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Lisbeth Suhrcke

Kurzvita

Lisbeth Suhrcke studierte in Leipzig und Bremen Kulturwissenschaft, Musikwissenschaft, Soziologie und Journalistik. Seit ihrer Beschäftigung mit den Science and Technology Studies interessiert sie sich für wissenschaftshistorische Fragen. Sie schloss ihr Studium mit einer diskursgeschichtlichen Arbeit über Neue Medien in der Museumsvermittlung ab.

Dissertationsprojekt

Schriftstellerin | Wissenschaftlerin
Das publizistische Werk von Marie Lipsius (1837-1927) in der formativen Phase der Musikwissenschaft. Ein Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte

Unter dem Pseudonym La Mara veröffentlichte die aus einer bildungsbürgerlichen Leipziger Familie stammende Marie Lipsius in Herbst 1867 ihre ersten Artikel. Es waren biographische Skizzen über Robert Schumann, Frédéric Chopin und Franz Liszt, mit denen Lipsius ihre Arbeit als Biographin begründete. Ihre zahlreichen Zeitschriftenartikel und Sammelbände wurden zu populären Medien der Musikvermittlung, doch unter Kollegen provozierte sie mit ihren Publikationen die Frage, ob und wenn ja in welcher Form ihre Texte anerkannter Teil der Musikforschung sein könnten.

Um das Fach als universitäre Disziplin etablieren zu können, wurden nämlich Grenzen gezogen, die bis weit ins 20. Jahrhundert Bestand haben sollten: Das Kunstwerk wurde von der Künstlerbiographie getrennt, der Komponist von der Interpretin, die philologische Quellenarbeit von einer Geschichtsschreibung aus persönlicher Erinnerung, Wissenschaft von Populärkultur. Der Reiz liegt darin, das individuelle Handeln von Marie Lipsius in Beziehung zu setzen zu den wissenschaftshistorischen Entwicklungen gegen Ende des 19. Jahrhunderts. So wird die Autorin als historische Figur gewürdigt und gleichzeitig die Geschichte der Musikwissenschaft ein Stück weit konkreter.

Musaeik-Wotjebmaster (musi9+vwik@uo7wrsl.dvage) (Stand: 07.11.2019)