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Hauptsache experimentell? Tendenzen des deutschen Musiktheaters in den 1950ern                       

I. Knoth

Di. wöchentlich     16:00-18:00     A09 0-017

 

„Musiktheater, das war und ist die moderne Sicht auf die Opernstoffe“ (Nora Eckert, 1995). Das Musiktheater der Nachkriegszeit lässt sich aber nicht nur auf eine „moderne Sicht“, d.h. eine neue Sichtweise auf alte Stoffe und Neuinszenierungen bekannter Werke unter neuen Primissen beschränken, sondern brachte auch zahlreiche neue musikalische Formen hervor. Auf der Suche nach szenischer Wahrhaftigkeit wurde gemäß schnellem Wandel unterlegenem Geschmack in zahlreichen Neukompositionen beispielsweise mit Sprache, Stimme und anderen klangliche Komponenten in den verschiedensten Gestalten experimentiert. Neben Literatur-, Märchen- und Zauberoper wurden u.a. auch erste Versuche mit Film- und Fernsehopern gestartet. Um einen Einblick in diese Zeit der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen zu gewinnen, werden Werke u.a. von Wolfgang Fortner, Werner Egk, Hans Werner Henze, Winfried Zillig, Paul Hindemith und Boris Blacher unter Beachtung soziopolitischer und kulturgeschichtlicher Entwicklungen näher beleuchtet. 

Musi+/zozk-W3narjebmass8dxvter (musik@utaol.de6azu) (Stand: 07.11.2019)