Navigation

Aufbau, Inhalt, Profile und Wahlmöglichkeiten

Hinweis:

Dieser Leitfaden (vom 7.1.2009) gilt für Studierende, die sich ab dem WS 06-07 bis zum WS 09-10 eingeschrieben haben. Für Studierende, die im WS 04-05 oder im WS 05-06 begonnen haben, gilt der alte Leitfaden. Für Studierende, die ab dem WS 10/11 angefangen haben zu studieren, gilt der neue Leitfaden.

Inhalt:

1. Allgemeines

2. Aufbau des Studiums

3. Erläuterung der Profile

4. Modulübersicht

5. Beispielhafte Modulbeschreibung


___________________________________________________________________

 
Ansprechpartner:    
   

Drs. Hans Beelen
Lehrkraft für besondere Aufgaben
joha/lpv8nn7445wes.bunrjeelen3y@uvltol.dcvexf1
Tel: 0441-798-4581
Raum: A10-1-111
Sprechstunde: montags 15-16


1. Allgemeines

Der Bachelor of Arts (B.A.) umfasst ein dreijähriges Studium und ist ein berufsqualifizierender Abschluss, mit dem man sich auf dem Arbeitsmarkt bewerben kann. Aufbauend auf den B.A. kann nach weiteren zwei Jahren auch ein Master of Arts (M.A.) erworben werden. Neu an diesen international anerkannten Abschlüssen sind die stärkere Strukturierung sowie die studienbegleitenden Prüfungen, die ein kontinuierliches Lernen fördern und gerade zu Beginn des Studiums den Einstieg erleichtern. Der B.A. zeichnet sich durch eine deutliche Praxisorientierung aus, die Auslandsaufenthalte, Praktika, Wissenschaftsenglisch, Kommunikation/Rhetorik sowie Bewerbungstraining umfassen kann und damit konkret auf das Berufsleben vorbereitet.

Niederländisch kann als eines von zwei Hauptfächern studiert werden. Im 2-Fächer-Bachelor lässt sich Niederlandistik grundsätzlich mit allen anderen BA-Angeboten der Universität kombinieren. Nur wer einen Master of Education (M.Ed.) anstrebt, ist an bestimmte Fächerkombinationen gebunden: Für den M.Ed. Wirtschaftspädagogik muss Niederlandistik mit Wirtschaftswissenschaften kombiniert werden, für das Lehramt an Haupt- und Realschulen mit Anglistik, Elementarmathematik, Germanistik oder ökonomischer Bildung; für das Lehramt an Gymnasien mit Anglistik, Germanistik, Mathematik oder Musik. 

Begriffserläuterungen:

B.A.    Bachelor of Arts
M.A.   Master of Arts
M.Ed. Master of Education
KP      Kreditpunkte
AM     Aufbaumodul
SE     Seminar
SWS  Semester Wochen Stunden
ECTS European Credit Transfer and Accumulation System
PVO   Lehramtsprüfungsverordnung
VL      Vorlesung
Ü       Übung
WS    Wintersemester
SS     Sommersemester

Professionalisierungsbereich:

Der Professionalisierungsbereich dient der Berufsfeldorientierung. Er unterstützt den Übergang in die anschließende Berufstätigkeit, zum fachwissenschaftlichen Master oder zum lehramtsbezogenen Master of Education.

Kreditpunkt:

Für erfolgreich absolvierte Lehrveranstaltungen erhalten die Studierende Kreditpunkte (KP), die sich nach dem erforderlichen Arbeitsaufwand bemessen. Ein KP entspricht etwa 25-30 Arbeitsstunden.

Wenn ein Seminar beispielsweise mit 6 KP verpunktet ist, erfordert es einen Arbeitsaufwand von 180 Stunden (maximal). Ein Semester läuft über 14 Wochen, auf die sich die Arbeitszeit verteilt. Bei zwei Semesterwochenstunden (also zum Beispiel einer wöchentlich stattfindenden, zweistündigen Veranstaltung) werden von 180 Stunden 28 für die Unterrichtszeit berechnet. Die übrige Zeit ist vorgesehen für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, für Referate und für die Erstellung der Seminararbeit oder anderer Prüfungsleistungen (siehe auch die beispielhafte Modulbeschreibung). In einem Fach wie Niederlandistik wird mit fortschreitendem Studium der größte Teil der Kreditpunkte für das Lesen von Texten veranschlagt werden. Dieses Punktsystem hat zum Ziel, das Studium und den Arbeitsaufwand transparent und vergleichbar zu machen. Wenn etwa zur Vorbereitung Texte zu lesen sind, wird je nach Schwierigkeitsgrad ein Durchschnittswert an Seiten zugrunde gelegt, die in einer Stunde zu lesen sind.

