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EMMA

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EMMA - Entwicklung neuer Methoden zur Bewegungserfassung von Menschen in Lebens- und Arbeitsumgebungen

Hintergrund und Problem/Bedarf

Der Mensch entscheidet durch die Kenntnisse von Bewegungsabläufen oder die Interaktion von Menschen miteinander über sein Handeln in bestimmten Situationen. Er leitet Entscheidungen für Kollisionsvermeidung, Gefahrenabwehr oder Notfallszenarien ab. Technische Assistenzsysteme können solche Entscheidungen aufgrund fehlender räumlicher Sensoren und Algorithmen für deren Verarbeitung nur unzureichend autonom fällen.

Ansatz

Ziel des Projekts EMMA ist es, diese Kenntnis mit Hilfe von optische 3D-Verfahren zu erlangen. Im Rahmen des Projekts werden 3D-Verfahren zur Erfassung von Bewegungen und der Interaktion von Menschen in ausgesuchten Lebens- und Arbeitsumgebungen analysiert, entwickelt und evaluiert. Dazu werden aufbauend auf bekannten Verfahren zum Motion Tracking neue Methoden entwickelt, welche mit Mehrkamerasystemen (z.B. Panorama- oder Fisheye-Kameras) Menschen, Gegenstände (Werkzeuge) und Umgebungen erfassen. Es werden Änderungen und Bewegungen gemessen, so dass daraus intelligente Entscheidungen für Kollisionsvermeidung, Gefahrenabwehr oder Notfallszenarien abgeleitet werden können.
Innerhalb von OFFIS fällt dem Projekt die Schlüsselfunktion zum Aufbau neuer Technologiefelder im OFFIS zu. Die zu entwickelnden Verfahren kombinieren Aspekte der Sensortechnik, Bildverarbeitung, 3D-Modellierung, Kinematik, Datenmodellierung und Softwareentwicklung. Sie können in verschiedenen Bereichen genutzt werden, z.B. bei der Analyse von Bewegungsabläufen in medizinischen Operationsräumen, zur Überwachung hilfsbedürftiger Menschen in ihren natürlichen Wohnsituationen oder zur Steuerung autonomer Systeme, z.B. mobiler Roboter oder Flugroboter.

Kooperationen/Förderung

Das Projekt wird zwischen 12/2010 bis 11/2013 am OFFIS-Bereich Gesundheit durchgeführt. Es wird vom MWK gefördert.

Wef6bma4tsterb+ (david.sass@uowpl.de) (Stand: 21.08.2020)