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Fachtag Chemie: Sprachsensibles Lernen im Chemieunterricht

Termin / Termine:

Mo., 17.02.2020, 09:30 - 17:45 Uhr

Beschreibung:

Der Umgang mit Sprache ist beim Unterrichten ein wesentlicher Aspekt, auch im Chemieunterricht. Die Schülerinnen und Schüler müssen neben den chemischen Konzepten und dem damit verbundenen Fachwissen auch die chemische Fachsprache in einem angemessenen Umfang lernen.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Heterogenität der Schülerinnen und Schüler ist der bewusste Umgang mit den sprachlichen Aspekten des Unterrichtens eine wachsende Herausforderung.
Der Fachtag Chemie bietet neben einem Plenarvortrag von Prof. Leisen die Gelegenheit, sich in Workshops praxisorientiert über verschiedene Zugänge und Strategien zu informieren sowie sich intensiv mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.
Ablaufplanung:
  • 09:30 - 10:00 Uhr: Anmeldung, Kaffee
  • 10:00 - 12:00 Uhr: Vortrag Prof. Josef Leisen, anschl. Fragen/Diskussion
  • 12:00 - 13:00 Uhr: Mittagspause (Mensa)
  • 13:00 - 15:00 Uhr: Workshop-Block I
  • 15:00 - 15:45 Uhr: Kaffeepause
  • 15:45 - 17:45 Uhr: Workshop-Block II
Ab 18:30 Uhr findet ein geselliger Abend im Ali Baba statt (Selbstzahler).
Workshopbeschreibungen:
Bitte für jeden Block einen anderen Workshop aussuchen!!

W1 - Umgang mit der sprachlichen Heterogenität der Schüler*innen im naturwissenschaftlichen Unterricht
Schon vor über zwanzig Jahren betonte die MNU die Bedeutung der Kommunikation im naturwissenschaftlichen Unterricht. Diese Idee spiegelt sich auch in den Bildungsstandards wieder, nach denen Schüler*innen sach- und fachbezogen kommunizieren sollen. Daneben ist ein weiteres wichtiges Ziel des naturwissenschaftlichen Unterrichts das Erlernen wichtiger Elemente der Fachsprache, welche eine Voraussetzung für das Verstehen fachbezogener Kommunikation ist. Es ist zu beobachten, dass nicht nur Schüler*innen mit Migrationshintergrund Defizite in der Fachsprache haben, sondern auch Schüler*innen mit Deutsch als Herkunftssprache. Man muss sich dieser Problematik bzw. dem hohen Stellenwert der Sprache im Unterricht bewusst sein, damit die Vermittlung sprachlicher und fachsprachlicher Kompetenzen bei der Planung und Durchführung des Unterrichts berücksichtigt wird.
Um Ideen für einen sprachsensiblen naturwissenschaftlichen Unterricht zu vermitteln, werden in diesem Workshop vielfältige, praxisnahe Methoden und Materialien vorgestellt. Somit kann jede Lehrkraft nach eigenen Prä-ferenzen daraus für den Unterricht auswählen. In einem letzten Schritt werden die vorgestellten Methoden und Materialien in Unterrichtseinheiten eingebunden.
Dr. Yannik Tolsdorf, Universität Bremen

