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Warum Oktopusse nie hitzefrei bekommen

Geballte Wissenschaft in zehn Minuten verständlich präsentieren – darum ging es beim 8. Oldenburger Science Slam. Fünf Oldenburger Nachwuchswissenschaftler traten an. Am Ende entschied sich das Publikum knapp für Jens-Steffen Scherer, der sein Faible für Oktopusse erklärte.

Das Goldene Gehirn geht an: Jens-Steffen Scherer! Neben ihm (v.l.) freuen sich auch Lisa Schmors, Charlotte Beelen, Sven Leach und Jelena Galojan.

Führten wieder galant durch den Abend: Bianca Brüggen und Michael Bottesch.

Freute sich auf und über die Veranstaltung: Vize-Präsidentin Esther Ruigendijk. Fotos: Robert Mitschke/Universität Oldenburg

Geballte Wissenschaft in zehn Minuten verständlich präsentieren – darum ging es beim 8. Oldenburger Science Slam. Fünf Nachwuchswissenschaftler stellten sich der Herausforderung in der ausverkauften Exerzierhalle. Zum Sieger gekürt wurde schließlich Jens-Steffen Scherer, Masterstudent am Department für Neurowissenschaften. Er konnte sich über das „Goldene Gehirn“ und ein Preisgeld in Höhe von 150 Euro freuen, gestiftet von der Graduiertenakademie der Universität.

„Warum Oktopusse nie hitzefrei bekommen“ – mit diesem Thema traute sich Scherer erstmals als Science Slammer auf die Bühne. Mit Erfolg: Sein Vortrag über die Fähigkeit des Lernens und die dafür zuständigen synaptischen Prozesse im menschlichen Gehirn traf den Nerv des Publikums. 150 Gäste waren aufgefordert, die Darbietungen aller fünf Science Slammer mit unterschiedlich dosiertem Beifall, festgehalten vom „Slam-o-Meter“, zu bewerten. Scherer gewann schließlich knapp im Stechen mit Charlotte Beelen, Promovendin im DFG-Graduiertenkolleg „Molecular Basis of Sensory Biology“. In ihrem Vortrag stellte sie den „Supersinn“ Sehen vor. Für ihre besonders forschungsnahe Präsentation erhielt Beelen den mit 100 Euro dotierten Sonderpreis des Forschungszentrums Neurosensorik.

Auch sonst war der Science Slam in diesem Jahr fest in der Hand der Oldenburger Neurowissenschaftler: Lisa Schmors (Masterstudentin „Neuroscience“) sprach über den Herzschrittmacher der Zukunft, Jelena Galojan (Masterstudentin „Neurocognitive Psychology“) über Emotionen, die die zeitliche Aufmerksamkeit beeinflussen und Sven Leach (Masterstudent „Neurocognitive Psychology“) über evolutionäre Algorithmen. Die Studierenden belegten die Plätze drei bis fünf und wurden mit Abonnements von Fachzeitschriften belohnt.

Erneut im Programm des Science Slam war das „Power-Point-Karaoke“: Zwei Professoren präsentieren den Vortrag des jeweils anderen – spontan und ohne das Thema zu kennen. Prof. Dr. Michael Winklhofer, Experte für die sensorische Biologie von Tieren, und der Amerikanist Prof. Dr. Martin Butler bewiesen dabei großes Improvisationstalent. Aus der Professorenschaft „traute“ sich zudem Prof. Dr. Anja Bräuer auf die Bühne: Außer Konkurrenz referierte die Anatomin über „Liquide und Alzheimer“.

Organisatoren der Veranstaltung sind das Forschungszentrum Neurosensorik, die Graduiertenakademie und die Graduiertenschulen für Geistes- und Gesellschaftswissenschaften (3GO) sowie für Naturwissenschaft und Technik (Oltech) der Universität Oldenburg. Der Science Slam wird in Kooperation mit dem Oldenburgischen Staatstheater durchgeführt.

Presse & Kommunikation (Stand: 19.10.2018)