

Ausschreibung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in in der Abteilung Ethik in der Medizin (Bewerbungsschluss: 20.02.2021)

In der Abteilung "Ethik in der Medizin" (Leitung: Prof. Dr. Mark Schweda) des Departments für Versorgungsforschung der Fakultät VI – Medizin und Gesundheitswissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ist zum 01.05.2021 eine Stelle einer/eines

Wissenschaftlichen Mitarbeiter*in (m/w/d)

(Entgeltgruppe 13 TV-L)

mit 65% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (z.Z. 25,9 Std.) für vier Jahre zu besetzen. Die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Weiterqualifizierung (Promotion) ist gegeben. Die Aufnahme eines medizinethischen Promotionsvorhabens wird erwartet.

Die Abteilung "Ethik in der Medizin" beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit ethischen Fragen im Kontext von Medizin und Gesundheitsversorgung. Die ausgeschriebene Stelle ist in einem Teilprojekt der DFG Forschungsgruppe 5022 „Medizin und die Zeitstruktur guten Lebens“ (Sprecherin: Prof. Dr. Claudia Wiesemann, Göttingen) angesiedelt. Die interdisziplinäre Forschungsgruppe geht der ethischen Frage nach der Zeitstruk­tur guten Lebens im Horizont neuer medizinischer Möglichkeiten nach. Sie umfasst Teilprojekte aus Medizinethik, Philosophie, Medizin, Soziologie/Sozialpsychologie und Medienkulturwissenschaften und hat Standorte in Göttingen, Oldenburg, Berlin und Frankfurt/M.

Aufgaben:

Die einzustellende Person trägt zur ethischen Auseinandersetzung mit der Zeitstruktur guten Lebens im Kontext der Altersmedizin bei. Im Mittelpunkt des Teilprojektes steht die Frage nach dem Zusammenhang zwischen alter(n)sbezogenen Formen der Gesundheitsversorgung (Allgemeinmedizin, Geriatrie, Pflege) und Vorstellungen guten, gelingenden Alter(n)s. Dabei werden theoretisch-philosophisch ausgerichtete Überlegungen zum guten Alter(n) durch eine ethische Analyse sozialwissenschaftlicher und medienkulturwissenschaftlicher Forschungsergebnisse angereichert. Auf diese Weise sollen zeitenthobene Verständnisse von Glück, Sinn und Wohlergehen durch eine empirisch informierte ethische Betrachtung ergänzt werden, die die Bedeutung der zeitlichen Erstreckung und Verlaufsstruktur des guten Lebens im Kontext von Medizin und Gesundheitsversorgung berücksichtigt.

Wir erwarten von Ihnen:

  • Ein sehr gut abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master / Diplom (Uni)) der Philosophie, Theologie, Geistes- bzw. Kulturwissenschaften oder angewandten Ethik
  • Ein erkennbares Interesse an ethischen Fragestellungen im Kontext von Altern und/oder Medizin
  • Kenntnisse von Methoden qualitativer Sozialforschung (praktische Arbeitserfahrung erwünscht)
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Ein hohes Maß an Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit

Wir bieten:

  • Ein vielfältiges, anregendes und anspruchsvolles Tätigkeitsgebiet
  • Ein offenes, kreatives und dynamisches Arbeitsumfeld
  • Die Möglichkeit zur akademischen Qualifikation (Promotion)
  • Nachwuchsförderung (z.B. durch Fort- und Weiterbildungsangebote)
  • Flexible, familienfreundliche Arbeitszeiten
  • VBL-Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst

Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg strebt an, den Frauenanteil im Wissenschaftsbereich zu erhöhen. Deshalb werden Frauen nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Gemäß § 21 Abs. 3 NHG sollen Bewerberinnen bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt werden. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Mark Schweda (). Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (aussagekräftiges Anschreiben mit kurzer Skizze der Motivation zur Promotion, Lebenslauf, Kopien von Zeugnissen und Urkunden) bevorzugt per E-Mail (max. 2 pdf-Dateien bis 10 MB) bis zum 20.02.2021 unter dem Stichwort "Ethik FOR" an , Universität Oldenburg, Fakultät VI, Abteilung Ethik in der Medizin, 26111 Oldenburg.

Wir weisen darauf hin, dass Bewerbungs- und Vorstellungskosten nicht übernommen werden können. Schriftliche Bewerbungsunterlagen werden nur zurückgesandt, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt ist.

 

Die vollständige Stellenanzeige zum Ausdrucken und Informationen zum Datenschutz finden Sie hier.

Freie Stelle für ein Freiwilliges wissenschaftliches Jahr an der Abteilung Ethik in der Medizin und in der Abteilung Organisationsbezogene Versorgungsforschung

Die Abteilung Ethik in der Medizin besetzt gemeinsam mit der Abteilung Organisationsbezogene Versorgunsforschung zu Anfang September 2021 eine Stelle im Freiwilligen wissenschaftlichen Jahr (FwJ). Der Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2021.

Die vollständige Ausschreibung zu dieser Stelle finden Sie hier, weitere Informationen zum FwJ an der Universität Oldenburg und ergänzende Hinweise hier.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Für Rückfragen steht in der Abteilung Ethik in der Medizin Dr. Merle Weßel () zur Verfügung.

Stellenausschreibung: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) - Ethische und soziale Aspekte von Pflegetechnologien

Am OFFIS ist eine Stelle als Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) ausgeschrieben, die im Projekt "Ethische und soziale Aspekte von Pflegetechnologien" angesiedelt ist. Das interdisziplinäre Verbundprojekt, das in enger Kooperation mit der Abteilung Ethik in der Medizin durchgeführt wird, setzt sich mit der Frage auseinander, wie Arbeitsprozesse in der ambulanten Pflege durch den Einsatz von Pflegetechnologien unterstützt und verbessert werden können.

Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie hier.

Das Altern und das Alter - Doppelinterview mit Prof. Dr. Tania Zieschang und Prof. Dr. Mark Schweda im Forschungsmagazin EINBLICKE

In der jüngst erschienen Ausgabe des Forschungsmagazins EINBLICKE ist ein Interview mit Prof. Dr. Mark Schweda und Prof. Dr. Tania Zieschang erschienen, in dem es um die vielfältigen Forschungsperspektiven auf das Altern und das Alter geht. Schweda und Zieschang äußern sich unter anderem zu Robotik in der Altenpflege, den Schutz der Älteren in der Pandemie un dazu, was uns das Altern über das Leben insgesamt lehren kann. Das Interview ist hier zu finden, die vollständige Ausgabe des Magazins hier.

Neue Publikation: Stereotyping of social robots in eldercare: An explorative analysis of ethical problems and possible solutions

In einer jüngst erschienen Publikation setzen sich Merle Weßel, Niklas Ellerich-Groppe und Mark Schweda mit der Stereotypisierung von Robotern in der Altenpflege auseinander. Dabei erkunden sie ethische Probleme einer Nutzung von Stereotypen zur Akzeptanzsteigerung und Verbesserung der Mensch-Roboter-Interkation sowie mögliche Lösungen für diese Probleme.

Ein Preprint der Publikation ist hier zu finden.

Medizin und die Zeitstruktur guten Lebens – Universität Oldenburg an neuer DFG-Forschungsgruppe beteiligt

Praktiken der modernen Medizin beeinflussen unser aller Leben. Sie können Leben verlängern und gewohnte Zeitstrukturen in Frage stellen. Welche Chancen und Risiken für ein gutes Leben in der Zeit daraus resultieren, wird im Rahmen einer neu eingerichteten Forschungsgruppe 5022 der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Medizin und die Zeitstruktur guten Lebens“ untersucht. Die Leitung hat die Göttinger Medizinethikerin Prof. Dr. Claudia Wiesemann. Die Universität Oldenburg ist mit dem Medizinethiker Prof. Dr. Mark Schweda vom Department für Versorgungsforschung der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften beteiligt.

Vorstellungen guten Lebens geben lebenspraktische Orientierung – auch im Kontext der Medizin. Welche Rolle Vorstellungen von Zeitlichkeit bzw. Zeitstrukturen dabei spielen, ist jedoch kaum erforscht. Eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit gut drei Millionen Euro für zunächst vier Jahre geförderte und von der Medizinethikerin Prof. Dr. Claudia Wiesemann am Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin Göttingen koordinierte Forschungsgruppe widmet sich dieser vielschichtigen Fragestellung aus interdisziplinärer Perspektive. Dazu wird die Expertise von Wissenschaftler/innen aus Philosophie, Medizinethik, Medizin, Neuerer Literatur- und Medienwissenschaft sowie Soziologie/Sozialpsychologie im Rahmen von acht Teilprojekten gebündelt. Der Oldenburger Medizinethiker Prof. Dr. Mark Schweda leitet gemeinsam mit Claudia Wiesemann das Zentral- und Integrationsprojekt der Forschungsgruppe sowie ein eigenes Teilprojekt zur Ethik der Altersmedizin an der Universität Oldenburg. Beteiligt sind daneben auch die Universität Göttingen, die Humboldt-Universität zu Berlin sowie die Goethe-Universität Frankfurt.