Pro Studienjahr werden in der Regel 60 KP erworben. Nach drei Jahren ergibt sich dann eine Punktzahl von 180 KP, die sich auf die beiden Fächer und den Professionalisierungsbereich verteilen.

Modul:  

Ein Modul setzt sich aus mehreren Lehrveranstaltungen zusammen, die inhaltlich aufeinander abgestimmt sind. Es gibt Pflichtmodule und Wahlmodule.

Workload:  

Arbeitsaufwand
 

2. Aufbau des Studiums

Dies stellt nur ein Beispielsverlaufsplan da. So könnte Ihr Studium Niederlandistik geplant werden, muss aber nicht. Lassen Sie sich von dem Fachstudienberater Herrn Beelen beraten bzgl. Ihrer individuellen Situation und Planung.          

Bild


Erläuterung der Graphik und Studienverlaufsplan:

Für den Bachelor Niederlandistik werden keine Kenntnisse des Niederländischen vorausgesetzt. Im übersichtlichen, straff organisierten ersten Studienjahr werden daher zunächst die Grundlagen der niederländischen Sprache vermittelt (Basismodul 1). Im sprachpraktischen Unterricht werden die Studierenden im Bereich der Fertigkeiten Lesen und Hören schnelle Fortschritte machen. Ziel ist, dass sie bis spätestens zum Ende des BA-Studiums das gleiche Niveau auch im Schreiben und Sprechen des Niederländischen erreichen.

Das Basismodul 2 dient dazu, grundlegende kulturhistorische Kenntnisse über die Niederlande und Flandern zu vermitteln und dadurch zugleich den Spracherwerbsprozess zu vertiefen. 

Zudem wird im ersten Studienjahr im Basismodul 3 mit zwei Einführungsseminaren ein Überblick über die niederländische Literatur- und Sprachwissenschaft geboten.

Die Basismodule 2 und 3 führen zugleich im Umfang von 6 KP auch in die Grundlagen des fachdidaktischen Denkens und Arbeitens ein.

Im Professionalisierungsbereich werden zu Beginn des Studiums Überblicksvorlesungen angeboten, die Grundkenntnisse in Bereichen wie Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte, Musik oder Literatur vermitteln und das Studium des eigenen Fachs in größere Zusammenhänge einbetten.

Im zweiten Studienjahr werden zwei kleinere Pflichtmodule belegt. Das erste dieser beiden (AM1) ist ein Sprachpraxis-Modul für Fortgeschrittene. Darin werden die Sprachfertigkeiten in allen Bereichen weiter vertieft.

Das zweite Pflichtmodul (AM2) beinhaltet zwei Vorlesungen, in denen die Studierenden die Geschichte der niederländischen Sprache und Literatur kennen lernen. Es wird empfohlen AM2 im zweiten Studienjahr zu belegen, es kann ggf. auch im dritten Studienjahr studiert werden.

Aufbauend auf diese beiden Pflichtmodule ist im zweiten Studienjahr bereits eine individuelle Schwerpunktsetzung möglich. Drei Profile stehen dabei zur Auswahl:

  • Niederländische Philologie
  • Vermittlung der Niederländischen Sprache und Kultur
  • Kultur und Landeswissenschaft

Die Studierenden entscheiden sich am Anfang des zweiten Studienjahres für eines der genannten Profile (für eine Erläuterung der Profile siehe Kapitel 3). Im Rahmen des gewählten Profils belegen sie weitere Aufbaumodule. 

Jedes Semester werden sowohl Aufbaumodule im Bereich der niederländischen Sprach- und Literaturwissenschaft (AM3 und 4), als auch kultur- und landeswissenschaftliche Module (AM7-11) angeboten, zum Teil in Kooperation mit anderen Fächern dieser Universität (eine Modulübersicht finden Sie unter 4.). Diese Aufbaumodule können, aber müssen nicht im zweiten Jahr studiert werden. Auch das fünfte Semester bietet sich dafür- abhängig von der individuellen Planung- noch an.

