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Magister Niederländische Philologie

Studienordnung Magisterstudiengang Niederländische Philologie

1. Das Studium der Niederländischen Philologie

1.1. Kombinationsmöglichkeiten und Prüfungsgebiete

Das Fach Niederländische Philologie kann als Haupt- und als Nebenfach studiert werden. Auf beiden Ebenen ist das Fach mit allen anderen Magister-Fächern der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu kombinieren. Über empfehlenswerte Fächerkombinationen sollte man sich im Rahmen der allgemeinen und fachspezifischen Studienberatung informieren.

Niederländische Philologie wird in den Prüfungsgebieten Niederländische Literaturwissenschaft und Niederländische Sprachwissenschaft studiert, im Grundstudium kommt noch die Landeskunde der Niederlande und Flanderns hinzu.Im Hauptstudium besteht die Möglichkeit, sich in Sprachwissenschaft oder Literaturwissenschaft zu spezialisieren.

1.2. Studienziele und Sachgebiete

Ziel des Studiums der Niederländischen Philologie ist die Vermittlung

  • von methodischem und gegenstandsbezogenem Überblickswissen der Niederländischen Literatur- und Sprachwissenschaft;
  • der Fähigkeit, wissenschaftliche Arbeiten auf den Gebieten Niederländische Literatur- und Sprachwissenschaft kritisch beurteilen zu können;
  • der Fähigkeit, methodisch reflektierte Problemstellungen zu formulieren und diese in Arbeiten umzusetzen, die dem wissenschaftlichen Standard entsprechen.


Der Gegenstand der Literaturwissenschaft wird nach Objekt und Methode unterschieden. Objekt sind niederländischsprachige Texte vom 12. Jahrhundert bis zur Gegenwart, wobei der Schwerpunkt auf der modernen Literatur liegt, sowie alle Facetten der Produktion und Rezeption von Texten innerhalb des Literatursystems, unter Einschluß der landeskundlichen Aspekte. Auf methodischem Gebiet wird die Vielfalt der existierenden textbezogenen und empirischen literaturwissenschaftlichen Ansätze unter Betonung der niederländischen und flämischen Varianten vermittelt.
Kontrastive deutsch-niederländische oder deutsch-flämische Fragestellungen in bezug auf Objekt und Methode finden dabei besondere Berücksichtigung.

Der Gegenstand der Sprachwissenschaft sind zum einen Kenntnisse über Struktur, Geschichte und Varianten der niederländischen Sprache, unter Einschluß der landeskundlichen Aspekte, zum anderen allgemeine sprachwissenschaftliche Methoden und Theorien. Kontrastive deutsch-niederländische Fragestellungen finden dabei besondere Berücksichtigung.
Schwerpunkte bilden dabei die Theorie der Grammatik (Phonologie, Morphologie, Syntax und Semantik) der niederländischen Sprache und im Hauptstudium Theorien über Mutterspracherwerb und Fremdsprachenerwerb.
Der Gegenstand der Landeskunde ist die Vermittlung von Grundkenntnissen des gesellschaftlichen Kontexts der niederländischen Sprache und Literatur. Dazu gliedert sie sich in die Sachbereiche: Grundzüge der Sozial- und Kulturgeschichte der Niederlande und Flanderns; Grundzüge der politischen Systeme und der sozialen Strukturen der Niederlande und Flanderns in der Gegenwart; ausgewählte Aspekte der niederländisch-deutschen und flämisch-deutschen Beziehungen auf kulturellem Gebiet.

2. Studiendauer, Studienumfang: Wissenschaftliche und sprachpraktische Veranstaltungen

Die Regelstudienzeit beträgt vier Jahre (acht Semester) nach § 14 (3) NHG.
Das Studium gliedert sich in Grundstudium, Semester 1-4, und Hauptstudium, ab Semester 5.
Das Studium der Niederländischen Philologie umfaßt mindestens 68 Semesterwochenstunden (SWS) im Hauptfach und 34 SWS im Nebenfach. Sprachpraktische Veranstaltungen sind darauf anzurechnen im Umfang von maximal 16 SWS. Davon entfallen maximal 12 SWS auf das Grundstudium.

