Kontakt

Dr. Jasmin Segelken

+49 (0) 441 798-3408

V03 M-3-333

 Prof. Dr. Karl-Wilhelm Koch

 +49 (0) 441 798-3640

 W04 01-137

Zahlen und Fakten

Beginn: Wintersemester 2020/2021
Dauer: 4 Semester (Vollzeit)
Aufnahmekapazität pro Semester/Jahr:
25 Studierende
Abschluss: Master of Science (M.Sc.)

Aufbau des Studiums

Das Lehrangebot des Fach-Master-Studiengangs „Molecular Biomedicine“ enthält Module aus den Lehreinheiten Medizin, Neurowissenschaften und Biologie. Dieser interdisziplinäre Charakter bietet den Studierenden vielfältige Möglichkeiten studiengangsübergreifende Kooperationen im Rahmen Ihres Studiums zu verwirklichen. Regelungen zu Übergängen zwischen Studienangeboten sind in der studiengangsspezifischen Anlage zur Prüfungsordnung für die Fach-Master-Studiengänge der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften an der Universität Oldenburg verankert.

Die Module des M.Sc. „Molecular Biomedicine“ sind zeitlich und inhaltlich dem Aufbau des M.Sc. „Neuroscience“ und M.Sc. „Biologie“ angepasst und werden als Blockveranstaltungen abgehalten. Aufgrund dieser Struktur und der großen Auswahl an Wahlpflichtmodulen unterschiedlichen Umfangs, kann die Studierbarkeit für Studierende mit unterschiedlichen Interessens- und Forschungsschwerpunkten optimal gewährleistet werden.

Modularisierung

  • Die Module des Master-Studiengangs weisen unterschiedliche Lehrveranstaltungen, Hauptkompetenzen und fachlich-inhaltliche Schwerpunkte auf. Die Module sind eingeteilt in die Kategorien „Background Modules” (BM), „Clinical Modules” (CM), „Research Modules” (RM), „Skills Modules” (SM) und „Master Thesis Module” (vgl. Tabelle 2).
  • Der durchschnittliche Arbeitsaufwand der Studierenden (inklusive Präsenzzeit) ist durch die Kreditpunkte der Module definiert. Dabei entspricht ein Kreditpunkt einem Arbeitsaufwand von 30 Stunden. Die Kreditpunkte werden nach bestandener Modulprüfung vergeben.

Modultypen des M.Sc. „Molecular Biomedicine“

 

Background Modules

Clinical  Modules

Research  Modules

Skills          Modules

Master Thesis Module

Typische beinhaltete Lehr-veranstaltung

Vorlesung & Seminar & praktische Übung

Vorlesung & Seminar & praktische Übung

Individuelles Forschungsprojekt & Seminar

Seminar & (praktische) Übung

Individuelles Forschungsprojekt &  Seminar

Hauptkompetenz

Fachwissen & Methoden Grundlagen-forschung

Fachwissen & Methoden   klinische     Forschung

Wissenschaftliches Arbeiten

Überfachliche Kompetenzen

Wissenschaftliches Arbeiten

Organisation

Blockkurse

Blockkurse

Individuelle Zeiteinteilung

Semesterbegl. / Blockkurse

Individuelle Zeiteinteilung

Workload

6 / 12 KP

6 KP

15 KP

3 / 6 KP

30 KP

  • „Background Modules“ vermitteln in einer Kombination aus Vorlesung, Seminar und praktischen Übungen fundierte Kenntnisse in den molekularen Lebenswissenschaften. „Clinical Modules“ sind wie die Background Modules organisiert und vermitteln Fachwissen und Methoden der klinischen Forschung. In „Research Modules“ können durch aktive Mitarbeit in laufenden Forschungsprojekten vertiefte experimentelle Spezialkenntnisse erworben werden.
  • Ergänzt werden diese fachbezogenen Modultypen durch „Skills Modules“, die der gezielten Professionalisierung der Studierenden dienen und fachrelevante, berufsqualifizierende Fähigkeiten vermitteln.
  • Das Masterabschlussmodul besteht aus der Masterarbeit und einem begleitenden Kolloquium.
  • Zur Modulübersicht

