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Mehr Wissenschaft für gesellschaftliche Debatten

Wissenschaftliche Erkenntnisse für gesellschaftliche Debatten nutzen – das ist das Ziel des neuen Förderprogramms „Zukunftsdiskurse“ des Landes Niedersachsen. Drei Oldenburger Projekte konnten bei der Ausschreibung überzeugen.

In den Dialog kommen: Die "Zukunftsdiskurse" bringen Wissenschafter und Vertreter aus der Gesellschaft an einen Tisch. Foto: iStock/fotostorm

Wissenschaftliche Erkenntnisse für gesellschaftliche Debatten nutzen – das ist das Ziel des neuen Förderprogramms „Zukunftsdiskurse“ des Landes Niedersachsen. Drei Oldenburger Projekte konnten bei der Ausschreibung überzeugen.

Unter Leitung der Wirtschaftspädagogin Prof. Dr. Karin Rebmann setzen sich Wissenschaftler, Praktiker und Experten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Diskussionsrunden mit einer nachhaltigen Wirtschaftsordnung auseinander. Im zweiten Projekt geht es darum, wie unsere gesellschaftlichen Vorstellungen von der Zukunft entstehen und warum sich bestimmte Sichtweisen gegenüber anderen durchsetzen. Der Amerikanist Prof. Dr. Martin Butler sowie der Sportsoziologe Prof. Dr. Thomas Alkemeyer und Prof. Dr. Paul Mecheril, Hochschullehrer für Interkulturelle Pädagogik, leiten das Vorhaben. Ein weiteres Projekt der Oldenburger Wirtschaftsdidaktiker Prof. Dr. Dirk Loerwald und Prof. Dr. Dr. Hans Kaminski soll Wirtschaftswissenschaftler anregen, ihre Erkenntnisse stärker in die öffentliche Debatte einzubringen. Alle drei Projekte haben eine Laufzeit von 15 Monaten.

Modell einer nachhaltigen Wirtschafts- und Sozialordnung

In Rebmanns Projekt entwickeln Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen zusammen mit Praktikern ein Zukunftsmodell einer Wirtschafts- und Sozialordnung, das sowohl den Bedürfnissen der heutigen als auch der zukünftigen Generationen langfristig gerecht wird. Erste Impulse haben sie bereits in dem 2016 gestarteten Modellversuch „Innovationsprojekte und Innovationskompetenz für eine nachhaltige Entwicklung (InnoNE)“ erarbeitet. Auf dieser Grundlage entwickeln die Wissenschaftler innovative, aber realistische Ideen für die Gestaltung unserer zukünftigen Wirtschaft: In sogenannten Diskursarenen – mehrstündige Veranstaltungen mit wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Experten – erarbeiten und diskutieren sie ein Konzept, das klärt, welche Rollen beispielsweise Unternehmen, Konsumenten und der Staat dabei spielen, eine nachhaltige Wirtschaftsweise zu realisieren. Welche Mechanismen ermöglichen und stabilisieren eine nachhaltige Volkswirtschaft? Ihre Ergebnisse stellen sie schließlich in einer interaktiven Abschlussveranstaltung vor, welche die breite Öffentlichkeit einbindet. Die Ergebnisse des Projekts sollen unter anderem in Lehr-Lernmaterialien einfließen und konkrete Ansatzpunkte für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung liefern.

Wie wir in Zukunft zusammenleben

Das Projekt von Alkemeyer, Mecheril und Butler will herausarbeiten, auf welchen gesellschaftlichen Vorstellungen unser Denken über die Zukunft beruht und wie diese den Blick auf die Zukunft einengen. Welche Entwürfe künftigen gesellschaftlichen Zusammenlebens liegen beispielsweise der Debatte über die sogenannte Flüchtlingskrise oder den Klimawandel zugrunde? Und wer benutzt diese Entwürfe, um künftiges Handeln als notwendig darzustellen? Um für diesen Prozess zu sensibilisieren, werden sich die Wissenschaftler gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in sogenannten Zukunftswerkstätten mit zwei Themen auseinandersetzen, die unsere heutige Gesellschaft nach ihrer Ansicht besonders beeinflussen werden – Migration und Nachhaltigkeit. Diese Themen erforschen die Oldenburger Wissenschaftler bereits in mehreren Verbundprojekten. Ziel ist, bisherige Erkenntnisse zusammen mit der Öffentlichkeit zu reflektieren, die Debatte über Zukunft sachlicher zu machen und neue Ideen zu entwickeln, wie Zukunft gestaltet werden kann. Zum Abschluss diskutieren die Teilnehmer ihre Ergebnisse auf einem öffentlichen, interaktiven Symposium im Schlauen Haus.

Spannungsfeld Wirtschaft und Ethik

Das Projekt von Loerwald und Kaminski will dazu beitragen, die wirtschaftswissenschaftliche Debatte und den öffentlichen Diskurs am Beispiel des Spannungsverhältnisses zwischen Wirtschaft und Ethik zusammenzuführen. In verschiedenen Veranstaltungen wollen die Wissenschaftler des Instituts für Ökonomische Bildung (IÖB), ein An-Institut der Universität Oldenburg, gemeinsam mit Forschern der Universität sowie externen Wirtschaftsexperten und Politikern erarbeiten, welches Wissen über Wirtschaft die öffentliche Debatte bestimmt. Worin liegen möglicherweise die Defizite der Wirtschaftswissenschaften beim Erkenntnistransfer? Und wie können die Experten künftig wissenschaftspolitische Debatten, vor allem mit Blick auf ethische Fragen, versachlichen? In einer Abschlussveranstaltung erhält die interessierte Öffentlichkeit Einblick in die Projektergebnisse.

Presse & Kommunikation (Stand: 23.10.2018)