Die SWS verteilen sich auf Pflichtbereich und Wahlfreien Bereich.
Die Veranstaltungen des Pflichtbereichs sind durch Leistungsscheine nachzuweisen. Diese werden durch aktive Beteiligung in der Form von Referat oder Protokoll sowie durch eine schriftliche Arbeit, d.h. Hausarbeit, Klausur oder mündliche Prüfung erworben. Dies sind die Veranstaltungen, die in der Magisterprüfungsordnung erwähnt sind. Die Veranstaltungen des Wahlbereiches sind nachweisfrei. Im geforderten Umfang (s.u.) sind sie genauso zu belegen und zu besuchen wie Veranstaltungen des Pflichtbereichs.

3. Gliederung des Studiums und Prüfungsanforderungen

3.1 Niederländische Philologie im Hauptfach

3.1.1. Grundstudium (34 SWS)

(A) Veranstaltungen

(a) Pflichtbereich28 SWS
- ein Einführungsproseminar in Literaturwissenschaft 2 SWS
- ein Einführungsproseminar in Sprachwissenschaft 2 SWS
- zwei Einführungsproseminare Landeskunde (I und II) 2 SWS
- Literaturstudium in Literaturwissenschaft I 2 SWS
- Literaturstudium in Sprachwissenschaft I 2 SWS

Die "Literaturstudium?-Scheine dienen zum Nachweis der Kenntnis von grundlegender Literatur (Literaturlisten sind im Fachsekretariat zu erhalten). Die Leistung wird mittels einer Klausur von 2 Stunden oder einer mündlichen Prüfung von 45 Minuten, die regelmäßig angeboten werden, überprüft.

- ein Proseminar in Literaturwissenschaft       2 SWS
- ein Proseminar in Sprachwissenschaft       2 SWS
- ein Proseminar in Landeskunde       2 SWS
- Sprachpraxis-Trajekt       10 SWS

Wer zu Beginn des Studiums keine oder nur geringe praktische Kenntnisse des Niederländischen hat, besucht das Sprachpraxis-Trajekt für Fachstudenten im Umfang von insgesamt 10 SWS (Pflichtstunden). Dieses Trajekt wird abgeschlossen mit dem "Sprachschein-Zwischenprüfung?, der Voraussetzung für die Meldung zur Zwischenprüfung ist.
Studierende, die außerhalb der Universität erworbene Vorkenntnisse des Niederländischen mitbringen, können vom Sprachpraxis-Trajekts in Teilen oder insgesamt nach Beurteilung durch die Lektoren befreit werden. Sie müssen im gleichen Umfang Veranstaltungen aus dem Wahlfreien Bereich belegen.

(b) Wahlfreier Bereich 6 SWS

Der Wahlfreie Bereich setzt sich aus sprachpraktischen und wissenschaftlichen oder nur aus wissenschaftlichen Veranstaltungen zusammen. Diese sind im Rahmen der Vorgaben zum Maximalumfang des Sprachpraxisanteils im Grundstudium (siehe 2.) frei zu belegen.
Es ist zu empfehlen, in diesem Bereich Veranstaltungen zu belegen, die zusätzliche Qualifikationen für den Arbeitsmarkt erbringen (z.B. Fachdidaktik, Literaturkritik, Übersetzung).

(B) Die Magisterzwischenprüfung

Auf der Grundlage der im Grundstudium zu erwerbenden Fertigkeiten und Kenntnisse werden in der Magisterzwischenprüfung (Dauer: 45 Minuten) allgemeine und vertiefte exemplarische Kenntnisse in den Prüfungsgebieten Literatur- und Sprachwissenschaft nachgewiesen. Neben zwei speziellen Themenbereichen - je einer aus Literatur- und Sprachwissenschaft - werden Überblickskenntnisse aus den Pflichtveranstaltungen verlangt, sowie Überblickskenntnisse aus dem Bereich Landeskunde.
Mindestens die Hälfte der Prüfung findet auf Niederländisch statt.

Meldungen zur Magisterzwischenprüfung müssen beim Akademischen Prüfungsamt erfolgen. Dort sind auch die Meldefristen zu erfahren.