Curriculum

  • Das Studium setzt sich aus einem Kerncurriculum von Wahlpflichtmodulen zusammen, die aus Background Modules, Clinical Modules, Research Modules, Skills Modules und dem Master Thesis Module bestehen.
  • Der Studiengang umfasst eine Dauer von insgesamt vier Semestern.
  • In seinem zeitlichen und strukturellen Aufbau ist der M.Sc. „Molecular Biomedicine“ mit den Masterstudiengängen „Neuroscience“ und „Biologie“ koordiniert, um Studierenden den Zugang zu dessen Modulen zu ermöglichen. Entsprechend werden die „Background Modules“ und „Clinical Modules“ i.d.R. als siebenwöchige Blockveranstaltungen in der ersten oder zweiten Semesterhälfte durchgeführt und umfassen jeweils 6 oder 12 KP. Die „Skills Modules“ im Umfang von 3 oder 6 KP werden ergänzend in den Studienverlaufsplan in der vorlesungsfreien Zeit oder aber auch semesterbegleitend als Nachmittagsveranstaltung angeboten. Die zeitliche Gestaltung der „Research Modules“ (15 KP) ist häufig flexibel und erfolgt in Absprache mit den Studierenden.
  • In drei Semestern können unterschiedliche Module frei kombiniert werden, um einen Gesamtumfang von 60 KP (Wahlpflichtmodule) + 30 KP (Wahlmodule) = 90 KP zu erreichen. Im 4. Semester wird die Masterarbeit (30 KP) erarbeitet. Zur Grafik
  • Die Art der Lehrveranstaltungen der Module geht im Einzelnen aus den im Modulhandbuch befindlichen Modulbeschreibungen hervor.
  • Der Masterstudiengang „Molecular Biomedicine“ ist zeitlich und inhaltlich so strukturiert, dass ein breites Angebot zur Auswahl steht und eine hohe Allgemeinbildung in unterschiedlichen Fachgebieten der molekularen Lebenswissenschaften und Methoden ermöglicht wird. Eine Spezialisierung im Bereich zell- und molekularbiologischer Grundlagen sowie verschiedener (degenerativer) Erkrankungen und unterschiedlicher genetisch-diagnostischer Therapien ist ebenfalls möglich. Exemplarische Studienverläufe mit unterschiedlichen Schwerpunkten (Neurosensorik, Genetik, degenerative Erkrankungen) finden Sie hier.
  • Die Verknüpfung zum Forschungsschwerpunkt Neurosensorik der Fakultät VI ist durch die Lehrenden (zum Beispiel Professuren Biochemie, Neurobiologie des Sehens, Neurogenetik, Physiologie, Sensorische Biologie der Tiere) gewährleistet.
  • Die klinischen Schwerpunkte wie Immunologie, Humangenetik, Augenheilkunde und Onkologie sind ebenfalls mit entsprechenden Modulen vertreten.
  • Der Master ist sehr forschungsorientiert ausgerichtet und dies spiegelt sich auch in der Lehre wider. Es wird angestrebt, dass die Studierenden in den „Research Modules“ mehrere Aspekte des forschungsbasierten Lehrens und Lernens kennenlernen (wie zum Beispiel Frage- und Methodenkompetenzen, Entscheidungsfindung in komplexen (Labor-) Situationen, Analyse und (Selbst-) Reflektion, Recherche und Präsentationstechniken etc.) und auch einen kompletten Forschungszyklus durchführen. Zusätzlich wird in einem der „Skills Modules“ die Präsentation von Ergebnissen der eigenen Forschungsarbeit trainiert.
  • Innerhalb der meisten Module praktizieren die Studierenden das Lesen und Verstehen wissenschaftlicher englischsprachiger Artikel, um etwa den Vorlesungsstoff zu ergänzen oder um die wissenschaftlichen Grundlagen der Experimente besser zu verstehen.
  • Da die Unterrichtssprache der Module Englisch ist, werden englische Sprachkenntnisse auf dem Niveau B2 vorausgesetzt. Zudem dient die Lektüre von Originalarbeiten zur Anleitung eigenständiger wissenschaftlicher Planung, wie sie sich abschließend in der Masterarbeit manifestiert.
  • Insgesamt stellt der Praxisanteil im Masterstudiengang mit seinem breiten und in ausgewählten Teilgebieten vertieften Methodenspektrum eine ausgezeichnete Grundlage für zahlreiche Berufsfelder in der Biomedizin dar.

Leistungspunktesystem

  • Das Studium umfasst einen „Workload“ im Umfang von 120 KP. Die Zahl der ECTS‐Punkte gibt die Arbeitsbelastung der Studierenden wieder (Präsenzzeit plus Vor‐ und Nachbereitungszeit).
  • Die Zeit zur Vor‐ und Nachbereitung richtet sich nach der Schwierigkeit des entsprechenden Moduls für eine bzw. einen normalbegabten, fleißigen Studierenden, die/der alle Modulvoraussetzungen erfüllt.
  • Der Semesterumfang beträgt 30 KP ±10%.
  • Die Arbeitslast wird im Rahmen der internen Evaluation ständig geprüft und ist insgesamt so konzipiert, dass sich daraus kein struktureller Druck auf Ausbildungsqualität und Niveauanforderungen ergibt. In dem studiengangspezifischen Modulhandbuch sind die jeweiligen KP und Anforderungen sowie Angaben über die Präsenzzeiten bei den einzelnen Lehrveranstaltungen der Module angegeben.
  • Die Selbstlernzeit ergibt sich aus der Differenz von Gesamtarbeitslast und Präsenzzeiten.