Die Forschungsgruppe geht exemplarisch von drei medizinischen Anwendungsfeldern in verschiedenen Lebensphasen und Altersstufen aus: der Behandlung von chronisch herzkranken Personen im jungen und mittleren Erwachsenenalter, der Fortpflanzungsmedizin im mittleren Lebensalter sowie der Gesundheitsversorgung älterer und hochaltriger Menschen. Sie untersucht, wie normative Vorstellungen von Endlichkeit und Irreversibilität, von angemessenen Stadien und Übergängen sowie von individueller Lebensgeschichte Einfluss auf die Nutzung medizinischer Technologien haben. Dazu wird auch die Rezeption dieser Themen in popkulturellen Narrativen (in Film und Fernsehen) einbezogen.

Ziel ist eine lebenszeitübergreifende Perspektive auf in der Medizin bisher fachlich gesondert behandelte Lebensphasen und Altersstufen. Damit soll eine interdisziplinäre Lebensverlaufs-Forschung in Gesundheitswesen und Ethik begründet werden. Dies verspricht wertvolle Impulse für die medizinische und pflegerische Praxis.

Link zur Projekthomepage: https://egmed.uni-goettingen.de/de/forschung/medizin-und-die-zeitstruktur-guten-lebens-for-5022//

Mark Schweda in Arbeitsgruppe "Die Zukunft des Alterns" berufen

Prof. Dr. Mark Schweda ist Mitglied der neuen Arbeitsgruppe des Nuffield Council on Bioethics "The Future of Ageing". Die Arbeitsgruppe wird sich mit ethischen Fragen zur Rolle von Wissenschaft und Technologie im Zusammenhang mit der Zukunft des Alterns auseinandersetzen.

Weitere Informationen zur Arbeitsgruppe finden sich hier.

09.12.2020: Mark Schweda zu Gast bei den Göttinger Streitgesprächen

Prof. Dr. Mark Schweda ist am 09.12.2020 zu Gast bei den Göttinger Streitgesprächen zu Mittelalter und Früher Neuzeit. Unter der Moderation von Dr. Mareike von Müller (Germanistische Mediävistik, Göttingen) diskutiert er mit Prof. Dr. Annette Kehnel (Mittelalterliche Geschichte, Mannheim) und Dr. Annika Raapke (Mittlere und Neuere Geschichte, Göttingen) zum Thema: "Haben Krankheiten einen Sinn? -Zu Chancen, Risiken und Nebenwirkungen von Krankheits-narrativen und ihren Metaphern". Die Veranstaltung findet um 18h c.t. digital statt, den Link zur Veranstaltung und das Veranstaltungsplakat finden Sie hier.

11.11.2020: Prof. Dr. Mark Schweda im Interview mit der Nordwest Zeitung zu Patient*innenverfügungen und Vorsorgevollmachten

Im jüngst erschienenen Interview mit der Nordwest Zeitung spricht Prof. Schweda über die Bedeutung von Patient*innenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Wann der richtige Zeitpunkt ist, sich mit derartigen Vollmachten auseinanderzusetzen, was dabei wichtig ist und welche Hilfen es gibt - zu all diesen Themen äußert sich Mark Schweda im Gespräch mit der Redaktion. Das vollständige Interview ist hier zu finden.

22.10.2020: Porträt über Prof. Schweda im TagesspiegelBackground "Gesundheit & E-Health"

Im TagesspiegelBackground "Gesundheit & E-Health" - einem sogenannten "Entscheider-Briefing", das von der Redaktion des Tagesspiegels für den Gesundheitssektor angeboten wird - ist jüngst ein Porträt über Professor Dr. Mark Schweda erschienen.

Darin berichtet Mark Schweda über seinen Werdegang und erklärt, worin er seine Aufgabe als Medizinethiker sieht. Das Porträt ist hier zu finden.

PE-Workshop-Veranstaltungen im Wintersemester 2020/21

Auch die Abteilung Ethik in der Medizin ist im Rahmen der PE-Workshops im kommenden Wintersemester vertreten:

28.10.2020: Scientific Writing in English
Das Seminar bietet eine Einführung in wissenschaftliches Schreiben in Englisch für Medizinstudierende. Der Kurs wird sich zum einen mit den Grundlagen von wissenschaftlichen Schreiben beschäftigen, unter anderem Textgattungen und deren Aufbau und Spezifika, sowie den Unterschiedenen zwischen wissenschaftlichem Schreiben in Deutsch und in Englisch.
Desweiteren werden die Studierenden praktisch durch die Schritte des Erstellens einer wissenschaftlichen Arbeit geleitet. Hier steht im ersten Schritt im Vordergrund die Themensuche und Eingrenzung, Literatursuche (auch Literaturgattungen), dann Aufbau und Konzeption, der Schreibprozess, korrekte Zitierweisen, sowie die Editierung von wissenschaftlichen Arbeiten. Darüber hinaus wird auch auf Probleme bei dem Verfassen von wissenschaftlichen Texten eingegangen, zum Beispiel Zeitmanagement, Schreibblockade und Plagiate.
Das Seminar wird abwechselnd in Vorlesungs- und praktische Teile gegliedert sein. Die Studierende erhalten die Möglichkeit, die vorgestellten Methoden selbst während des Seminares auszuprobieren.
Zur Vorbereitung auf das Seminar müssen die Studierenden eine Forschungsidee mit einer Fragestellung, Theorie, Methode und drei Literaturangaben kurz auf einer Seite skizzieren.

18.11.2020: I am woman! Geschlecht und Feminismus im medizinischen Berufsfeld
Historisch betrachtet sind Frauen in der Medizin keine Besonderheit. Frauen wird per Biologie den Wunsch nach Sorgen und Heilen zu gesprochen. Die Medizin war das erste Studienfach, das in den westlichen Ländern Ende des 20. Jahrhunderts für weibliche Studierende geöffnet wurde. Frauen stellen traditionell einen hohen Anteil in pflegenden und medizinischen Berufen. Wie Statistiken zeigen, sind eine Mehrheit von Medizin-Studierenden weiblich. Jedoch zeigen Statistiken auch, dass bereits ab dem Ablegen des Examens sich diese Werte drastisch umkehren. Waren noch zwei Drittel der Studienanfangenden weiblich, sind es nur noch 40% der Krankenhausärzte, 35% der niedergelassenen Ärzte und schlussendlich nur noch 11% Frauen als leitende Krankenhausärzte. Wo sind die anderen Ärztinnen geblieben?
Dieser Workshop beschäftigt sich mit der Frage welche Rolle das soziale und biologische Geschlecht im medizinischen Berufsfeld spielen. Die Studierenden erarbeiten anhand von theoretischen und praktischen Beispielen die Probleme und Herausforderungen von Frauen im medizinischen Berufsfeld. Das Ziel ist ein Verständnis von Konflikten und Herausforderungen, die das Geschlecht im medizinischen Berufsfeld, zu erlangen und die eigene Position zu reflektieren.

02.12.2020: Rasse und Eugenik nach 1945
Seit einigen Jahren gilt in Dänemark ein Gesetz, welches pränatale Screenings auf Down Syndrome zur kostenlosen Standarduntersuchung macht. Seit dieser Neuerung werden 98% der Schwangerschaften mit Verdacht auf Down Syndrome abgebrochen; statistische Hochrechnungen prognostizieren, dass im Jahr 2030 in Dänemark kein Kind mit Down Syndrome mehr zur Welt kommen wird. Ist diese Entwicklung ein Triumph der Humangenetik oder eine implizite eugenische Maßnahme? Dieser Workshop beschäftigt sich mit Eugenik, Genetik und dem "Rassebegriff" nach 1945 im medizinischen Diskurs. Im ersten Workshopteil gibt es zunächst eine kurze historische, sowie ethisch-philosophische Einführung zu den Grundlagen der Eugenik und der Humangenetik. Anhand der sogenannten Jenaer Erklärung erarbeiten die Studierenden den aktuellen Diskurs über Rasse und Rassismus im medizinischen und wissenschaftlichen Kontext.
Im zweiten Workshopteil diskutieren die Studierenden anhand von verschiedenen medialen Beispielen, inwiefern eugenische Diskurse und der Begriff der Rasse heute noch eine Rolle in der täglichen medizinischen Praxis spielen. Wo verlaufen Grenzlinien zwischen Eugenik und Genetik? Wo endet Krankheit bzw. die Vermeidung menschlichen Leids, wo beginnt das "Designerbaby"? Wie beeinflussen humangenetische Möglichkeiten unsere Vorstellung dessen, was es heißt, als Mensch geboren zu werden? Kann man von menschlichen Rassen im biologischen und medizinischen Kontext sprechen? Inwiefern ist dieser Begriff historisch, wie auch gesellschaftliche problematisch? Wie hängen Rasse- und Eugenik-Diskurse zusammen?