Die Magisterzwischenprüfung kann zwischen den Haupt- und Nebenfächern gesplittet werden. Sie muß aber spätestens ein Jahr nach Zulassung abgeschlossen sein. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, die Zwischenprüfung benoten zu lassen. Dies ist bei der Meldung zur Zwischenprüfung beim Magisterprüfungsamt zu beantragen.

3.1.2. Das Hauptstudium (34 SWS)

(A) Veranstaltungen

(a) Pflichtbereich 12 SWS

- drei Hauptseminarscheine in Literatur- und/ oder Sprachwissenschaft 6 SWS

Ein Hauptseminarschein kann auf formlosen, begründeten Antrag hin und nach Zustimmung des zuständigen Hochschullehrers des Fachs auch in Form eines sechs- bis zwölfwöchigen Praktikums erbracht werden. Das Praktikum ist anzurechnen im Umfang von maximal 8 SWS, wovon 2 SWS für den Pflichtbereich gelten.

- Übersetzung Deutsch-Niederländisch oder ein Essay auf Niederländisch 2 SWS
- Literaturstudium in Literaturwissenschaft II 2 SWS
- Literaturstudium in Sprachwissenschaft II 2 SWS

Die "Literaturstudium?-Scheine dienen zum Nachweis der Kenntnis von grundlegender Literatur (Literaturlisten sind im Fachsekretariat zu erhalten). Die Leistung wird mittels einer Klausur von 2 Stunden oder einer mündlichen Prüfung von 45 Minuten, die regelmäßig angeboten werden, überprüft.

(b) Wahlfreier Bereich 22 SWS

Der wahlfreie Bereich setzt sich aus sprachpraktischen und wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen oder nur wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen zusammen. Gegebenenfalls wird auch ein Teil des Praktikums bis zu maximal 6 SWS auf den Wahlfreien Bereich angerechnet.
Es ist zu empfehlen, in diesem Bereich Veranstaltungen zu belegen, die zusätzliche Qualifikationen für den Arbeitsmarkt erbringen (z.B. Fachdidaktik, Literaturkritik, Übersetzung).

(B) Die Magisterprüfung

Die Magisterprüfung enthält die folgenden Prüfungsteile:

  • Eine schriftliche Magisterarbeit (nur im 1. Hauptfach) zu einem sprach- oder literaturwissenschaftlichen Problem aus dem Bereich der Niederländischen Philologie. Die Magisterarbeit ist in einem Zeitraum von 6 Monaten zu erstellen.
  • Eine Klausur (4 Stunden), in der vertiefte Kenntnisse in der Sprach- oder Literaturwissenschaft nachgewiesen werden. Die Klausur ist auf Niederländisch zu schreiben. Es werden seitens der Prüfenden drei Themenvorschläge zum gewählten, umfassenderen Themenbereich gemacht. Die Klausuren werden zu bestimmten Terminen geschrieben, die das Akademische Prüfungsamt anbietet. Ihm obliegt auch die Durchführung der Klausuren.
  • Eine mündliche Prüfung (60 Minuten) zu vier speziellen Themenbereichen aus Literatur- und Sprachwissenschaft sowie zum Überblickswissen aus dem Pflichtbereich. Die Behandlung der Prüfungsgebiete soll ca. drei Viertel der Prüfungszeit ausmachen, ca. ein Viertel ist für die Prüfung allgemeinen Hintergrundwissens vorgesehen. Mindestens die Hälfte der Prüfung findet auf Niederländisch statt.

Bei der Magisterprüfung ist die Reihenfolge der einzelnen Prüfungsteile vorgegeben.

(A) Schwerpunktbildung im Hauptstudium und in der Magisterprüfung des Hauptfachs

Das Studium der Niederländischen Philologie kann im Hauptstudium auf eines der beiden Prüfungsgebiete Literatur- oder Sprachwissenschaft ausgerichtet werden. Für die Lehrveranstaltungen im Hauptstudium heißt dies, daß sie abgesehen von den Pflichtveranstaltungen ausschließlich aus einem dieser beiden Prüfungsgebiete gewählt werden können. Es ist aber ebenso ein ausgewogenes Verhältnis möglich.
Bei Spezialisierung auf ein Prüfungsgebiet werden sowohl die Magisterarbeit als auch die Klausur zu diesem Prüfungsgebiet geschrieben. In der mündlichen Prüfung sind aus diesem Gebiet drei Themen zu behandeln. Das verbleibende Thema der mündlichen Prüfung ist jedoch aus dem Prüfungsgebiet zu wählen, das außerhalb der Spezialisierung liegt.
Findet eine Spezialisierung im Hauptstudium nicht statt, so kann das Prüfungsgebiet der Hausarbeit und der Klausur frei gewählt werden. In der mündlichen Prüfung sind dann je zwei Themen in Literatur- und in Sprachwissenschaft zu behandeln.