Praktika

Um den Zugang zu Praktika im In‐ und Ausland zu erleichtern, gibt es die Zentrale Studien- und Karriereberatung, die Praxiskontakte vermittelt, eine Unternehmensdatenbank unterhält und bei der Praktikumsvorbereitung und -finanzierung berät.

Zur Erweiterung der Möglichkeiten einer individuellen, an Interessen, Neigungen und Berufswünschen orientierten Profilbildung können Module im Umfang von 30 KP aus anderen Lehrbereichen, wie zum Beispiel den Studiengängen M.Sc. „Neuroscience“ und M.Sc. „Biologie“ gewählt werden. Sie können zudem an anderen Hochschulen im In‐ und Ausland belegt werden. Insgesamt sollen die Module ein Schwerpunktthema bilden. Die offene Struktur des Studiengangs berücksichtigt, dass die Komplexität biomedizinischer Forschung einen interdisziplinären Ansatz erfordert. Auch ein Auslandsaufenthalt wird durch die Möglichkeit, 30 KP extern zu erbringen, organisatorisch erleichtert. Da 30 KP der Studienleistung eines Semesters entsprechen, kann ein ganzes Semester im Ausland studiert werden. Dazu eignet sich besonders das zweite oder dritte Semester. Weitere Optionen ergeben sich durch Belegung des Moduls „External Research Project Molecular Biomedicine“ (gsw160) im Umfang von 15 KP, in dem ein individuelles Forschungsprojekt an einer anderen Hochschule oder Forschungseinrichtung im In- und Ausland durchgeführt wird. Im Rahmen des bi-nationalen Medizinstudiums des Modellstudiengangs Humanmedizin der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften sind ebenfalls hochschulische Kooperationen mit der Hochschulmedizin in Groningen an der European Medical School Oldenburg-Groningen möglich. Der Studiengang entspricht der Lissabon-Konvention, sodass die Anerkennung von Qualifikationen im Hochschulbereich in der europäischen Region gewährleistet ist.

Prüfungen

  • Die allgemeinen Regelungen zu Prüfungen in Fach-Masterstudiengängen der Fakultät VI sind in der Prüfungsordnung verankert.
  • Wissenschaftliches und klinisches Fachwissen, sowie interdisziplinäres Fachwissen und theoretische Methodenkompetenz werden vorwiegend in Klausuren oder mündlichen Prüfungen bewertet.
  • Experimentelle Methodenkompetenz wird durch fachpraktische Übungen, Praktikumsberichte oder Portfolios nachgewiesen. Praktikumsberichte und Präsentationen demonstrieren die Darstellung und kritische Diskussion eigener Forschungsergebnisse, sowie den Umgang mit wissenschaftlicher Fachliteratur, einschließlich Recherche, Verstehen und Verknüpfen fachwissenschaftlicher Texte.
  • Selbständiges wissenschaftliches Arbeiten wird primär mit der Masterarbeit und in Praktikumsberichten der Research Modules nachgewiesen.
  • Überfachliche Methoden-Kenntnisse werden primär durch fachpraktische Übungen oder Portfolios geprüft. Die Fähigkeit zur überfachlichen Einordnung biomedizinischer Ansätze und Ergebnisse in den gesellschaftlichen, ökonomischen, ethischen Kontext wird primär durch Hausarbeiten geprüft.
  • Das Master-Abschlusskolloquium findet im Rahmen des Mastabschluss-Moduls als Vortrag und mündliche Prüfung zur Masterarbeit statt.
  • Vertiefte Sprachkompetenz in wissenschaftlichem Englisch ist durch Präsentationen und Hausarbeiten nachzuweisen.
  • Die Prüfungsverwaltung (An- und Abmeldung, sowie die individualisierte Bekanntgabe der Bewertungen) erfolgt über Stud.IP, die e-Learning Plattform der Universität Oldenburg.
  • Studierende, die wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Beschwerden bzw. Behinderung, aufgrund der Schutzbestimmungen des Mutterschutzes oder wegen der Betreuung eines eigenen Kindes nicht in der Lage sind, Modulprüfungen in der vorgeschriebenen Form abzulegen, können laut § 11 Abs. 18 der Prüfungsordnung gleichwertige Modulprüfungen in einer anderen Form erbringen.
(Stand: 21.08.2020)