20.01.2021: Rassismus, Sexismus, Klassismus - Benachteiligungen und Diskriminierungen in der Medizin
Benachteiligungen und Diskriminierungen aufgrund von Hautfarbe, Ethnizität, sozio-ökonomischem Hintergrund oder Geschlecht sind ein sehr präsentes Thema im gesellschaftlichen Diskurs und machen auch vor dem medizinischen Berufsfeld keinen Halt. So wird zum Beispiel im Rahmen der Gendermedizin der Ausschluss von Frauen aus wissenschaftlichen Studien und die damit einhergehende Benachteiligung der Testung von bestimmten Wirkstoffen oder Behandlungen auf den weiblichen Körper kritisiert. Der "morbus mediterraneus" ist ein Beispiel für die Diskriminierung von Patient*innen durch Ärzt*innen und Pfegekräfte und diverse Mediziner*nnen berichten in ihrer beruflichen Praxis immer wieder von Diskriminierungen aufgrund ihrer Ethnizität, ihres Geschlechtes oder ihrer Sexualität sowohl durch Kolleg*innen, Vorgesetzte wie auch Patient*innen.
Dieser Workshop nimmt das Thema Diskriminierung und Benachteiligung in der Medizin in den Fokus. Zunächst wird theoretisch eine Grundlage zum Thema Diskriminierung mit Hilfe von Gender-Debatten und postkoloniaen Diskursen erarbeitet, die in die Praxis der Medizin eingebettet werden. Anschließend erproben die Studierenden praktisch diskriminierende und benachteiligende Kontexte und Situationen und es werden Lösungswege und Reflektionsmechanismen im Rahmen von Benachteiligungs- und Diskriminierungserfahrungen besprochen.

 

Die Anmeldungen zu allen Veranstaltungen erfolgt über StudIP.

Vorklinisches Wahlfach: Historische Perspektiven zur Eugenik und das ärztliche Selbstverständnis (WiSe20/21)

Im Rahmen des vorklinischen Wahlfachs ist auch die Abteilung Ethik in der Medizin vertreten: Dr. Merle Weßel bietet einen Einblick in historische Perspektiven zur Eugenik und das ärztliche Selbstverständnis.

 

Die Eugenik war eine gesellschaftsverändernde (Pseudo)-Wissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Menschen wurden nach ihrer "Rassenzugehörigkeit" in hierarchische Gruppen sortiert und das menschliche Leben als wertvoll oder wertlos klassifiziert. Die Eugenik war aber nicht nur eine Ideologie des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland, sondern eine globale soziale Bewegung, die sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in den meisten Ländern der westlichen Welt wiederfand. Sie rückte insbesondere Ärzt*innen in den Mittelpunkt eines wissenschaftlichen Diskurses und erweiterte deren herkömmliche Aufgabenbestimmung als Heiler*innen um die Rolle von politischen Berater*innen und Sozialhygieniker*innen.

Dieses Seminar erarbeitet die Geschichte der Eugenik und ihre Verbindungen und Einflüsse auf das soziale, politische und professionelle Selbstverständnis von Ärzt*innen und den ärztlichen Beruf. Erörterte Fragen betreffen zum Beispiel die Rolle von Ärzt*innen in der Entwicklung der eugenischen Ideologie, die Position von Ärzt*innen im Nationalsozialismus in Deutschland und in anderen Ländern mit starkem eugenischen Interesse, wie zum Beispiel Skandinavien, sowie die Folgen von eugenischem Denken für das Selbstverständnis von Ärzt*innen und die ärztliche Praxis bis heute.

Die Studierenden erwerben Kenntnisse über die Grundlagen der Eugenik und erörtern die Relevanz von Eugenik für den Arztberuf und ihr eigenes Selbstverständnis als Arzt/ Ärztin. Des Weiteren lernen sie Methoden wissenschaftlichen Arbeitens durch Recherche und Lektüre von Texten und historischen Quellen sowie durch die selbstständige Erarbeitung eines Referates und die mündliche Präsentation eines wissenschaftlichen Sachverhaltes kennen.

Ansprechpartnerin: Dr. Merle Weßel ()

Termin: 29.09.- 05.10.20

Die Anmeldung erfolgt über stud-ip

Vorklinisches Wahlfach: Einführung in die Pathogenese und Prävention von Pandemien inkl. Covid-19 an der Schnittstelle von Gesundheits- und Geisteswissenschaften (WiSe20/21)

Die Abteilung Ethik in der Medizin ist auch im Rahmen des vorklinischen Wahlfachs vertreten:

Pestilentia bei Galenos von Pergamon, Sidonius Apollinaris, Prokop und im frühen Islam (Hadith, Koran) im Spiegel der Covid-19 Pandemie

Eine sozial harmonische und effiziente Verhinderung (Prävention) von Covid-19 Erkrankungen in Europa scheitert aktuell (Sommer 2020) an einer widersprüchlichen moralischen Beurteilung von Präventionsmaßnahmen in der Bevölkerung.

Dieses unmittelbare Erleben der biologischen Gefahrensituation im sozialen Kontext nutzen wir in unserem Seminar als empathischen Zugang zu aktuellen und literarisch dokumentierten, philosophisch – medizinisch begründeten Präventionskonzepten.

Mit dem Ziel, Anregungen für respektvolles Miteinander zu gewinnen, vergleichen wir systemisch auftretendes Infektionsgeschehen in der Jetztzeit und in der Spätantike:
SARS-Cov-2-Pandemie, AIDS-Pandemie, Influenza, im 20.-21. Jahrhundert
Antoninische Pest (Galen) und Justinianische Pest (Prokop; Moschus), Pestilentia bei Sidonius Apollinaris im Römischen Reich und Rom-Nachfolgestaaten: 3.- 7. Jahrhundert, islamische Überlieferungen aus dem Koran und dem Hadith).

Sie sind als StudentInnen der Geschichte, Medizin und Gesundheitswissenschaften willkommen mit Dozenten der Univ. Oldenburg aus den Bereichen Ethik in der Medizin, Geschichte und Pathologie folgende Fragen zu beantworten:

• Medizintheoretisch und -praktisch: Wie hängen unterschiedliche Pathogenesekonzepte mit moralischen Einschätzungen zur Krankheitsentstehung und -verbreitung zusammen (Schicksalshaftigkeit, (Eigen-)Verantwortung, Schuldhaftigkeit; Kausal- und Formalpathogenese)?

• Medizinhistorisch: Wie prägt die Erinnerung an vergleichbare frühere Situationen (das kulturelle Gedächtnis) die moralische Beurteilung der aktuellen Problemlage und der vorgeschlagenen Lösungsansätze? (Verbindlichkeit von Präventionsmaßnahmen durch Diätetik, Bildungsideale und religiös-sozialen Normen; Seuchenschutz als obrigkeitliche Aufgabe des modernen Sozial- und Verwaltungsstaates (biopolitisches Paradigma); Spanische Grippe als erste Pandemie des 20. Jahrhunderts; AIDS-Kontroverse als Ausgangspunkt neuer, auf Aufklärung und Eigenverantwortung setzender Public Health-Ansätze in Deutschland)?

• Medizinethisch: Inwieweit lassen sich die öffentlichen Infektionsschutzmaßnahmen im Kontext der Corona-Pandemie moralisch rechtfertigen (-> Grundlagen Public Health-Ethik, zentrales Spannungsfeld zwischen individuellen Freiheitsrechten und kollektiven Gütern/Gemeinwohlorientierung)?

Die Anmeldung erfolgt über studIP.

AEM-Jahrestagung 2020: Niklas Ellerich-Groppe erhält Nachwuchspreis für den besten Vortrag

Am 24. und 25. September 2020 fand die Jahrestagung der Akademie für Ethik in der Medizin statt. Bei der in diesem Jahr online durchgeführten Tagung wurde wie schon in den Vorjahren ein Nachwuchspreis für den besten Vortrag vergeben.

In diesem Jahr konnte Niklas Ellerich-Groppe - Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand in der Abteilung Ethik in der Medizin - mit dem von ihm gehaltenen Vortrag Stereotype Roboter – stereotype Lebensqualität? Perspektiven einer diversitätsbewussten Pflegerobotik und Lebensqualitätskonzeption den Preis gewinnen.

Insgesamt war die Abteilung Ethik in der Medizin in diesem Jahr mit vier Beiträgen bei der Jahrestagung vertreten.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.

 

LFC Forschungsarbeit zum Thema „Rassismus in der Medizin“ in der Abteilung Ethik in der Medizin

Rassismus in der Medizin? Erfahrungen von Benachteiligungen und Diskriminierungen im medizinischen Berufsfeld

Die Benachteiligung und Diskriminierung aufgrund von ethnischer Herkunft, Nationalität und anderen Merkmalen ist zurzeit erneut ein präsentes gesellschaftliches Thema. Benachteiligungs- und Diskriminierungserfahrungen machen auch Ärzt*innen in ihrem beruflichen Alltag. Im Rahmen des Querschnittsbereiches Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin bietet die Abteilung für Ethik in der Medizin für eine LFC-Forschungsarbeit die Möglichkeit der Erforschung von Benachteiligungs- und Diskriminierungserfahrungen im ärztlichen Berufsfeld an. Hierbei liegt der Fokus auf qualitativen Interviews mit Ärzt*innen, der anschließenden Auswertung und Analyse der Daten.