3.2. Niederländische Philologie im Nebenfach

3.2.1. Das Grundstudium (20 SWS)

(A) Veranstaltungen

(a) Pflichtbereich20 SWS
- ein Einführungsproseminar in Literaturwissenschaft2 SWS
- ein Einführungsproseminar in Sprachwissenschaft2 SWS
-zwei Einführungsproseminare Landeskunde (I und II)4 SWS
- ein Proseminar in Literatur- oder Sprachwissenschaft2 SWS
- Sprachpraxis-Trajekt 10 SWS

Wer zu Beginn des Studiums keine oder nur geringe praktische Kenntnisse des Niederländischen hat, besucht das Sprachpraxis-Trajekt für Fachstudenten im Umfang von insgesamt 10 SWS (Pflichtstunden). Dieses Trajekt wird abgeschlossen mit dem "Sprachschein-Zwischenprüfung?, der Voraussetzung für die Meldung zur Zwischenprüfung ist.
Studierende, die außerhalb der Universität erworbene Vorkenntnisse des Niederländischen mitbringen, können vom Sprachpraxis-Trajekts in Teilen oder insgesamt nach Beurteilung durch die Lektoren befreit werden. Sie müssen im gleichen Umfang Veranstaltungen aus dem Wahlfreien Bereich belegen.

(b) Wahlfreier Bereich

Nur Nebenfach-Studierende mit Vorkenntnissen können im Rahmen der Anrechnung ihrer Vorkenntnisse nach freier Wahl sprachpraktische und wissenschaftliche oder nur wissenschaftliche Veranstaltungen belegen.
Es ist zu empfehlen, in diesem Bereich Veranstaltungen zu belegen, die zusätzliche Qualifikationen für den Arbeitsmarkt erbringen (z.B. Fachdidaktik, Literaturkritik, Übersetzung).

(B) Die Magisterzwischenprüfung

Auf der Grundlage der im Grundstudium zu erwerbenden Fertigkeiten und Kenntnisse werden in der Magisterzwischenprüfung (Dauer: 30 Minuten) allgemeine und vertiefte exemplarische Kenntnisse in den Prüfungsgebieten Literatur- und Sprachwissenschaft nachgewiesen. Neben zwei speziellen Themenbereichen - jeweils aus Literatur- und Sprachwissenschaft - werden Überblickskenntnisse aus den Pflichtveranstaltungen verlangt, sowie Überblickskenntnisse aus dem Bereich Landeskunde.
Mindestens die Hälfte der Prüfung findet auf Niederländisch statt.

Meldungen zur Magisterzwischenprüfung müssen beim Akademischen Prüfungsamt erfolgen. Dort sind auch die Meldefristen zu erfahren.

Die Magisterzwischenprüfung kann zwischen den Haupt- und Nebenfächern gesplittet werden. Sie muß aber spätestens ein Jahr nach Zulassung abgeschlossen sein. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, die Zwischenprüfung benoten zu lassen. Dies ist bei Meldung zur Zwischenprüfung beim Magisterprüfungsamt zu beantragen.

3.2.2. Das Hauptstudium (14 SWS)

(A) Veranstaltungen

(a) Pflichtbereich8 SWS
- Übersetzung Deutsch-Niederländisch oder ein Essay auf Niederländisch2 SWS
- Literaturstudium in Literaturwissenschaft II2 SWS
- Literaturstudium in Sprachwissenschaft I2 SWS
- ein Hauptseminar in Literatur- oder Sprachwissenschaft2 SWS

Die "Literaturstudium-Scheine dienen zum Nachweis der Kenntnis von grundlegender Literatur (Literaturlisten sind im Fachsekretariat zu erhalten). Die Leistung wird mittels einer Klausur von 2 Stunden oder einer mündlichen Prüfung von 45 Minuten, die regelmäßig angeboten werden, überprüft.