Im dritten Studienjahr kann ein Seminar in entweder Sprach- oder Literaturwissenschaft belegt werden, das auf die Erstellung der Bachelorarbeit vorbereitet. Voraussetzung für die Belegung dieses BA-Abschlussmoduls ist, dass ein entsprechendes Aufbaumodul aus dem Bereich Sprach- oder Literaturwissenschaft belegt wurde (das heißt: AM 3 oder AM 5, wenn die Bachelorarbeit ein literaturwissenschaftliches Thema haben soll und AM 4 oder AM 6, wenn sie ein sprachwissenschaftliches Thema haben soll).

Für die BA-Arbeit in der Niederlandistik sind neben sprach- und literaturwissenschaftlichen auch fachdidaktische und übersetzungstheoretische Fragestellungen möglich, unter bestimmten Rahmenbedingungen auch Fragestellungen aus Bereichen außerhalb der Niederlandistik (näheres dazu in der Prüfungsordnung). Für die Erstellung einer BA-Arbeit in der Niederlandistik liegt auch ein Leitfaden vor (siehe uol.de/niederlandistik/19933.html).

Prüfungsergebnisse und Diplom: Das Hochschuldiplom wird eine Abschrift mit folgenden Daten enthalten: die Aufstellung der absolvierten Kurse, erworbene Leistungspunkte, erzielte lokale Noten, ECTS-Noten (transcript of records).

Dem Hochschuldiplom wird als Anlage eine individuelle Auflistung der Art, der Stufe, des Kontextes und des Status der vom Graduierten erbrachten Studienleistungen beigefügt (diploma supplement).

3. Erläuterung der Profile

Ab dem zweiten Studienjahr erfolgt eine individuelle Schwerpunktsetzung.  In Hinblick auf das angestrebte Berufsziel können die Studierenden zwischen unterschiedlichen Profilen wählen:

1)     Niederländische Philologie

2)     Vermittlung der niederländischen Sprache und Kultur (LA GYM, Wirtschaftspädagogik, (G)HR)

3)     Kultur und Landeswissenschaft

Da die Anforderungen des Profils Vermittlung zu großen Teilen von der offiziellen Prüfungsordnung (MAVO- 2008) bestimmt sind, kann für diejenigen Studierenden, die einen Abschluss als M.Ed. anstreben, im Aufbaucurriculum keine Wahlmöglichkeit geboten werden.


1) Niederländische Philologie (Vier Pflichtmodule AM1 – AM4)

Der Schwerpunkt Niederländische Philologie konzentriert sich auf die Vermittlung der Kernkompetenzen in den Bereichen Literatur- und Sprachwissenschaft. Daneben gehört Sprachpraxis für Fortgeschrittene und die Vermittlung von Überblickswissen bezüglich der historischen Aspekte der niederländischen Sprache und Kultur zum Programm.

AM1 Das Aufbaumodul AM 1: Sprachpraxis für Fortgeschrittene soll im 3. Semester belegt werden; es baut auf das Basismodul 1: Sprachpraxis des ersten Studienjahres auf. Ziel ist es, die aktive und rezeptive Beherrschung der niederländischen Sprache im Laufe des Bachelorstudiums zu einem Level zu führen, das dem Niveau B2-C1 des Europäischen Referenzrahmens für Fremdsprachen entspricht.

AM2 Das Aufbaumodul AM2 konzentriert sich in zwei Vorlesungen einerseits auf die Variation und die Geschichte der niederländischen Sprache und anderseits auf die Geschichte der niederländischen Literatur. Es kann sowohl im 3. als im 5. Semester belegt werden.

Im Bereich der Literaturwissenschaft (AM3) werden anhand einer bestimmten Fragestellung exemplarisch literaturwissenschaftliche Kernkompetenzen vermittelt. Diese können von der Analyse literarischer Texte über das Kontextualisieren von Literatur bis hin zur Analyse literarischer Institutionen reichen. Ziel ist dabei auch die Vermittlung der Fähigkeit, wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der niederländischen Literaturwissenschaft kritisch beurteilen zu können.

Im Bereich der Sprachwissenschaft (AM4) werden die grundlegenden Kenntnisse und Fähigkeiten aus der Einführung in einem Seminar vertieft, das zum Beispiel einen strukturellen Aspekt der niederländischen Sprache exemplarisch analysiert. Neben Aspekten wie der Satzstruktur oder der Morphologie des Niederländischen kann auch der Spracherwerb exemplarisch thematisiert werden. Ziel ist auch hier die Vermittlung der Fähigkeit, sprachwissenschaftliche Literatur selbständig studieren und kritisch beurteilen können.