Bei Interesse und Fragen melden Sie bitte bis spätestens dem 10.09.20 in der Abteilung Ethik in der Medizin:

19.06.2020: Diskussionsveranstaltung für Studierende der Humanmedizin und weitere Interessierte: Ethische Fragen der Corona-Pandemie aus Public Health-Perspektive

Die Abteilung Ethik in der Medizin bietet für Studierende der Humanmedizin und weitere Interessierte ein weiteres Webinar zu ethischen Fragen in der Corona-Pandemie an. In einer hochkarätig besetzten Gesprächsrunde geht es dieses Mal um den Bereich der öffentlichen Gesundheitsfürsorge.

Das Webinar findet statt am Freitag, den 19. Juni 2020 von 16 bis 18 Uhr, der Zugang erfolgt über folgenden Link: https://meeting.uol.de/b/nik-iux-hoz .

Vollständige Veranstaltungsankündigung der Abteilung Ethik in der Medizin:

Nach den erfolgreichen Online-Diskussionsveranstaltungen zu ethischen Fragen der Corona-Pandemie im Krankenhaus (im April) und in der ambulanten Versorgung (im Mai) widmen wir uns aufgrund der großen Nachfrage in einer dritten und vorläufig letzten Veranstaltung dem Bereich der öffentlichen Gesundheitsfürsorge.

Die Corona-Pandemie stellt auch den Public Health-Sektor vor beispiellose Heraus­forderungen: Zu Hochzeiten ermittelten Gesundheitsämter im Akkord Kontaktpersonen von Infizierten und empfahlen Quarantänemaßnahmen. Der sogenannte Lockdown ging mit erheblichen Freiheitseinschränkungen und gesundheitlichen, psychosozialen sowie ökonomischen Folgekosten einher. Auch und gerade angesichts des Abflachens der Infektionskurve wird die Legitimität bestehender Einschränkungen des öffentlichen Lebens weiter kontrovers diskutiert.

Im Rahmen unseres dritten Webinars möchten wir die Möglichkeit bieten, die zentralen ethischen und rechtlichen Fragen der Corona-Pandemie in der öffentlichen Gesundheitsfürsorge zu diskutieren. Auch die Rolle der Medien in Zeiten einer Pandemie sowie die ethischen und rechtlichen Fragen in der Abwägung von Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens werden zur Sprache kommen. Die Teilnehmenden werden auch dieses Mal die Möglichkeit haben, Fragen an die Expert/innen zu stellen und mitzudiskutieren

Wir freuen uns, dass Prof. Dr. Frauke Koppelin (Professorin für Gesundheits­wissenschaften an der Jade Hochschule, Oldenburg), Dr. med. Holger Petermann, MPH (Leiter des Gesundheitsamtes, Stadt Oldenburg), Dr. Thomas Rieckhoff (Präsident des Landgerichts Oldenburg) und Martin Reckweg (Stellvertretender Hörfunkchef, NDR Niedersachen) unsere Gäste sein werden und uns an ihrer Perspektive auf die aktuelle Krise teilhaben lassen werden.

Wir freuen uns auf interessante Einblicke und eine angeregte und anregende Diskussion!

 

12.05.2020: Diskussionsveranstaltung für Studierende der Humanmedizin und weitere Interessierte: Ethische Fragen der Corona-Pandemie in der ambulanten Versorgung

Die Abteilung Ethik in der Medizin bietet für Studierende der Humanmedizin und weitere Interessierte ein Webinar zum Thema Ethische Fragen der Corona-Pandemie in der ambulanten Versorgung an. Die Veranstaltung findet statt am 12. Mai 2020 von 17 bis 19 Uhr statt. Sie erreichen den Webinar-Raum unter folgendem Link: https://meeting.uol.de/b/eik-9hf-tmz.

Im Rahmen des zweiten Webinars wollen wir die Möglichkeit bieten, die zentralen ethischen Fragen der Corona-Pandemie in der ambulanten ärztlichen und pflegerischen Versorgung gemeinsam zu erörtern. Dazu erhalten wir Einblicke in die aktuelle Lage und die konkreten Probleme und Herausforderungen im ambulanten Versorgungsalltag. Sie werden auch dieses Mal die Möglichkeit haben, Fragen an die Expert/innen aus der Versorgungspraxis zu stellen und mitzudiskutieren.
Wir freuen uns über die Unterstützung von Herrn Prof. Dr. Michael Freitag (hausärztlich tätiger Facharzt für Allgemeinmedizin und Leiter der Abteilung Allgemeinmedizin an der Fakultät VI) und Frau Nicole Monenschein (Leiterin der ambulanten Dienste der AWO Wohnen und Pflegen Weser-Ems in Oldenburg).

Das Webinar findet statt am Dienstag, den 12. Mai 2020 von 17.00 bis 19.00 Uhr statt. Sie erreichen den Webinar-Raum unter folgendem Link: https://meeting.uol.de/b/eik-9hf-tmz

 

16.04.2020: Diskussionsveranstaltung für Studierende der Humanmedizin und weitere Interessierte: Ethische Fragen der Corona Pandemie im Krankenhaus

Die Abteilung Ethik in der Medizin bietet für Studierende der Humanmedizin und weitere Interessierte ein Webinar zum Thema Ethische Fragen der Corona-Pandemie in der ambulanten Versorgung an. Die Veranstaltung findet statt am 16. April 2020 von 16 bis 18 Uhr statt. Sie erreichen den Webinar-Raum unter folgendem Link: https://meeting.uol.de/b/nik-cqf-qpj

Die Corona-Pandemie stellt Medizin und Gesundheitsversorgung vor große Herausforderungen. So kann der befürchtete Anstieg der Zahl kritisch erkrankter Covid-19-Patientinnen und -Patienten die intensivmedizinischen Versorgungskapazitäten in den Kliniken an ihre Grenzen bringen. Dadurch könnten Entscheidungen darüber notwendig werden, wer vorrangig eine lebensrettende intensivmedizinische Behandlung erhalten soll und wer nicht. Aus ethischer Sicht stellt sich damit die Frage, inwieweit eine solche Priorisierung und möglicherweise Rationierung medizinischer Maßnahmen unter den gegebenen Bedingungen grundsätzlich gerechtfertigt und praktisch vorgenommen werden kann.

Im Rahmen eines Webinars wollen wir die Möglichkeit bieten, diese zentralen ethischen Fragen der Corona-Pandemie im Krankenhaus gemeinsam zu erörtern. Nach einem Input zum Problemhintergrund und den Begrifflichkeiten (Priorisierung, Rationierung, Triage) besteht Gelegenheit zu Rückfragen und einer moderierten Diskussion. Unterstützung erhalten wir von PD Dr. Ulf Günter (Leitender Arzt operative Intensivmedizin, Universitätsklinik für Anästhesiologie / Intensiv- / Notfallmedizin / Schmerztherapie, Klinikum Oldenburg) und Prof. Dr. Tania Zieschang (Direktorin Universitätsklinik für Geriatrie, Klinikum Oldenburg), die uns Einblicke in die aktuelle Lage und die konkreten Probleme in den Kliniken geben werden.

Zur Vorbereitung: Lektüre des Empfehlungsschreibens „Entscheidungen über die Zuteilung von Ressourcen in der Notfall- und der Intensivmedizin im Kontext der COVID-19-Pandemie – klinisch-ethische Empfehlungen“ vom 25.03.2020, zu finden unter: https://www.divi.de/empfehlungen/publikationen/covid-19/1540-covid-19-ethik-empfehlung-v2/file.

Das Webinar findet am Donnerstag, den 16. April 2020 von 16 bis 18 Uhr statt. Sie erreichen den Webinar-Raum unter folgendem Link: https://meeting.uol.de/b/nik-cqf-qpj.

15.04.2020: Bewerbungsschluss Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr (FWJ) in der Abteilung Ethik in der Medizin und der Abteilung Organisationsbezogene Versorgungsforschung

Zu Anfang September 2020 besetzen die Abteilungen Ethik in der Medizin und Organisationsbezogene Versorgungsforschung gemeinsam eine FWJ-Stelle. Das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr (FWJ) ermöglicht es Schulabgänger*innen im Rahmen eines Bundesfreiwilligendiensts die Universität als wissenschaftliches Arbeitsfeld kennenzulernen. Hierbei werden die Freiwilligen in einem Zeitraum von in der Regel 12 Monaten fakultätsübergreifend in Forschungsprojekten tätig und übernehmen unterstützende Aufgaben.

Die Bewerbungsfrist für das FWJ in den Abteilungen Ethik in der Medizin und Organisationsbezogene Versorgungsforschung wurde bis zum 15. April 2020 verlängert. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Weitere Informationen zum FWJ an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg finden Sie hier.
Die genaue Stellenbeschreibung finden Sie hier.
Ihre Ansprechpartnerin für das FWJ in den Abteilungen Ethik in der Medizin und Organisationsbezogene Versorgungsforschung ist Dr. Merle Weßel ().

Uni am Markt: Prof. Dr. Mark Schweda im Gespräch mit Dr. Christiane Brokmann-Nooren zur Corona-Pandemie

Im aktuellen Video der Uni am Markt spricht Prof. Dr. Mark Schweda mit Dr. Christiane Brokmann-Nooren über die ethischen Fragestellungen angesichts der Corona-Pandemie.