(b) Sprachpraxis und Wahlfreier Bereich 6 SWS

Der wahlfreie Bereich setzt sich aus sprachpraktischen und wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen oder nur wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen zusammen.
Es ist zu empfehlen, in diesem Bereich Veranstaltungen zu belegen, die zusätzliche Qualifikationen für den Arbeitsmarkt erbringen (z.B. Fachdidaktik, Literaturkritik, Übersetzung).

(B) Die Magisterprüfung

Die Magisterprüfung enthält die folgenden Prüfungsteile:

  • Eine Klausur (4 Stunden), in der vertiefte Kenntnisse in der Sprach- oder Literaturwissenschaft nachgewiesen werden. Es werden seitens der Prüfenden drei Themenvorschläge zum gewählten, umfassenderen Themenbereich gemacht. Die Klausuren werden zu bestimmten Terminen geschrieben, die das Akademische Prüfungsamt anbietet. Ihm obliegt auch die Durchführung der Klausuren.
  • Eine mündliche Prüfung (30 Minuten) zu vier speziellen Themenbereichen aus Literatur- und Sprachwissenschaft sowie zum Überblickswissen aus dem Pflichtbereich. Die Behandlung der Prüfungsgebiete soll ca. drei Viertel der Prüfungszeit ausmachen, ca. ein Viertel ist für die Prüfung allgemeinen Hintergrundwissens vorgesehen. Mindestens die Hälfte der Prüfung findet auf Niederländisch statt

Bei der Magisterprüfung ist die Reihenfolge der einzelnen Prüfungsteile vorgegeben.

4. Nachweis von Sprachkenntnissen

4.1. Sprachpraktische Leistungsnachweise - Allgemeines

Das Studium der Niederländischen Philologie verlangt Kenntnisse des Niederländischen. Der Nachweis dieser Kenntnisse erfolgt durch den Erwerb der entsprechenden Sprachscheine. Die Prüfungen zu diesen Sprachscheinen führen die Lektorinnen bzw. die Lektoren durch.

4.2. Anforderungen

4.2.1. "Sprachschein-Zwischenprüfung?

Dieser Schein beinhaltet das erfolgreiche Bestehen zweier Prüfungen:

  • einer vierstündigen Klausur, in der Wortschatz und Grammatik aus den vorangegangenen Semestern geprüft werden;
  • einer 15-minütigen mündlichen Prüfung, die aus dem Lesen eines kurzen Textes und einem anschließenden Gespräch in der niederländischen Sprache besteht.

4.2.2. "Sprachschein-Hauptstudium?

Dieser Schein beinhaltet das erfolgreiche Bestehen einer der beiden folgenden Prüfungen:

  • das Verfassen eines Essays in der niederländischen Sprache zu einem mit den Lektoren zu vereinbarenden Thema des niederländischen oder flämischen Kulturbereichs mit Hilfe eines zweisprachigen Wörterbuchs Deutsch-Niederländisch sowie eines einsprachigen Wörterbuchs der niederländischen Sprache (dreistündige Klausur);

oder

  • das Anfertigen der Übersetzung eines schwierigen Texts aus dem Deutschen in das Niederländische mit Hilfe eines zweisprachigen Wörterbuchs Deutsch-Niederländisch sowie eines einsprachigen Wörterbuchs der niederländischen Sprache (dreistündige Klausur).


4.3. Die Sprachscheine - das Lehrangebot

Das Fach Niederländische Philologie bietet Sprachkurse für Fachstudenten an, die auf die Sprachscheinprüfungen vorbereiten. Diese Kurse sind aufbauend in Semester angeordnet. Der Besuch dieser Sprachkurse ist abhängig vom erfolgreichen Bestehen der Abschlußprüfung des vorausgehenden Kurses oder, für Studierende mit Vorkenntnissen, von der Einstufung durch die Lektorinnen bzw. Lektoren.