Beide Seminare in den Aufbaumodulen AM3 und AM4 finden auf Niederländisch statt und werden von einer sprachpraktischen Übung begleitet, in der das wissenschaftliche Schreiben und Präsentieren auf Niederländisch im Zentrum steht: Dies wird ganz konkret anhand der auf Niederländisch zu schreibenden Hausarbeit und dem auf Niederländisch zu haltenden Referat eingeübt, so dass beide Elemente der Module eng miteinander verknüpft sind. Das bedeutet, dass beide Veranstaltungen (Seminar und  Übung), aus denen die jeweiligen Module zusammengestellt sind, komplett innerhalb desselben Semesters studiert werden müssen. Sowohl AM3 als AM4 können im 3., 4. als im 5. Semester belegt werden, abhängig von der eigenen Studienplanung.

2.1) Vermittlung der niederländischen Sprache und Kultur (GYM)

Studierende, die das Lehramt an Gymnasien anstreben, wählen die gleichen Module wie unter dem Profil ‚Niederländische Philologie’ beschrieben wurden. Zum Studienprogramm gehört, neben Sprachpraxis für Fortgeschrittene und der Vermittlung von Überblickswissen bezüglich der historischen Aspekte der niederländischen Sprache und Kultur, die Vermittlung der Kernkompetenzen in den Bereichen Literatur- und Sprachwissenschaft. Der Unterschied zum Profil ‚Niederländische Philologie’ besteht darin, dass auch die fachdidaktische Reflexion der fachwissenschaftlichen Inhalte teil des Studienprogramms ist. Damit besteht auch dieses Profil aus vier Pflichtmodulen: AM1 (Sprachpraxis), AM2 (Historische Aspekte der niederländischen Literatur und Sprache) und AM3 (Literaturwissenschaft) und AM4 (Sprachwissenschaft).

Im Bereich der Literaturwissenschaft (AM3) wird aufbauend auf die Einführung im BM 3, exemplarisch die Fähigkeit der Anwendung des Analysierens literarischer Texte und des Kontextualisierens von Literatur unter Anleitung eingeübt. Zugleich werden grundlegende fachdidaktische Konzeptionen und Modelle vermittelt, die die Auswahl und Vorbereitung von Gegenständen für den Schulunterricht ermöglichen.

Im Bereich der Sprachwissenschaft (AM4) wird ein Seminar  angeboten, in dem der Spracherwerb zentral steht. Es wird ein Überblick über die Themen ‚Niederländisch als Erstsprache’  (also z.B. die Sprachentwicklung bei Kindern mit Niederländisch als Erstsprache), und ‚Niederländisch als Zweitsprache’ geboten. Hierbei wird die Entwicklung in den verschiedenen sprachlichen Bereichen besprochen (Phonologie, Lexikon, Morphologie, Syntax), und auch die Unterschiede zwischen Erst- und Zweitspracherwerb werden zur Sprache kommen. Das Seminar bietet Überblickswissen, damit Studierende die verschiedenen Stufen und Aspekte des Spracherwerbs kennen und außerdem die (sprachwissenschaftliche) Literatur über Sprachentwicklung selbständig studieren und kritisch beurteilen können.

Beide Seminare in den Aufbaumodulen AM3 und AM4 finden auf Niederländisch statt und werden von einer sprachpraktischen Übung begleitet, in der das wissenschaftliche Schreiben und Präsentieren auf Niederländisch im Zentrum steht: Dies wird ganz konkret anhand der auf Niederländisch zu schreibenden Hausarbeit und dem auf Niederländisch zu haltenden Referat eingeübt, so dass beide Elemente der Module eng miteinander verknüpft sind. Das bedeutet, dass beide Veranstaltungen (Seminar und  Übung), aus denen die jeweiligen Module zusammengestellt sind, komplett innerhalb desselben Semesters studiert werden müssen.  Sowohl AM3 als AM4 können im 3., 4. als im 5. Semester belegt werden, abhängig von der eigenen Studienplanung.

2.2) Vermittlung der niederländischen Sprache und Kultur (Wirtschaftspädagogik)

Studierende die den M.Ed. Wirtschaftspädagogik wählen, müssen ebenfalls die Aufbaumodule AM1-4 belegen, jedoch erst im M.Ed., da im BA für diesen Abschluss in Niederlandistik nur 30 KP vorgesehen sind, die komplett von den Basismodulen (BM 1 – 3) abgedeckt werden.