"Alle haben das gleiche Recht auf Leben" - Prof. Dr. Mark Schweda im Interview über die ethischen Herausforderungen angesichts der Corona-Pandemie

In einem aktuellen Interview äußert sich Prof. Dr. Mark Schweda zu den ethischen Herausforderungen angesichts der Corona-Pandemie. Knappe Ressourcen in der Intensivmedizin, Solidarität in Deutschland und Europa sowie die Zeit nach dem Lockdown sind einige der Themen des Interviews, das hier in voller Länge zu finden ist.

06.03.2020: Workshop: Zwischen Genealogie und Genetik - Interdisziplinäre Perspektiven auf die Bedeutung von Vererbung im Kontext der Täuferbewegung

Am 06. März 2020 fand an der Universität Oldenburg der Workshop "Zwischen Genealogie und Genetik
Interdisziplinäre Perspektiven auf die Bedeutung von Vererbung im Kontext der Täuferbewegung" statt, der von Prof. Dr. Mark Schweda und Dr. Merle Weßel gemeinsam mit Prof. Dr. Angelica Boldt von der Universität Paraná in Brasilien organisiert wurde. Das Programm können Sie hier einsehen.

Neuerscheinung: Aging and Human Nature

Bei Springer ist jüngst das Buch Aging and Human Nature erschienen, das unter anderem von Prof. Schweda herausgegeben wird. Das Buch behandelt Altern als Thema philosophischer, historischer und theologischer Perspektive und nimmt eine systematische Bestandsaufnahme der grundlegenden theoretischen Fragen im Zusammenhang mit Altern und höherem Lebensalter vor. Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier.

Projektstart EIDEC (Ethical and Social Issues of Co-intelligent Sensory Dementia Care / Ethische und soziale Aspekte co-intelligenter sensorgestützter Assistenzsysteme in der Demenzpflege)

Anfang 2020 ist das BMBF-geförderte Verbundprojekt EIDEC gestartet.

Aufgrund des demographischen Wandels und technischer Innovationen erfährt die Versorgung und Pflege von Menschen mit Demenz eine grundlegende Veränderung. Neue Tracking-, Sensor- und Assistenz-Technologien erlauben es, das Verhalten von Menschen mit Demenz zu monitoren und zu unterstützen. Ziel ist es, ein unabhängiges Wohnen zu ermöglichen, Probleme frühzeitig zu erkennen, Pflegende zu entlasten und insgesamt die Qualität und Kosteneffizienz der Versorgung zu steigern. Diese soziotechnischen Systeme integrieren künstliche Intelligenz, Semantik und menschliche Interpretationen. Unser Forschungsteam untersucht solche co-intelligenten Systeme in der Demenzversorgung in zwei alltagsnahen Anwendungsbereichen, der institutionellen und der häuslichen Pflege. In der Kombination von Technikbewertung und empirisch informierter Ethik beforschen wir die soziale Akzeptanz und moralische Bewertung der Anwendungen bei verschiedenen Gruppen (Patienten, Familienangehörigen, professionell Pflegenden und Ärzten) mittels qualitativer Interviews. Die ethische Analyse fokussiert auf zwei wichtige ethische Konzepte in der Demenzversorgung: Privatheit und Empowerment. Die an der Universität Oldenburg angesiedelten Teilprojekte legen den Schwerpunkt auf den ambulanten Bereich und die Perspektiven von Patientinnen und Patienten sowie Familienangehörigen. Dabei widmen sie sich insbesondere ethischen Fragen der Privatheit in der technisch assistierten Versorgung von Menschen mit Demenz. Die Projektergebnisse fließen in öffentliche Berichte, wissenschaftliche Artikel und Demonstrationsvideos ein. Sie sollen Entwickler solcher Systeme, Forschende aus Ethik, Sozialwissenschaften und Recht, Vertreter von Patientenverbänden und politische Entscheidungsträger darüber informieren, wie ethische und soziale Ansichten und Anliegen potentieller Nutzer und anderer Interessensvertreter bei der Entwicklung der Technologien und ihrem Einsatz in der Versorgung von Menschen mit Demenz zu berücksichtigen sind.

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen 01GP1901B
Förderzeitraum 2020-2022

Buchveröffentlichung - Next-Generation Medicine

Hrsg. v. Gunnar Duttge, Ulrich Sax, Mark Schweda u. Nadine Umbach

Genomische Hochdurchsatztechnologien (GHTT) stellen ein schnelles und kosteneffizientes Verfahren dar, um ein umfassenderes Verständnis des molekularen Hintergrunds komplexer Krankheiten zu erlangen. Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet machen gegenwärtig rasante Fortschritte und die breite klinische Implementierung der Technologie steht unmittelbar kurz bevor. Das wachsende Volumen und die Komplexität von Datensätzen erhöhen den Bedarf an nachhaltiger Infrastruktur und modernen Werkzeugen für ein effizientes und nachhaltiges Datenmanagement sowie die Analyse und interdisziplinäre Interpretation der Daten. Ärzte und andere Fachleute im Gesundheitswesen sollten daher über die Einschränkungen, Potenziale und grundlegenden, teils ungeklärten rechtlichen, sozialen und ethischen Fragen rund um genomische Hochdurchsatztechnologien aufgeklärt sein. Der Band umfasst interdisziplinäre Beiträge der im November 2016 und Juli 2017 an der Universität Göttingen von der Forschergruppe »GenoPerspektiv« ausgerichteten Workshops, die zum Ziel hatten, das Thema in seinen vielfältigen Bezügen und aktuellen Entwicklungstendenzen systematisch zu erfassen.

Mohr Siebeck

Tübingen 2019. VIII, 177 Seiten.

ISBN 978-3-16-155861-0

https://www.mohrsiebeck.com/buch/next-generation-medicine-9783161558610

Film & Diskussion: Zukunft - Gesellschaft - Technologie

Genetik Film: Gattaca (Niccol, 1997)

Diskussion:

Dr. Merle Weßel (Kulturwissenschaftlerin, Uni Oldenburg)
Prof. Dr. Christian Kubisch (Humangenetiker, UKE)

Was? Veranstaltungsreihe mit Filmabenden und Diskussionsrunden
Wer? Organisation: Dr. Lars Schmeink (HCU), Axel Dürkop (TUHH)
Wo? Abaton Kino, Allende-Platz 3, Grindelviertel, Hamburg
Wieviel? Kostenlos

Die digitale, technische Welt, in der wir leben, ist voller Herausforderungen, Chancen und Risiken
für uns alle. Für viele ist sie aber auch eine Welt vieler Mysterien: intelligente Maschinen,
Biotechnologie, das Internet der Dinge, Globalisierung, Roboter, Drohnen, Social Media und
soziale Kreditsysteme: Was bedeutet das alles? Und vor allem, wie gehen wir damit um?
Diese und ähnliche Fragen stellen wir in der Veranstaltungsreihe „Zukunft | Gesellschaft
| Technologie“ mit Hilfe populärer Filme und daran anschließenden Diskussionsrunden mit
Expert*innen vom Fach. Wir verstehen technologische Entwicklungen dabei als gesellschaftliche
Herausforderungen, die sozialverträglicher, ökonomisch-machbarer, ökologisch-erhaltender
Positionierung bedürfen. Diese zu finden ist ein gesamtgesellschaftliches Projekt, das von jeder
und jedem Einzelnen fordert, Zukunft zu denken und eine kritisch-reflektierende Haltung zu
entwickeln. Die Veranstaltungsreihe will sich diesen Herausforderungen der Zukunft stellen und
einen Dialog über unseren Umgang mit Technologie anstoßen.
Die Veranstaltung wird von den Projekten „SciFiVisions“ und
tekethics“ der Hamburg Open Online University organisiert und
dort auch digital begleitet. Hierzu können Interessierte online die Themen vertiefen und
ergänzende Texte mittels Annotation diskutieren. Bei Interesse an einem Zugang zur Community
wenden Sie sich bitte per Mail an lars.schmeink@hcu-hamburg.de und axel.duerkop@tuhh.de
Die Veranstaltung ist aber auch ohne diese Vertiefung für alle Interessierten frei zugänglich.
Die Filmvorführungen beginnen um 19.00 Uhr, die anschließende Diskussion beginnt um ca. 21.00
Uhr. Der Eintritt ist frei.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an die Veranstalter:
lars.schmeink@hcu-hamburg.de
axel.duerkop@tuhh.de

26.11.2019: Diskussion: Wie viel Impfen muss sein?

Impfen oder nicht? Die Rückkehr der Masern und die von der Bundesregierung beschlossene Impfpflicht hat die öffentliche Debatte über diese Frage angeheizt.

