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Prof. Dr. Lena Ansmann

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Postanschrift

Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department für Versorgungsforschung
Abteilung Organisationsbezogene Versorgungsforschung
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
26129 Oldenburg

Besucheranschrift

Campus Haarentor, Gebäude V04
Ammerländer Heerstraße 140
26129 Oldenburg

AdThera

AdThera - Adhärenz von Therapieempfehlungen aus multidisziplinären Tumorkonferenzen in der Onkologie – Eine Untersuchung in unterschiedlichen Versorgungsorganisationen

Wissenschaftliche Projektleitung:
Prof. Dr. Frank Griesinger
Prof. Dr. Lena Ansmann

Wissenschaftliche Mitarbeit:
Dr. Julia Roeper

Studentische Hilfskräfte:
Alice Blanksma

Kooperationspartner:
PIUS Hospital Oldenburg
•    Universitätsklinik für Innere Medizin — Onkologie
•    Universitätsklinik für Viszeralchirurgie
•    Universitätsklinik für Gynäkologie

Projektlaufzeit:
16.08.2019 – 15.08.2022

Projektförderung:
Forschungspool der Universität Oldenburg Fakultät VI

Projektbeschreibung:
Im Rahmen des nationalen Krebsplans wurden Organkrebszentren wie z.B. Brust- oder Lungenkrebszentren und Onkologische Zentren/ Cancer Center, die einen Zusammenschluss mehrerer Krebszentren darstellen, gebildet. Diese Zentren sollen, die von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und der Deutschen Krebshilfe (DKH) formulierten Leitlinien in die Breite umzusetzen. Somit haben Krebszentren den Auftrag, die Betreuung von Krebserkrankten in einer Region zu koordinieren und dabei nach dem neuesten Stand des evidenzbasierten medizinischen Wissens zu diagnostizieren und zu therapieren. Zentrale Institution in allen Organkrebszenten und Cancer Centers ist die sektorenübergreifende multidisziplinäre Tumorkonferenz (MTK), in der unter Beteiligung aller relevanten Fachdisziplinen aus den Krankenhäusern und den Praxen gemeinsam ein leitlinienbasierter, individuell angepasster Behandlungsplan diskutiert und empfohlen wird. Patientinnen und Patienten werden nach der MTK entweder am Zentrum oder aber auch heimatnah weiter behandelt. Daher stellt sich die Frage, in wieweit die Adhärenz von MTK-Empfehlungen in den unterschiedlichen Versorgungsorganisationen (Zentrum, heimatnahe Versorgung) gesichert ist. Es soll im Rahmen dieses Forschungsvorhabens untersucht werden: 1.) wie die Therapieempfehlungen aus den multidisziplinären Tumorkonferenzen umgesetzt werden; 2.) welche Gründe es für Abweichungen von MTK-Empfehlungen es gibt; 3.) wie der Zusammenhang zwischen dem Grad der Adhärenz (vollständig, partiell, fehlend) von MTK-Empfehlungen und relevanten  Outcome-Parametern, wie dem Gesamtüberleben ist. Es werden in einer explorativen, retrospektiven Beobachtungsstudie ca. 4.500 primär diagnostizierte Krebsfälle und ihre Behandlungsverläufe zwischen 2014 und 2018 aus dem Cancer Center des Pius Hospitals auf die Adhärenz von MTK-Empfehlungen untersucht. Die gewonnen Erkenntnisse können genutzt werden, um Interventionen zu entwerfen, die die Adhärenz der MTK-Empfehlungen in der onkologischen Versorgung verbessern, die die Versorgungsqualität optimieren und somit potentiell einen wesentlichen Fortschritt in der Umsetzung des nationalen Krebsplans erbringen.

(Stand: 21.08.2020)