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NurBeat-Studie

Statuserhebung zur Neurologischen Beatmungsmedizin

In der Studie Neurologische Beatmungsmedizin „NurBeat“ werden voraussichtlich ab Herbst 2019 detaillierte Kennzahlen bezüglich der Strukturen der neurologischen Beatmungsmedizin hinsichtlich Bettenkapazität, apparativer Ausstattung, Personal und Qualifikation sowie Behandlungsmethoden und –konzepten sowie der Charakteristika der dort behandelten Patienten erhoben. Die erhobenen Daten sollen einen Beitrag zum Verständnis der vorgehaltenen Strukturen, zur Erstellung von notwendigen Strukturmerkmalen und zur Verbesserung der Patientenversorgung leisten.

Hintergrund

Im Bereich der neurologischen Beatmungsmedizin ist es in Deutschland im letzten Jahrzehnt zu einer erheblichen Ausweitung und Ausdifferenzierung der Versorgungslandschaft gekommen. Dabei lassen sich drei fachliche Schwerpunkte innerhalb der neurologischen Beatmungsmedizin abgrenzen:

  • die Beatmung in der Akutneurointensivmedizin
  • das Weaning und die neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation mit Beatmung, welche die Behandlung querschnittgelähmter Patienten umfassen kann
  • die Beatmung neuromuskulärer Patienten mit progredienter ventilatorischer Insuffizienz

 

Die genauen Bettenkapazitäten der neurologischen Beatmungsmedizin sind ebenso wenig bekannt wie die vorgehaltenen Strukturmerkmale in den Bereichen Bettenkapazität, apparative Ausstattung, Personal, Qualifikation, Behandlungsmethoden und –konzepten.

Als Pilotstudie wurde vom „NurBeat“-Projektteam und den weiteren Autoren eine Online Umfrage mit 48 Fragen zu Art und Größe der Einrichtungen, strukturellen Kriterien, apparativer und personeller Ausstattung entwickelt, die von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), der Deutschen interdisziplinären Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB) und der Deutschen Gesellschaft für Neurorehabilitation (DGNR) unterstützt wurde (Groß et al. 2019). An der Online-Befragung haben 63 Einrichtungen teilgenommen, die insgesamt 687 neurologische Beatmungsbetten führen. In den meisten Organisationseinheiten wurden umfangreiche Strukturen in den Bereichen apparative Ausstattung, Personal und Qualifikation, Behandlungsmethoden und –konzepte vorgehalten, jedoch war bis auf die neurophysiologische Elektrophysiologie keine apparative Methode durchgängig verfügbar. Die Versorgung außerklinisch beatmeter neurologischer Patienten zeigte Verbesserungspotentiale in den Bereichen der apparativen Diagnostik. Zudem hatten die meisten Organisationseinheiten nicht die Möglichkeit der langfristigen ambulanten oder stationären Betreuung außerklinisch beatmeter Patienten. Somit konnten zwei grundsätzliche Erfordernisse bereits demonstriert werden: die Findung eines Konsenses über die für die Behandlung der oft komplex und schwer erkrankten neurologischen Beatmungspatienten erforderlichen Strukturmerkmale und die Verbesserung der Versorgung außerklinisch beatmeter Patienten innerhalb des Fachgebietes der Neurologie.

 

In der Pilotstudie waren jedoch folgende Problematiken vorhanden: 1. Keine Verknüpfbarkeit der erhobenen Daten und 2. Keine ausreichenden Trennschärfe bezüglich der exakten Art der Einrichtung. Dieses führte insbesondere dazu, dass eine genauere Charakterisierung der einzelnen Versorgungsmodelle (Krankenhaus der Akutversorgung, Fachkrankenhaus/ Rehabilitationsklinik) nicht möglich war.

In NurBeat werden diese Problematiken durch die Anlage als zeitpunktbezogene Stichprobe mit Erhebung von Patientendaten sowie die Spezifizierung von Fragen nach der Art der Einrichtung gelöst – analog der Studie ICU-CardioMan (Funcke et al. 2016). Eine Abstimmung mit den Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), Deutsche Gesellschaft für Neurorehabilitation (DGNR), Deutsche Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI) und Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB) ist vorgesehen. Wir erwarten eine exakte Charakterisierung der Strukturen der neurologischen Beatmungsmedizin in Deutschland. Dies wiederum kann zukünftig eine wesentliche Unterstützung für die Erarbeitung von Strukturmerkmalen und zukünftigen Zertifizierungen sein. Insbesondere in zwei Bereichen wären spezifische Strukturmerkmale zur Sicherung der Qualität der Versorgung hilfreich:

  • Zentren, die die Beatmungsentwöhnung und neurologisch-neurochirurgische Frührehabilitation durchführen
  • Zentren, die die Einstellung und Langzeitbetreuung außerklinisch beatmeter Patienten durchführen

 

Wir bitten um Unterstützung unserer Studie durch Ihre Mitarbeit. Auf dieser Seite werden wir Sie über den Stand der Umsetzung auf dem Laufenden halten.

Dr. Max4jrtinwg/ Grjiltv5 (martin.gro1uess@f4mqqevangeliscmc1pheskrankthbkedq1u5nhaurbpczs.dsrjceykewo)  Profmor. Drqabt. Marcus Podqqnwhldl (Marhahm4cus.Pohl@helpliosqp-gesundheit.defs) Dr. Oliver Sumt8mw+m (Olidrtverxzrr.Summ@tyevan/5gelischeivm/skra2lnkgn9uenhmpmauscz.de) Anette Weigjw1eltl (An7qjnkette6g.W20lkeigel@evangeliqchscheskrankes9nhaus.de) Prof. Dr. Raineyjscr Röhriannbgjuxp (rainer.roehriginc@uol.dozmh0e)
(Principal Investigator)        

Die Studien wird vom Oldenburger Forschungsnetzwerk Notfall- und Intensivmedizin unterstützt.

Literatur

Groß et al. (2019) Beatmung in neurologischen Organisationseinheiten in Deutschland (zur Publikation eingereicht)

Funcke et al. (2016) Practice of hemodynamic monitoring and management in German, Austrian, and Swiss intensive care units: the multicenter cross-sectional ICU-CardioMan Study

Webmaszztetdwor (david.sasqxs/s@uok+gmil.diwhyde6v) (Stand: 02.05.2019)