Diskutiert wird sie seit vielen Jahren. Ärzte beklagen eine um sich greifende Impfskepsis und warnen mehrheitlich: Impfungen sind dann gefährlich, wenn man auf sie verzichtet. Verweigerer schaden sich selbst und der Gesellschaft. Impfgegner hingegen befürchten Nebenwirkungen und kritisieren die Pflicht zur Immunisierung als schwerwiegenden Eingriff in die Grundrechte. Viele Eltern sind verunsichert.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler niedersächsischer Hochschulen wollen am 26.11.2019 um 18h im Haus der Wissenschaft Braunschweig zur Aufklärung beitragen. In unserer Veranstaltungsreihe „Forschung made in Niedersachsen“ stellen sie ihre Forschungsergebnisse rund um das Thema vor und präsentieren zudem eine neue Impf-App.

Dabei sein werden Prof. Dr. Eva Baumann, Professorin für Kommunikationswissenschaft am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und Leiterin des Hanover Center for Health Communication am IJK, Prof. Dr. Stefan Dübel, Leiter der Abteilung Biotechnologie der Technischen Universität Braunschweig, Dr. Sveja Eberhard, Leiterin Politik, Forschung & Presse bei der AOK Niedersachsen, Prof. Dr. Mark Schweda, Professur für Ethik in der Medizin am Department Versorgungsforschung der Fakultät VI – Medizin und Gesundheitswissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Prof. Dr. Gerhard A. Müller, Direktor der Klinik für Nephrologie & Rheumatologie, Universitätsmedizin Göttingen.

Moderation: Jan-Martin Wiarda, Journalist für Bildung und Wissenschaft

Weitere Informationen und Möglichkeit zur Anmeldung zur Veranstaltung finden Sie hier.

12.11.2019: 13. caritas.diskurs Ethik: Roboter.Pflege.Technik

Der Pflegenotstand wirft zahlreiche Fragen auf und besorgt die Menschen. Wie wird es mir im Alter ergehen? Wer wird mich einmal pflegen? Die gesellschaftliche Debatte blendet in ihren Antworten aktuell immer wieder auch den Einsatz von Pflegerobotern und technischen Assistenzsystemen ein. Kann es tatsächlich sein, dass zukünftig Roboter uns pflegen? Wollen wir überhaupt pflegerisches Sorgehandeln an eine Technik delegieren? 

Diesen Fragen ging der 13. Paderborner Caritas-Diskurs Ethik nach und informierte über den technischen Stand der Entwicklung von Assistenzsystemen als auch über notwendige ethische Anforderungen.

Prof. Dr. Mark Schweda sprach auf dieser Tagung zum Thema: "Ethische Aspekte technischer Assistenzsysteme in der Pflege".

Weitere Informationen und das Tagungsprogramm finden Sie hier.
Ein Video zur Veranstaltung finden Sie hier.

31.10.2019: Bewerbungsschluss zur Stellenausschreibung im EIDEC-Projekt

In der Abteilung "Ethik in der Medizin" (Leitung: Prof. Dr. Mark Schweda) des Departments für Versorgungsforschung der Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften - der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ist zum nächstmöglichen Termin eine Stelle als

wissenschaftliche Mitarbeiterin / wissenschaftlicher Mitarbeiter (m/w/d)
(Entgeltgruppe 13 TV-L)

mit 65% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit vorbehaltlich der Projektbewilligung bis zum 31.12.2022 besetzen. Die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Weiterqualifizierung (Promotion) ist gegeben.

Die Stelle ist im BMBF-geförderten interdisziplinären Verbundprojekt "Ethische und soziale Aspekte co-intelligenter sensorgestützter Assistenzsysteme in der Demenzpflege" (EIDEC) angesiedelt. Das Projekt soll die ethischen und sozialen Implikationen neuer Tracking-, Sensor- und Assistenz-Technologien untersuchen, die darauf abzielen, das Verhalten von Menschen mit Demenz zu überwachen und somit häusliche und institutionelle Pflege zu unterstützen.

In der Kombination von Technikbewertung und empirisch informierter Ethik beforschen wir die soziale Akzeptanz und moralische Bewertung der Anwendungen in verschiedenen Gruppen (Patient*innen, Familienangehörigen, professionell Pflegenden und Ärztinnen und Ärzten). Die integrierte ethische Analyse fokussiert auf zwei zentrale normative Konzepte in der Demenzversorgung: Privatheit und Empowerment. Das Projekt findet in enger Kooperation zwischen Ethik, Computer- und Ingenieurwissenschaften sowie angewandter Demenzversorgungsforschung statt, wobei die Partnereinrichtungen an der Universitätsmedizin Göttingen, der Universität Rostock sowie dem DZNE Rostock angesiedelt sind. An der Abteilung Ethik in der Medizin in Oldenburg soll die wissenschaftliche Bearbeitung des Teilprojektes "Betroffenenperspektiven und die Ethik der Privatheit" stattfinden.

Aufgaben
Die Aufgaben dieser Position umfassen sowohl ethische Analysen der o.g. Technologieentwicklungen im Bereich der Demenzpflege als auch qualitative Sozialforschung (u.a. Interviews mit Betroffenen). Die empirische Erhebung findet in enger Absprache mit den anderen Projektpartnern statt, da diese die Perspektiven von professionell Pflegenden erheben und ein Vergleich angestrebt ist. Zusätzlich ist eine ethische und sozialwissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Bedeutung von Privatheit im Kontext dieser Technologien vorgesehen. Die Projektaufgaben erfordern Reisetätigkeiten zu Projektpartnern sowie zu Forschungseinrichtungen und die aktive Teilnahme an Fachtagungen.

Anforderungen

  • überdurchschnittlich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Diplom (Uni)) in einem für die Medizinethik relevanten Bereich (z.B. Philosophie, Sozial-, Politik- oder Kulturwissenschaften).
  • Interesse an ethischen Fragestellungen im Zusammenhang mit Pflege und Technik
  • fundierte Kenntnisse von Methoden empirischer Sozialforschung notwendig, praktische Arbeitserfahrungen erwünscht
  • sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Sprache und Schrift erforderlich, da in dem Projekt deutschsprachige Interviews geführt werden und englischsprachige Publikationen und Vorträge vorgesehen sind
  • Erfahrung mit interdisziplinärer Arbeit und Teamfähigkeit erwünscht
  • Aufnahme eines medizinethischen Promotionsvorhabens erwünscht

Wir bieten

  • ein vielfältiges, anregendes und anspruchsvolles Tätigkeitsgebiet
  • ein offenes, kreatives und dynamisches Arbeitsumfeld
  • die Möglichkeit zur Mitwirkung am Aufbau der Abteilung "Ethik in der Medizin"
  • die Möglichkeit zur akademischen Qualifikation (Promotion)
  • Nachwuchsförderung (z.B. durch Fort- und Weiterbildungsangebote)
  • flexible, familienfreundliche Arbeitszeiten
  • VBL-Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst

Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg strebt an, den Frauenanteil im Wissenschaftsbereich zu erhöhen. Deshalb werden Frauen nachdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Gemäß § 21 Abs. 3 NHG sollen Bewerberinnen bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt werden. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Mark Schweda (). Bitte senden Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (aussagekräftiges Motivationsschreiben, Lebenslauf, Kopien von Zeugnissen und Urkunden) - bevorzugt per E-Mail (max. 2 pdf-Dateien bis 10 MB) - bis zum 31.10.2019 unter dem Stichwort "Ethik - EIDEC" an , Universität Oldenburg, Fakultät VI, Abteilung Ethik in der Medizin, 26111 Oldenburg.

Die Einstellung erfolgt vorbehaltlich der Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Wir weisen darauf hin, dass Bewerbungs- und Vorstellungskosten nicht übernommen werden können. Schriftliche Bewerbungsunterlagen werden nur zurückgesandt, wenn ein ausreichend frankierter Rückumschlag beigefügt ist.

 

23.10.2019: Podiumsdiskussion: Demenz und Autofahren

Mobilität gilt in einer freien Gesellschaft als sehr hohes Gut. Eine Demenzerkrankung schränkt zwangsläufig ab einem bestimmten Zeitpunkt diese Mobilität ein. Ab wann und zu welchem Grad eine Mobilitätseinschränkung gegeben ist, ist jedoch strittig.
Die diesjährige Veranstaltung der Reihe "WissenSCHAFFT Gesellschaft" der Demenz-Informations- und Koordinationsstelle Oldenburg (DIKO) widmet sich daher dem Thema "Demenz und Autofahren". In mehreren Fachvorträgen werden unter anderem die ärztliche und rechtliche Perspektive erörtert. Zum Abschluss der Veranstaltung folgt eine Podiumsdiskussion, an der auch Prof. Dr. Mark Schweda teilnimmt.

Der Eintritt ist frei, aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung beim Veranstalter gebeten.
Das vollständige Programm finden Sie hier.

