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Von der Phonographenwalze zum Smartphone – Tonträger in Geschichte und Gegenwart

(Bachelor: BM3 Musik und Medien, AM3d Musik und Medien)

Fr 10 - 12 Uhr, A10 0-Studio E
Dozentin: Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer

Der individuelle Gebrauch und die Verbreitung von Musik sind ohne technische Fixierung und Bearbeitung kaum mehr denkbar. Neben der unmittelbaren Verbreitung von Musik im Konzertsaal, in Clubs und anderen öffentlichen Räumen oder der mittelbaren in Radio, Fernsehen, Film … hat der Tonträger eine Schlüsselfunktion im Musikprozeß des 20. Jh. eingenommen. Was Ende des 19. Jahrhunderts mit der Phonographenwalze und den Schellackplatten begann, schrieb ab Mitte des vorigen Jahrhunderts mit dem Aufkommen von Singles und Langspielplatten, Musikkassetten, später CDs Medienmusikgeschichte. Angesichts der Verbreitung von Musik über alle nur denkbaren Speicher- und Ausspielwege (Internet, Handy) verliert der physische Tonträger seine Bedeutung. Die Musikwirtschaft und insbesondere die Tonträgerindustrie ringen seit Jahren um neue Geschäftsmodelle, um aus der auch durch diese Veränderungen hervorgerufenen Umsatzkrise zu kommen.

Während des Seminars wird anhand konkreter Tonträgerformate dem Zusammenhang von technologischen Möglichkeiten, Klangqualität, musikalischen Stilistiken, sozialem Gebrauch, regionalen Besonderheiten und wirtschaftlicher Organisation des Musikprozesses systematisch nachgehen. Zu diesem Thema gibt es viele interessante Quellen (Anschauungsobjekte, wissenschaftliche Texte, Zeitzeugenberichte, Branchenstatements etc.), die nach einer historischen und systematischen Einführung in studentischen Referaten vorgestellt, ausgewertet und diskutiert werden sollen.

Musik-Wje4ebtrpimastfsernv8q (musilw/k@uol.de) (Stand: 07.11.2019)