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Ablaufplan des Symposiums

  • Symposium_Programm_2018 13. ZwischenZeiten Symposium "Rumänische Musik im Kontext"; Zeit & Ort: 2.-4. November 2018 Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst

13. ZwischenZeiten Symposium

2. - 4. November 2018
Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst

Symposiumprogramm

Eröffnung     Freitag, 18:00 Uhr

Konzert         Samstag, 9:00 bis 18:00 Uhr

Symposium  Sonntag, 9:00-15:00 Uhr

 

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in Kooperation mit dem Hanse-Wissenschaftskolleg (HWK) Delmenhorst

Die Symposienreihe ZwischenZeiten und die dazugehörige Publikationsreihe ist ein Versuch, das Phänomen Musikanalyse aus verschiedenen Perspektiven unserer Zeit zu betrachten. Es ist sowohl eine Untersuchung "Zwischen Zeiten" als auch eine Untersuchung zwischen "Ost und West".

Seit vielen Jahren unternehmen wir diese so aktuellen und nötigen Untersuchungen (mit einem Expertenteam um eine Kern-Gruppe von Musikwissenschaftlern herum), die durch die Analyse und Reflexion über die Musik verschiedener Epochen und verschiedener Teile der Welt die Wahrnehmung des Phänomens Musik in unserer Zeit ermöglichen.

Dieser Prozess der Erkenntnis hat auch eine außermusikalische Konnotation:
Man sagt, dass die Musik eine universale Sprache sei. Auf einer tieferen Schicht der Musikgeschichte und auch hinsichtlich der Musik unserer Zeit stimmt das jedoch nicht. Das Verständnis für die Korrespondenz zwischen verschiedenen musikalischen Denkweisen kann zu einem sinnvollen Verständnis der menschlichen Kommunikation führen.

Es ist deswegen wichtig, neue Methoden der Werkanalyse zu finden und zu erfinden, um eine Brücke "Zwischen Zeiten" und zwischen "Ost und West" nachvollzierbar zu machen.

 

 

Rumänische Musik im Kontext

 

Das musikwissenschaftliche Symposium ZwischenZeiten findet seit 2006 in Oldenburg bzw. im HWK-Delmenhorst (Hanse-Wissenschaftskolleg) statt. Ziel des jährlich stattfindenden Symposiums ist es eine Brücke zwischen den Welten der Musik West- und Südosteuropas zu schlagen. Das Symposium ist so konzipiert, dass ein ausgewählter musikwissenschaftlicher Untersuchungsbereich im Vorfeld der Tagung von den TeilnehmerInnen erarbeitet wird (jeweils einem/r aus der West-Europäischen und einem/r aus dem Ost-Europäischen Raum). Den Auftakt des Symposiums selbst bildet ein Gesprächskonzert, in dem Werke präsentiert werden, die zum ausgewählten Untersuchungsbereich gehören. Während der Tagung werden die Ergebnisse in Vorträgen präsentiert und im Anschluss daran zur allgemeinen Diskussion gestellt: diese Diskussionen bilden das eigentliche Herzstück der Tagung. Sie werden durch den Expertenkreis ergänzt und aktiv mitgestaltet. Der Expertenkreis setzt sich aus WissenschaftlerInnen verschiedener Disziplinen (Philosophie, Biologie, Literaturwissenschaft) zusammen, deren Aufgabe es ist, eine objektive Reflektion der Untersuchungsergebnisse zu ermöglichen und die fächerübergreifende Kommunikation zu fördern.

Dem Titel Rumänische Musik im Kontext setzen sich die MusikwissenschaftlerInnen in der diesjährigen Tagung mit Fragen des interkulturellen Austauschs auseinander. Dieser stellte KomponistenInnen insbesondere in der Zeit politischer Trennung zwischen Welten vor große Herausforderungen. Zum einen existierte eine politische Kontrollinstanz, die in verschiedenen Länder des Ostblocks unterschiedlich stark gewirkt hat (von totalem Verbot bis zu relativer Freiheit in Ländern ohne gemeinsame Grenzen mit der UDSSR). Zum anderen wünschten sich KünsterInnen die Möglichkeit in Einklang mit der musikalischen Welt des Westens zu kommen. So lebten sie Jahrzehnte lang zwischen Skylla und Charybdis. Einige fanden kreative Prozesse aus denen musikalische Signaturen entstanden sind. Charakteristisch für diese Signaturen ist die starke Verbindung zu eigenen musikalischen Quellen einerseits (byzantinische Musik, traditionelle Musik, klassische Musik) und die Anwendung von aktuellen Kompositionsmethoden bis hin zu grenzüberschreitenden Techniken andererseits.

Der Vertiefung des Verständnisses für derartige Denkprozesse, die auch durch vergleichende Analysen erreicht werden können, entstehen Untersuchungsmethoden und Betrachtungsmodelle, mit denen auch musikalische Phänomene von heute beurteilt werden können. An die Stelle der politischen Grenzen treten dabei andere Typen von Grenzen, die vielleicht nicht so offensichtlich sind, aber die bei genauerer Betrachung nicht weniger wirksam sein könnten. Die Definition der eigenen musikalischen Sprache ist heute mehr denn je wichtig und stellt KünstlerInnen vor große Herausforderungen. Durch die Analysen und Untersuchungen sollen Kriterien erarbeitet werden, mit denen sich derartige Prozesse beschreiben und interpretieren lassen. Dabei werden u. A. handwerkliche Aspekte, der Umgang mit dem angewandten Material, und die Verbindung mit unterschiedlichen musikalischen und außermusikalischen Quelle untersucht.

Webmaster (Stand: 08.10.2018)