23.10.2019: Vortrag - Pro-Age oder Anti-Aging? Altern im Fokus moderner Medizin

Wo: Palais Rastede, Feldbreite 23, 26180 Rastede

Einst stellten das Altern und das hohe Lebensalter eine äußerste Grenze ärztlicher Kunst und medizinischer Möglichkeiten dar. Inzwischen rückt das Alter(n) jedoch zunehmend in den Fokus der modernen Medizin. Schon die moderne Altersmedizin hat mit der Unterscheidung zwischen „normaler“ Alterung und Alterserkrankungen die Unvermeidlichkeit eines altersbedingten Verfalls in Frage gestellt und medizinische Einflussmöglichkeiten geltend gemacht. Im Lichte neuerer naturwissenschaftlicher Erklärungsmodelle und technischer Eingriffsmöglichkeiten scheint die traditionelle Vorstellung an Boden zu verlieren, der Niedergang von Funktionsfähigkeit und Lebensqualität im späteren Leben entspreche dem naturgemäßen Lauf der Dinge. Die mit fortschreitendem Alter auftretenden biologischen und physiologischen Seneszenzprozesse sind heute wissenschaftlich aufzuschlüsseln und medizinisch zu behandeln. Die Vertreter der so genannten Anti-Aging-Medizin scheinen daraus nur mehr den konsequenten Schluss zu ziehen, mit der Ausschaltung sämtlicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen des höheren Lebensalters müsste sich am Ende auch das, was wir heute noch „Altern“ nennen und als einen unausweichlichen, natürlichen Vorgang betrachten, vollends verflüchtigen. Der Vortrag stellt einige dieser neueren Entwicklungstendenzen im Umgang der Medizin mit dem Altern vor und geht ihrer ethischen Bedeutung nach.

Eintritt:  3 Euro
für KKR-Mitglieder frei

15.10.2019: CfA: Medicine in the Baltic Sea Region since the early 20th Century: Networks, transfers, consequences

Where & when: Palaestra et Odeum (Paradisgatan 4, Lund), Lund University, Sweden, 26-27 March, 2020. The symposium will start at 9am on 26 March and end at 5pm on 27 March.

Organisers: Nils Hansson (Düsseldorf), Jonatan Wistrand (Lund), Yvonne Gavallér (Düsseldorf), Peter M Nilsson (Lund)

The Department of History of Medicine at Lund University, Sweden, and the Department of History, Theory and Ethics of Medicine at the Heinrich-Heine-University in Düsseldorf, Germany, are organising an international symposium about medicine in the Baltic Sea region. The focus will be on scientific networks and transfers since the turn of the 20th century, and their impact today.

A new “Hanseatic League”, “a global hotspot for health”, “one of the most innovative science macro-regions in the world”? In the fields of life science and technology, politicians and managers of current large research projects describe the Baltic Sea region as a hub of cutting-edge research. How did these images emerge? Although several research programs have been established to foster research on this territory, surprisingly few publications deal thoroughly with “Baltic” networks in medicine and their impact for the production and spread of knowledge. This symposium aims at bringing together researchers who currently work on aspects of medical history in the Baltic Sea region to illuminate currents of ideas and areas of cooperation and conflict.
The symposium will take place at Lund University (Palaestra et Odeum) on 26-27 March 2020.

We invite researchers in the history of medicine, medical humanities, and science and technology studies to submit abstracts (max. 300 words) or panel suggestions of three speakers, (max. 1000 words) with name(s) and academic affiliation(s) to Nils Hansson (nils.hansson@hhu.de) by October 15, 2019. A variety of thematic and methodological contributions are welcome with regards to network and transfer studies, biographies, scientific authority, medicine/science and literature, and medical ethics. Panel submissions shall include three abstracts and a chair (total 70 minutes incl. 5 minutes introduction by the chair). All papers shall be presented in English and last a maximum of 20 minutes followed by 5 minutes for discussion.

Scientific Board
Denmark: Thomas Wegener Friis (Odense); Estonia: Erki Tammiksaar (Tartu); Finland: Pieter Dhondt (UEF, Joensuu), Heini Hakosalo (Oulu); Germany: Ulrike Eisenberg (Berlin), Merle Weßel (Oldenburg), Friedrich Moll (Cologne), Thorsten Halling (Düsseldorf); Latvia: Ieva Libiete, Juris Salaks (Riga); Lithuania: Aistis Žalnora (Vilnius); Poland: Władysław Bułhak (Warsaw), Joanna Nieznanowska (Szczecin); Sweden: David Dunér, Alexandra Nicolaidis, Bengt Uvelius (Lund).

Contact
Nils Hansson, associate professor
Department of History, Theory and Ethics of Medicine
Heinrich-Heine-University Düsseldorf
Universitätsstr. 1
40225 Düsseldorf
Germany
E-mail: nils.hansson@hhu.de
Tel: 0049 211 81 14101

14.10.2019: Vortrag - Elektrische Robben und kluge Häuser. Ethische Aspekte der Mensch-Maschine-Interaktion

Wann: 19.30 - 21.00 Uhr

Wo: Schlaues Haus, Veranstaltungsraum 1 [V1 5. Ebene], Schloßplatz 16, 26122 Oldenburg

Im Zuge rasanter Entwicklungen im Bereich der Robotik und Informationstechnologie beginnen sich neue Formen der Interaktion zwischen Menschen und Maschinen herauszubilden, etwa in der Industrie, dem Verkehrswesen oder der Gesundheitsversorgung. Die einhergehenden ethischen Debatten sind allerdings vielfach immer noch am Modell zwischenmenschlicher Interaktion, traditionellen Subjekt-Objekt-Konstellationen und einem instrumentellen Verständnis von Technik ausgerichtet. Der Vortrag beleuchtet schlaglichtartig neu aufgeworfene ethische Fragen und Herausforderungen der Mensch-Maschine-Interaktion.

 

10.-11.10.2019: Workshop: Gesund – erfolgreich – gut? Zur Diskussion gerontologischer und politischer Leitbilder des Alterns

10. und 11. Oktober 2019 / Kaiserburg Nürnberg

Organisation:

Larissa Pfaller (Institut für Soziologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) & Mark Schweda (Abteilung Ethik in der Medizin, Department Versorgungsforschung, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

Förderung: Bundesministerium für Gesundheit

Orientierungsangebote für das spätere Leben haben Hochkonjunktur. Dafür sprechen zahlreiche Beispiele aus den populären Medien – von Ratgeberliteratur über „Tipps zum gesunden Altern“ im Internet bis hin zu Fernseh- und Unterhaltungsformaten, die danach fragen, wie gutes Altern gelingen kann. Offenkundig treibt die Frage, wie wir alt werden können, wollen und sollen, unsere Gesellschaft des langen Lebens um. Aber auch die Altersforschung selbst formuliert solche Leitbilder des Alterns. Prominent ist hier das in der Mitte des 20. Jahrhunderts geprägte gerontologische Konzept des „Successful Aging“ sowie verwandte Ansätze eines „Healthy“, „Active“ und „Productive Aging“. In ihnen kommt die Überwindung lange vorherrschender Defizitmodelle des Alters zu Gunsten einer an Ressourcen und Potenzialen orientierten Perspektive auf das spätere Leben zum Ausdruck. Sie stehen dabei nicht nur für wichtige Paradigmen zeitgenössischer Alternsforschung, sondern finden auch Eingang in gesellschaftlich-kulturelle Vorstellungen sowie sozialpolitische Programme und beeinflussen so letztlich politische Entscheidungen und Zielsetzungen. Zugleich werden sie allerdings zunehmend zum Gegenstand kontroverser Auseinandersetzungen und werden als einseitig, lebensfremd, stigmatisierend oder gar diskriminierend kritisiert.

Vor diesem Hintergrund widmet sich die Veranstaltung der interdisziplinären Diskussion der Funktion und Legitimität gerontologischer und politischer Leitbilder des Alterns im deutschsprachigen Raum. Erörtert werden u.a. die folgenden Leitfragen:

- Welche empirischen und normativen Annahmen liegen den verschiedenen Modellen des „erfolgreichen“, „gesunden“, „aktiven“ oder „produktiven“ Alterns zugrunde?

- In welchem Verhältnis stehen sie zu den unterschiedlichen alltagsweltlichen Lebenslagen und Erfahrungen älterer Menschen sowie den gesellschaftlich-politischen Rahmenbedingungen des Alterns im deutschsprachigen Raum?

- Welche Rolle spielen sie überhaupt in wissenschaftlichen Diskursen und politischen Auseinandersetzungen? Welche Wertorientierungen halten mit ihnen Einzug und wie verhalten sie sich zu anerkannten Maßstäben eines guten, gelingenden Lebens und freiheitlich-demokratischen Ordnungen?

Zu den Vortragsgästen gehören Ludwig Amrhein (Dortmund), Heiner Bielefeldt (Erlangen), Hans-Jörg Ehni (Tübingen), Heinz Rüegger (Zürich), Klaus Schroeter (Olten), Clemens Tesch-Römer (Berlin), Hans- Werner Wahl (Heidelberg), Susanne Wurm (Erlangen).

