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Roaring Twenties: Musik der Neuen Sachlichkeit

Mit seinem Mackie Messer Song („Und der Haifisch…“) schuf Kurt Weill ein musikalisches Emblem der Weimarer Republik, das bis heute nichts an seiner Popularität eingebüßt hat. Die Ballade vom Gangsterkönig steht für eine neue Faszination für die Unterwelt und Außenseiter der Gesellschaft, aber auch für den gelungenen Versuch, musikalische Avantgarde und populäre Musik zu verbinden und einen Hit zu landen. Weill und seine Komponistenkollegen diskutierten im experimentierfreudigen Berlin der 1920er Jahre erstmals eine Reihe von Fragen, die unser Musikleben bis heute bestimmen: Wie erreicht man als Komponist ein Publikum, das über den engen Kreis der bildungsbürgerlichen Zuhörer hinausgeht? Wie kann Musik angemessen auf die Gegenwart reagieren und aktuell sein? Wie verändern neue Technologien (Grammophon, Radio und Film) unser Komponieren, Musizieren und unser Hören von Musik? Diese und weitere Fragen werden wir im Seminar an ausgewählten Werken und Texten von Kurt Weill, Berthold Bertolt Brecht, Paul Hindemith, Ernst Toch, Friedrich Holländer u.a. untersuchen.

Einführende Literatur:

  • Kurt Weill, Musik und musikalisches Theater. Gesammelte Schriften, hrsg. von Stephen Hinton und Jürgen Schebera, Mainz 2000.
  • Nils Grosch, Musik der Neuen Sachlichkeit, Stuttgart 1999.
Muly/3ssile/k-We3wrdvbmasterxslw (musikmm@uobamml.de) (Stand: 07.11.2019)