4.3.1. Grundstudium

Den Kern des sprachpraktischen Lehrangebots für das Grundstudium bildet das "Sprachtrajekt Grundstudium? (10 SWS) für Fachstudenten, das zur Prüfung für den "Sprachschein-Zwischenprüfung? führt. Für Studierende ohne Vorkenntnisse ist die Teilnahme hieran obligatorisch.

Das Sprachtrajekt umfaßt folgende sprachpraktische Übungen:

Niederländisch 1 (Semester 1, 4 SWS, nur im Wintersemester)
Niederländisch 2 (Semester 2, 4 SWS, nur im Sommersemester)
Niederländisch 3 (Semester 3, 2 SWS, nur im Wintersemester)

4.3.2. Hauptstudium

Den Kern des sprachpraktischen Lehrangebots für das Hauptstudium bilden die sprachpraktischen Übungen "Übersetzung Deutsch-Niederländisch? und "Essay?, die alternierend jedes Semester angeboten werden.

4.3.3. Sprachkurse in den Niederlanden und Flandern, Sprachzertifikate, Auslandsstudium

Es finden jedes Jahr in den Niederlanden und Flandern staatlich geförderte Sommersprachkurse statt. Die Teilnahme wird vom Fach Niederländische Philologie empfohlen. Fachstudenten können ein Stipendium beantragen. Empfohlen wird auch ein Auslandstudium kurz nach der Zwischenprüfung.
Nähere Auskünfte werden im Rahmen der fachspezifischen Studienberatung erteilt.

4.3.4. Hörer aller Fächer

Für Studierende und andere Universitätsangehörige, die die Niederländische Sprache erlernen möchten, z.B. als Vorbereitung auf ein Auslandsstudium in den Niederlanden oder Flandern, bietet das Fach Niederlandistik den 4-semestrigen Sprachkurs "Niederländisch für Hörer aller Fächer? an:
 

  • Niederländisch für Hörer aller Fächer 1, 4 SWS, nur im WS
  • Niederländisch für Hörer aller Fächer 2, 4 SWS, nur im SS
  • Niederländisch für Hörer aller Fächer 3, 2 SWS, nur im WS
  • Niederländisch für Hörer aller Fächer 4, 2 SWS, nur im SS

Diese Kurse sind aufbauend in Semester angeordnet. Ab dem Kurs 2 ist der Besuch der Sprachkurse abhängig vom erfolgreichen Bestehen der Abschlußprüfung des vorausgehenden Kurses oder, für Studierende mit Vorkenntnissen, von der Einstufung durch die Lektorinnen bzw. Lektoren.

Nach dem Kurs 2 und nach dem Kurs 4 besteht die Möglichkeit, an Zertifikatsprüfungen teilzunehmen.

5. Praktikum

Hauptfachstudierende haben die Möglichkeit, einen der drei Hauptseminarscheine aus dem Pflichtbereich durch ein sechs- bis zwölfwöchiges Praktikum in einem auf das Studium der Niederländischen Philologie bezogenen Bereich zu ersetzen. Voraussetzung ist ein formloser, begründeter Antrag, der vom zuständigen Hochschullehrer genehmigt werden muß.
Das Praktikum wird betreut und mit einem Bericht abgeschlossen, der vom Praktikumsbetreuer zu attestieren ist. Über die 2 SWS im Pflichtbereich hinaus können je nach Umfang des Praktikums maximal 6 SWS im Wahlpflichtbereich angerechnet werden.
Nähere Auskünfte werden im Rahmen der fachspezifischen Studienberatung erteilt.

6. Inkrafttreten

Diese Studienordnung tritt mit ihrer Veröffentlichung in den amtlichen Mitteilungen der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg in Kraft. Studierende, die sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Ordnung im zweiten oder einem höheren Semester befinden, werden nach der bisher geltenden Ordnung geprüft. Sie können auf Antrag und mit Zustimmung des Prüfungsausschusses auch nach der neuen Prüfungsordnung geprüft werden. Studierende nach Satz 1, welche die Magisterzwischenprüfung nach Inkrafttreten dieser Ordnung nach der bisher geltenden Prüfungsordnung ablegen, legen die Magisterprüfung abweichend von Satz 1 nach der neuen Prüfungsordnung ab.

Webmalqqsterd9jd (sabinaui.pleydve@uol.de) (Stand: 21.08.2020)