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Ausgestoßen und mittendrin. Individuum und Gesellschaft in Leoš Janáčeks Opern

(in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Oldenburg)

M. Unseld

Mi 10 – 12 h, A09 0-017


Der tschechische Komponist Leoš Janáček hat in seinen Opern immer wieder das spannungsvolle Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft thematisiert: Jenufa scheitert an der Dorfgesellschaft, die ein uneheliches Kind nicht akzeptieren kann, Katja Kabanova scheitert an ihrer Ehe mit Tichon und einer Familie, in der individuelle Freiheit inakzeptabel ist. Das Seminar bietet einerseits einen Ein- und Überblick in das Opernschaffen Janáčeks, andererseits thematisiert es das Konfliktpotential zwischen Individuum und Gesellschaft, insbesondere auch vor dem Hintergrund einer Gesellschaft, die sich nach 1900 in einen Modernisierungs- und Emanzipationsprozess begibt.


Das Seminar findet in Kooperation mit dem Staatstheater Oldenburg statt. Am 10. März 2012 hat dort Janáčeks Oper Katja Kabanova Premiere.

(weitere Informationen: http://www.staatstheater.de/20112012/oper1/katja-kabanova.html)


Bestandteil des Seminars ist das eintägige Symposium, das in Kooperation mit dem Staatstheater und unter Beteiligung von Prof. Dr. Gun-Britt Kohler (Slavistik), Prof. Dr. Stefan Weiss (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover) und Prof. Dr. Melanie Unseld am 11. Mai 2012 stattfindet. Am Abend besteht die Möglichkeit eines gemeinsamen Opernbesuchs.


Musik-Woqebm4/waster (musnl8r+ik@gouol.demcv) (Stand: 21.08.2020)