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Sound, Salon und Sentimentalität: die Nocturnes Fréderic Chopins

Chopins Nocturnes sind kurze Klavierstücke für die Pariser Salons der 1830er Jahre. Dort wurden sie u.a. von Chopin selbst und überwiegend von Frauen gespielt. Lange galten sie in weiten Kreisen der deutschen Musikkritik als salonmusikalischer Kitsch, als Beispiele verweiblichten und verweichlichten Komponierens. Im Seminar widmen wir uns ausgewählten Nocturnes und wollen verstehen, was ein Nocturne ist, wie Chopins Nocturnes komponiert sind und welche Stücke ihm als Vorbilder dienten. Außerdem interessiert uns, inwiefern diese Stücke zugleich Teil weiblicher Identitätskonstruktion und Gegenstand musikalischer Urteilsbildung (gut und schlecht, high and low etc.) waren und welche Rolle dabei Kategorien wie Salonmusik und Sentimentalität spielen.

Einführende Literatur:

  • Frédéric Chopin, Nocturnes, Henle-Verlag, München 1990.
  • Jeffrey Kallberg, Chopin at the Boundaries. Sex, History and Musical Genre, Cambridge, 1996.
Muszfx0fik-Webmaspbter (musizqnk@uol.deegn+) (Stand: 07.11.2019)