2.3) Vermittlung der niederländischen Sprache und Kultur (GHR)
(Auswahl zwischen zwei Schwerpunkten 2a und 2b, BPO fachspez. Anlage)

Studierende, die das Lehramt GHR (Haupt- und Realschule) anstreben, sollten den Schwerpunkt 2a oder 2b wählen. Sie erwerben im Bachelor 24 KP. Wer im BA-Studium den Schwerpunkt 2a wählt, kann die Bachelorarbeit nur im Bereich Literaturwissenschaft schreiben und sollte im M.Ed. das Mastermodul MM6 belegen. Wer im BA-Studium den Schwerpunkt 2b wählt, kann die Bachelorarbeit im Bereich Sprachwissenschaft schreiben und sollte im M.Ed. das Mastermodul MM5 belegen.

Der Schwerpunkt Vermittlung der niederländischen Sprache und Kultur (GHR) besteht aus 3 Pflichtmodulen. Die Studierenden müssen die Module AM1 (Sprachpraxis II) und AM 2 (Historische Aspekte der niederländischen Literatur und Sprache) belegen. Hinzu kommt im Schwerpunkt 2a das Modul AM 5 (Literaturwissenschaft und Fachdidaktik) und im Schwerpunkt 2b das Modul (AM 6 Sprachwissenschaft und Fachdidaktik). 

Im Bereich der Literaturwissenschaft (AM 5) wird, aufbauend auf die Einführung im BM 3, exemplarisch die Fähigkeit des Analysierens literarischer Texte und des Kontextualisierens von Literatur unter Anleitung eingeübt. Zugleich werden grundlegende fachdidaktische Konzeptionen und Modelle vermittelt, die die Auswahl und Vorbereitung von Gegenständen für den Schulunterricht ermöglichen.

Im Bereich Sprachwissenschaft ist das Modul Sprachwissenschaft & Fachdidaktik (AM 6) zu wählen. Dieses Modul beinhaltet ein Seminar, in dem der Spracherwerb zentral steht. Es wird ein Überblick über die Themen ‚Niederländisch als Erstsprache’  (also z.B. die Sprachentwicklung bei Kindern mit Niederländisch als Erstsprache), und ‚Niederländisch als Zweitsprache’ geboten. Hierbei wird die Entwicklung in den verschiedenen sprachlichen Bereichen besprochen (Phonologie, Lexikon, Morphologie, Syntax), und auch die Unterschiede zwischen Erst- und Zweitspracherwerb werden zur Sprache kommen. Das Seminar bietet Überblickswissen, damit Studierende die verschiedenen Stufen und Aspekte des Spracherwerbs kennen und außerdem die (sprachwissenschaftliche) Literatur über Sprachentwicklung selbständig studieren und kritisch beurteilen können.

Die Aufbaumodule AM5 und AM6 bestehen jeweils aus einem Seminar, einem Selbststudiumsprojekt und einer sprachpraktischen Übung. Im Selbststudiumsprojekt wird zur vertieften Diskussion der Themen im Seminar selbständig fachdidaktische Basisliteratur gelesen. In der begleitenden Übung werden die Sprachfertigkeiten weiter gefördert, wobei vor allem das wissenschaftliche Schreiben und Präsentieren zentral steht. Beide Veranstaltungen (Seminar und  Übung), aus denen die jeweiligen Module zusammengestellt sind, müssen komplett innerhalb desselben Semesters studiert werden. Sowohl AM5 als AM6 können im 3. und im 5. Semester studiert werden, abhängig von der eigenen Studienplanung.

3) Kultur und Landeswissenschaft (Auswahl aus AM3 oder AM4 und aus AM7-11)

Das dritte Profil dient zum einen dazu, generalistische Kernkompetenzen und Überblickswissen aus den Bereichen der niederländischen Sprach- und Literaturwissenschaft (AM 2-4) erwerben zu können. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit, die Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der niederländischen Sprache und Kultur zu kombinieren mit Niederlande-bezogenen Fragestellungen und wissenschaftlichen Analyseverfahren im Bereich der Disziplinen Recht, Wirtschaft, Politik und Geschichte. Dafür stehen die Aufbaumodule 7-10 zur Auswahl. AM 1 und AM 11 vertiefen nochmals die Sprachpraxis im fortgeschrittenen Stadium.

Dieses Profil ist besonders auf Berufsfelder mit Niederlande-Bezug ausgerichtet. Ziel ist, den Transfer des Wissen über die niederländische und flämische Kultur sowie der erworbenen Analysekompetenzen auf diese Berufsfelder vorzubereiten und exemplarisch zu erproben.