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Forschungsprojektes „Erfolgreiches = gesundes = gutes Altern? Altersbilder und Prämissen gerontologischer und sozialpolitischer Altersdiskurse in Deutschland“ (2017-2019)

26.-28.09.2019: AEM Jahrestagung in Göttingen

Kollektivität im Gesundheitswesen: Ethische Theorien und Praxisfelder von Gruppen als Akteuren 

Ort: Alte Mensa der Uni Göttingen

ausgerichtet vom Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universitätsmedizin
Göttingen

Tagungsverantwortliche: Prof. Dr. Silke Schicktanz
Weitere Unterstützung: Prof. Dr. Claudia Wiesemann, Prof. Dr. Alfred Simon

 

Vorläufiges Tagungsprogramm (Stand: März 2019)


Tag 1 : Donnerstag 26. September 2019 (ca. 10.00 – 20.00)

10 - 14 Uhr: Präkonferenz-Workshops

  • Forschungsverantwortung junger Medizinethiker/innen
     (Müller / Ranisch / Marx-Stölting / Hansen)
  • Klinikseelsorgende als medizinethische Akteure
    (Wanderer / Mandry / Albrecht / Emmermann / Ehlert)

15 - 17.30 Uhr:  Mitgliederversammlung der AEM

18.00 Uhr:         Tagungseröffnung

  • Öffentliche Podiumsdiskussion: Impfpflicht als Dilemma: Darf im Interesse der Gemeinschaft in Individualrechte eingegriffen werden?
    ausgerichtet von der Akademie für Ethik in der Medizin in Kooperation mit dem Zentrum für Medizinrecht (Universität Göttingen)
    Prof. Dr. Gerhard Müller (Göttingen), Prof. Dr. Ute Sacksofsky (Frankfurt), Dr. Stefan Schmidt-Troschke (Berlin), Prof. Dr. Bettina Schöne-Seifert (Münster)
    Moderation: Prof. Dr. Markus Zimmermann (Fribourg, CH)

 

Tag 2: Freitag, 27. September 2019 (09.00 – 18.15)

Morgens:  Begrüßung und theoretische Einführung ins Thema: Prof. Dr. Silke Schicktanz

                   Plenum: Kollektive im Gesundheitswesen
                  
mit Kurzinputs aus Medizin, Recht, Theologie, Philosophie und Soziologie

                   Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann (Greifswald) (angefragt), Prof. Dr. Stefan Huster
                   (Bochum), JProf. Dr. Sonja Sailer-Pfister (Vallendar), Prof. Dr. David Schweikard
                   (Münster), Prof. Dr. Paula-Irene Villa (München)

Im Anschluss:    Parallele Sektionen und Postersession

ca. 16.30 Uhr:    Internationaler Keynote-Vortrag: What are the roles and limits for public
                          involvement in bioethics?

                          Prof. Dr. Michael Burgess, The W. Maurice Young Centre for Applied Ethics, School of
                          Population and Public Health, Univ. of British-Columbia, Kanada

Im Anschluss:    Verleihung des AEM-Nachwuchspreises
                         
mit Laudatio und Kurzvortrag des/r Preisträgers/in

Abends:             Konferenzdinner im Restaurant FREIGEIST

 

Tag 3: Samstag, 28. September 2019 (09.00 – 13.30)

Morgens:           Plenum: Konfliktfeld Solidarität in der Medizin: wer, wie und warum?
                         
Diskussion mit Input und Kurzkommentaren

                          Prof. Dr. Barbara Prainsack (Wien) mit Kommentaren von Prof. Dr. Christian
                          Neuhäuser (Dortmund) und Prof. Dr. Reinhard Merkel (Hamburg) (angefragt)

Im Anschluss:    Parallelsektionen und evtl. Postersession

Mittags:             Podiumsdiskussion: Wie repräsentiert man Bürger- und Patientenperspektiven in
                          Beratungsgremien für die Gesundheitspolitik?

                          Dr. Martin Danner (BAG Selbsthilfe, Düsseldorf), Dr. Karin Jongsma (Univ. Utrecht),
                          Dr. Ulrich Siering (IQWIG, Berlin),  Dr. Martina Wenker (Ärztekammer Niedersachsen,
                          Hannover/Bundesärztekammer)

13.15 Uhr:         Ausblick auf JT 2020 und Verabschiedung

Die Materialien zur Jahrestagung 2019 finden Sie hier.

26.06.2019: Vortrag und Podiumsdiskussion bei der Jahrestagung des Deutschen Ethikrates

Die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland steigt. Gleichzeitig herrschen in der Pflegearbeit akute personelle und finanzielle Engpässe. Angesichts des demografischen Wandels setzen Politik und Forschung verstärkt auf Robotik-Projekte, die neue technische Unterstützungsmöglichkeiten in der Pflege versprechen. Roboter sollen zum einen Pflegekräfte entlasten, zum anderen aber auch die Selbstbestimmung der Betroffenen verbessern. Doch der maschinelle, hochautomatisierte Zugriff auf das Leben der Pflegebedürftigen und die Interaktion von Mensch und Roboter stellen die Pflegearbeit vor neue ethische, anthropologische und (arbeits)rechtliche Herausforderungen.
Auf seiner Jahrestagung 2019 thematisierte der Deutsche Ethikrat die komplexen ethischen Fragen, die der Einsatz von Robotertechnologien in der Pflege und insbesondere in der Altenpflege aufwirft. Zusammen mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus Informatik, Medizin, Psychologie, Medizinethik, Rechtswissenschaft und Kulturanthropologie wurde darüber diskutiert, welche Potenziale und Herausforderungen sich im Umgang mit neuen assistiven Systemen für die verschiedenen Zielgruppen in der Altenpflege ergeben. Darüber hinaus bot die Tagung Gelegenheit, konkrete Beispiele aus der aktuellen Roboterentwicklung kennenzulernen und einen Eindruck von den vielfältigen Potenzialen in der Praxis zu erhalten. Die Pflegerobotik wurde im Rahmen der Tagung folgender ethischer Reflexion unterzogen:

  • Wie sollte die verantwortungsvolle Entwicklung von Mensch-Maschine-Interaktionssystemen gestaltet werden?

  • Welche Auswirkungen hat die KI-gestützte Robotik auf die Bedürfnisse der Betroffenen?

  • Wie verändert die Robotik unsere gesellschaftlich und individuell geprägten Menschen- und Altersbilder?

  • Welcher (arbeits)rechtlichen Rahmenbedingungen bedarf es, um Patienten und Patientinnen, Angehörige und Pflegekräfte zu schützen?

Programm

10:00 Uhr
Begrüßung

Peter Dabrock • Vorsitzender des Deutschen Ethikrates

10:15 Uhr
Einführungsvorträge

Robotik und Künstliche Intelligenz: Der Mensch ist Mittelpunkt
Sami Haddadin • Technische Universität München

Psychologische und soziale Aspekte an der Schnittstelle von Mensch und Maschine
Elisabeth André • Universität Augsburg

What comes first - the robot or the care?
Aimee van Wynsberghe • Technische Universität Delft

Diskussion
Moderation: Judith Simon • Mitglied des Deutschen Ethikrates

12:30 Uhr
Mittagspause
Praxisparcours Robotik in der Altenpflege
ARiA, Universität Siegen und Fachhochschule Kiel
FORMAT, Universitätsklinikum Halle (Saale)
Geriatronik, Technische Universität München
I-CARE, Universität Bremen
STARC, OFFIS und Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
RoboLand, Hochschule Fulda
SeRoDi, Fraunhofer IPA
SMiLE, DLR Oberpfaffenhofen

Präsentation der Studie "Technik in der Pflege – Einstellungen von professionell Pflegenden zu Chancen und Risiken neuer Technologien und technischer Assistenzsysteme", Institut für medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité – Universitätsmedizin Berlin in Kooperation mit dem Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP).

14:30 Uhr
Parallele Foren

Forum I: Autonomie mit autonomen Systemen? Perspektiven von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen
Regina Ammicht Quinn • Eberhard Karls Universität Tübingen
Heidrun Mollenkopf • BAGSO e. V.
Hans-Werner Wahl • Universität Heidelberg
Moderation: Adelheid Kuhlmey • Mitglied des Deutschen Ethikrates

Forum II: Robotik und neue Altersbilder: Anthropologische Perspektiven
Cordula Endter • Deutsches Zentrum für Altersfragen
Arne Manzeschke • Evangelische Hochschule Nürnberg
Mark Schweda • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Moderation: Andreas Lob-Hüdepohl • Mitglied des Deutschen Ethikrates

Forum III: Robotik in der Pflege aus arbeits- und rechtswissenschaftlicher Perspektive
Helma Bleses • Hochschule Fulda
Stephan Brandenburg • BGW
Gerhard Wagner • Humboldt-Universität zu Berlin
Moderation: Elisabeth Steinhagen-Thiessen • Mitglied des Deutschen Ethikrates

16:00 Uhr
Kaffeepause

16:30 Uhr
Berichte aus den Foren

Andreas Lob-Hüdepohl, Adelheid Kuhlmey, Elisabeth Steinhagen-Thiessen • Mitglieder des Deutschen Ethikrates

16:45 Uhr
Podiumsdiskussion: Pflege – Roboter – Ethik: Die Zukunft verantwortlich gestalten

Regina Ammicht Quinn, Helma Bleses, Andreas Kruse, Mark Schweda
Moderation: Claudia Wiesemann • Stv. Vorsitzende des Deutschen Ethikrates

Ein Video der Podiumsdiskussion mit Prof. Schweda finden Sie hier.

17:55 Uhr
Schlusswort

Peter Dabrock • Vorsitzender des Deutschen Ethikrates

(Stand: 30.11.2021)