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Jonas Traudes

Kurzvita

Jonas Traudes studierte Musikologie an der Karl-Franzens-Universität Graz und der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Er schloss sein Studium 2011 mit einer Masterarbeit zur Gitarrenvirtuosität in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ab. Er war außerdem Schüler von Prof. Johann Palier im Lehrgang Klassik (Gitarre) des Johann-Joseph-Fux-Konservatoriums Graz und arbeitete als studentischer Mitarbeiter am Institut für Musikästhetik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Seit 2011 lebt Traudes in Berlin und forscht im Rahmen seiner Promotion zur öffentlichen Wahrnehmung virtuos musizierender Kinder um 1800. Seit 2012 ist er Promotionsstipendiat der Gerda Henkel Stiftung, seit 2013 Mitglied im Unabhängigen Forschungskolloquium für musikwissenschaftliche Geschlechterstudien.

Dissertationsprojekt

Mit der Dissertation „Adoration & Observation: Virtuos musizierende Kinder in der Öffentlichkeit um 1800“ soll das öffentlich verhandelte Interesse beleuchtet werden, das sich zu dieser Zeit in Europa auf das Phänomen des außergewöhnlich musikalischen Kindes und seines performativen Auftritts richtete. Damit soll nicht zuletzt der weit verbreiteten Vorstellung, dieses Phänomen hätte seinen Ursprung in der Begabung W. A. Mozarts und dem Ehrgeiz seines Vaters Leopold eine stärker historisierende Darstellung entgegengesetzt werden. Rekonstruiert werden zum einen die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen sich ein öffentliches Interesse ausbildete, zum anderen die Wissenskomplexe, die dieses Interesse beförderten und formten. Dazu werden drei Beispiele der damals besonders bekannt gewordenen Kindervirtuosen in ihrem Verhältnis zur Öffentlichkeit detailliert untersucht: der Organist William Crotch, der Violinist Hippolyte Larsonneur und die Harfenistin Isabella Rudkin. Adoration und Observation bezeichnen die ineinander verflochtenen Perspektiven auf das Phänomen, die allen herangezogenen Beispielen gemeinsam waren. Virtuos musizierende Kinder wurden um 1800 als Verkörperungen ästhetischer Ideale ebenso angesehen, wie als pädagogische Objekte oder aufschlussreiche Exemplare wissenschaftlicher Sachverhalte.

Veröffentlichungen

„Musikalische Virtuosität im Werkparadigma: Eine Diskurskritik“, in: Virtuosität (= ANKLAENGE 2013. Wiener Jahrbuch für Musikwissenschaft), hg. von Patrick Boenke und Cornelia Szabó-Knotik, Wien 2013, S. 11-37.

„Topos und Utopos des 'Innermusikalischen': Zur Objektivität und Kontextualität von Musik“, in: Umfang, Methoden und Ziele der Musikwissenschaften, hg. von Malik Sharif u. a., Wien u. a. 2013 (Musikwissenschaft 18), S. 107-121.

„Ästhetik der Anstrengung. Performative Körperlichkeit in Gustav Mahlers Sinfonien“, in: The Body Is The Message, hg. von Beathe Flath u. a., Graz 2012 (music|media|publishing 2), S. 15-26.

„Die venezianische Oper im 17. Jahrhundert. Eine populäre Unterhaltungsform?“, in: Musicologica Iuvenis 1 (2010), S. 3-14.

 

Musik-Whvoebmajqsteberxhn21 (musi2ueqyk@uol.deqtymf) (Stand: 07.11.2019)