Innerhalb des Profils müssen die Pflichtmodule AM 1 (Sprachpraxis II) und AM 2 (Historische Aspekte der niederländischen Literatur und Sprache) belegt werden. Außerdem müssen zwei der sieben Wahlpflichtmodule gewählt werden, und zwar jeweils eines aus AM3 - AM4 sowie eines aus AM7 - AM11.

4.  Modulübersicht

Basismodul 1: Sprachpraxis I
3 Ü; 9 KP
Basismodul 2: Landeswissenschaft und Vermittlung
1 SE, 1 Ü,; 9 KP
Basismodul 3: Einführung Literatur- und Sprachwissenschaft
2 SE; 12 KP
Aufbaumodul 1: Sprachpraxis II
2 Ü; 6 KP
Aufbaumodul 2: Historische Aspekte der niederländischen Literatur und Sprache
2 VL; 6 KP
Aufbaumodul 3: Literatur, Kontext & Institutionen
1 SE, 1 Ü; 9 KP
Aufbaumodul 4: Sprache, Erwerb, Verarbeitung & Analyse
1 SE, 1 Ü; 9  KP
Aufbaumodul 5: Literaturwissenschaft & Fachdidaktik
1 SE, 1 Ü, 1 Projekt; 12  KP
Aufbaumodul 6: Sprachwissenschaft & Fachdidaktik
1 SE, 1 Ü, 1 Projekt; 12  KP
Aufbaumodul 7: Aspekte der niederländischen Geschichte
1 SE, 1 VL; 9  KP
Aufbaumodul 8: Grundzüge des niederländischen Rechts
1 SE, 1 Ü; 9  KP
Aufbaumodul 9: Politisches System der Niederlande
1 VL, 1 SE; 9 KP
Aufbaumodul 10: Deutsch-niederländische Wirtschaftsbeziehungen
2 VL mit 1 TU, 1 SE; 9 KP
Aufbaumodul 11: Übersetzen
1 SE, 1 Projekt; 9 KP
BA-Abschlussmodul
1 SE, 6 KP; BA-Arbeit, 9 KP

 
5. Beispielhafte Modulbeschreibung: AM3 – Literatur, Kontext & Institutionen

Im Folgenden wird das Aufbaumodul AM3 erläutert, um an einem Beispiel zu zeigen, wie sich die Aufteilung der Kreditpunkte erklärt und wie die verschiedenen Modulteile miteinander verknüpft sind.

Aufbau des Moduls:

  • Seminar zum Thema X (6 KP, Präsenzzeit 2SWS)      
  • Übung Sprachpraxis (3KP, Präsenzzeit 2SWS))

Das Modul wird jedes Semester mit unterschiedlichen Themen angeboten. Das Seminar kann zum Beispiel literarische Institutionen (wie Verlage oder die Literaturkritik) behandeln oder sich mit der Interpretation eines bestimmten Textes beschäftigen. Das Seminar baut auf die in der Einführung (BM3) vermittelten Methoden und Kenntnisse auf, übt die Anwendung dieser Methoden ein und integriert im Hinblick auf das Lehramt auch die Möglichkeit der fachdidaktischen Reflexion. Der literaturhistorische Kontext der zu interpretierenden Texte und Institutionen wird in der Vorlesung im AM2 vermittelt.

Prüfungsleistungen: Das Modul wird mit einer Hausarbeit im Seminar abgeschlossen, die auch die Verarbeitung der Kenntnisse der Vorlesung und der Einführung zeigen muss (80%). Ein Zwischenstand der eigenen Analyseleistung ist in einem Referat (20%) zu präsentieren.

Angaben zum studentischen Workload: Für die Lektüre wissenschaftlicher Texte werden in der Regel ca. 10 Seiten in 60 Minuten Zeit veranschlagt, für Primärtexte der niederländischen Literatur etwa 10-15 Seiten pro Stunde.

Seminar:        1 KP:              Präsenz

                      2-2,5 KP:       Vor- und Nachbereitung

                      0,5 KP:          Vorbereitung Referat

                      2-2,5 KP:       Hausarbeit (ca. 10 Seiten)

Übung:           1KP:              Präsenz

                      2KP:              Vor- und Nachbereitung (Schreibübungen)

Webmdyahasv4vjter (sabina.pleye@uolfxv.de) (Stand: 07.11.2019)