W2 - Schreibförderung im Chemieunterricht
Die Generierung und Überprüfung von Hypothesen mittels Experimenten ist zentrale Methode naturwissen-schaftlicher Erkenntnisgewinnung und somit auch des naturwissenschaftlichen Fachunterrichts. Die schriftliche Dokumentation des Prozesses der Erkenntnisgewinnung erfolgt üblicherweise in Form von Versuchsprotokollen. Sie dokumentieren den Verlauf einer experimentellen Ereigniskette so, dass der Ablauf von anderen nachvoll-zogen und reproduziert werden kann. Es ist anzunehmen, dass das Schreiben von Versuchsprotokollen und insbesondere das Verfassen einer Auswertung einen stark reflexiven Schreibprozess darstellt, bei dem während des Schreibens und der damit verbundenen Überprüfung des Geschriebenen Wissensstrukturen neu aufgebaut werden. So kann die sprachsensible bzw. „schreibsensible“ Gestaltung des Fachunterrichts sowohl zur sprachlichen Bildung als auch zur besseren Durchdringung fachlicher Inhalte beitragen. Aus dieser Überzeugung heraus wurde ein Schreibförderinstrument explizit für die Textart Versuchsprotokoll entwickelt, das die sukzessive Erarbeitung der relevanten Textmerkmale sowie die feedbackgestützte Überarbeitung der eigenen Versuchsprotokolle ermöglicht. Im Rahmen des Workshops soll dieses Förderinstrument (Protokoll-Checker) vorgestellt und praktisch erprobt werden.
Dr. Cana Bayrak, Universität Münster
W3 - Inklusion im Chemieunterricht
Unsere Aufgabe als Lehrkraft im Chemieunterricht ist es, allen Schüler*innen unabhängig von ihren Lernvoraus-setzungen eine naturwissenschaftliche Grundbildung zu vermitteln. Neben der Differenzierung auf verschiedenen Anforderungsniveaus müssen die Schüler*innen mit einem Förderbedarf im Zuge der Inklusion ebenfalls berücksichtigt werden. Nicht nur Schüler*innen mit Beein-trächtigungen in den Bereichen Lernen und Sprache, die zusammen mit den Schüler*innen, die Defizite im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung aufweisen, den Großteil unserer Förderschüler ausmachen, sondern auch Schüler*innen mit den Förderschwerpunkten Hören, Sehen, körperlich motorische sowie geistige Entwicklung sind Teil unserer Klassen. Zur Differenzierung im Unterricht bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Dazu zählen die Erarbeitung der Unterrichtsinhalte mit Hilfe differenzierter Arbeitsmaterialien oder die Durchführung in Umfang und Schwierigkeit variierender Experimente.
Dr. Rebekka Sluiter, Oberschule Varel

W4: Von der Alltagssprache zur Bildungssprache - Naturwissenschaftlichen Unterricht sprachsensibel unterrichten
Sprachliches und fachliches Lernen sind untrennbar miteinander verbunden. Neben der Notwendigkeit zur fachlichen Differenzierung sind Lehrkräfte heute mit zusätzlichen Herausforderungen durch die sprachliche Heterogenität der Schülerinnen und Schüler konfrontiert. Der professionelle Umgang damit erfordert neue methodische und didaktische Ansätze. Fächerübergreifendes Ziel dieses Workshops ist die Vermittlung des bewusst gesteuerten und gestützten Aufbaus der Bildungssprache im Fach bei allen Lernenden. Im ersten theoretischen Teil geht es um Prinzipien für die Gestaltung von sprachsensiblem Fachunterricht in natur-wissenschaftlichen Fächern und um die Vermittlung ver-schiedener Möglichkeiten der Unterstützung beim Erwerb der Fach- und Bildungssprache. Die vorgestellten Maß-nahmen der Sprachbildung beginnen mit der Planung des Unterrichts unter Berücksichtigung der (fach-)sprachlichen Lernziele, zeigen die Arbeit mit Modelltexten nach dem Genre Cycle am Beispiel des naturwissenschaftlichen Protokolls und demonstrieren die Anwendung der Methodenwerkzeuge nach J. Leisen in verschiedenen Lehr-Lern-Szenarien. Die digitalen Medien sind bei der Sprachbildung eine Herausforderung und Chance zugleich. Um diese Chancen zu nutzen werden einige Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien zur Sprachbildung und Sprachförderung an konkreten Beispielen vorgestellt. Im zweiten Teil des Workshops sind auf unterschiedlichen sprachlichen Niveaus aufbereitete Experimente zu den Themen Energie bei chemischen Reaktionen (Sek. I/ II, Klasse 8-12) oder Wasser (GS + Sek. I, Klasse 5-6) vorbe-reitet und können durchgeführt werden. In kollegialem Austausch können an Beispielen sprachliche Lernziele formuliert und Material zur Sprachförderung diskutiert und weiterentwickelt werden.
Dr. Tatjana Dingeldein, Universität Frankfurt

Adressaten:

Lehrkräfte für Chemie und andere Interessierte

Ort:

Carl von Ossietzky Universität, Campus Wechloy, W32 Experimentierhörsaal , Küpkersweg 48, 26129 Oldenburg (Oldenburg)

Kooperationspartner:

Lehrerfortbildung Chemie Bremen-Oldenburg

Leiter*in / Referent*in:


Schulform:

Sek II-Bereich, Sek I-Bereich

Kursnummer:

KOL.2008.011

Web+simaz4pvstehpr (haodns.hermann.boesockkr3zxma3rupnn@uobol.bjtpwdezc) (Stand: 21.08.2020)