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Prof. Dr. Lena Ansmann

+49 (0)441 798-4165

Postanschrift

Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department für Versorgungsforschung
Abteilung Organisationsbezogene Versorgungsforschung
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
26129 Oldenburg

Besucheranschrift

Campus Haarentor, Gebäude V04
Ammerländer Heerstraße 140
26129 Oldenburg

TowWork

TowWork – Die Arbeitskräfte von morgen in der deutsch-niederländischen Grenzregion: Wie kann der Fachkräftemangel an Krankenpfleger*innen in Krankenhäusern behoben werden?

Wissenschaftliche Projektleitung:
Prof. Dr. Lena Ansmann
Prof. Dr. Sandra Brouwer
Prof. Dr. Evelyn Finnema
Prof. Dr. Andreas Hein
PD Dr. Anna Levke Brütt
Dr. Adriana Perez-Fortis
Prof. Dr. Klaske Veth

Operative Projektleitung:
Helge Schnack

Projektlaufzeit:
01.03.2022 – 28.02.2025

Projektförderung:
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Niedersächsisches Vorab Programm (Volkswagen Stiftung)

Projektbeschreibung:
Der Mangel an Krankenpfleger*innen stellt für viele Krankenhäuser eine große Herausforderung dar und kann diverse Folgen für die Patientenversorgung haben. Das steigende Patientenaufkommen und der Wettbewerb um qualifizierte Pflegekräfte zwischen den Krankenhäusern verschärfen zudem das Problem. Darüber hinaus sind Pfleger*innen hohen physischen und psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz ausgesetzt, die zu Gesundheitsproblemen und damit zu einer hohen Fluktuation sowie einem hohen Krankenstand führen. Daher müssen Krankenhäuser in gesunde Arbeitsplätze investieren, die dazu beitragen, dass Krankenpfleger*innen im Beruf gehalten werden können. Technologien können hier Abhilfe verschaffen, um das Pflegepersonal bei seiner täglichen Arbeit zu unterstützen, z. B. durch eine intelligente Schichtplanung, gesundheitsfördernde Apps oder technische Assistenzsysteme. Es ist jedoch unklar, ob die das Pflegepersonal oder Krankenhausleitung bereit sind, diese Technologien einzusetzen.

Bisherige Studien haben gezeigt, dass der Mangel an Pflegekräften eine größere Herausforderung für Krankenhäuser in der nördlichen deutsch-niederländischen Grenzregion darstellt, die zudem weniger dicht besiedelt und wirtschaftlich benachteiligt ist als z.B. städtische Grenzregionen. Deshalb kann es hilfreich sein, von den Strategien der Krankenhäuser im Umgang mit dem Pflegemangel – insbesondere jenseits der Grenze - zu lernen. Daraus können zudem geeignete Strategien zur Verbesserung der Rekrutierung und Bindung von Pflegekräften in unserer Grenzregion entwickelt werden.

Das Projekt verfolgt die folgenden Ziele:

(1) Die Personalsituation in Krankenhäusern in der nördlichen deutsch-niederländischen Grenzregion systematisch zu vergleichen,

(2) Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Best-Practice-Beispiele bei der Rekrutierung und Bindung von Pflegekräften in der grenzüberschreitenden Region zu identifizieren und

(3) Bedürfnisse, Präferenzen und die Akzeptanz von Krankenpfleger*innen und dem Krankenhausmanagement gegenüber technologischen Lösungen in Zeiten des Pflegekräftemangels zu identifizieren und quantifizieren.

Diese Projektziele sollen durch die Kombination von den folgenden Datenerhebungsmethoden erreicht werden:

(1) Daten zu Krankenhausmerkmalen und zur Personalsituation werden durch standardisierte Telefoninterviews mit Krankenhausleitungen (n=50) erhoben bzw. gesammelt,

(2) Es werden semi-strukturierte qualitative Interviews mit Krankenhausleitungen (n=12) und mit Krankenpfleger*innen (n=12) in der Grenzregion geführt und

(3) Krankenpfleger*innnen werden im Rahmen einer Online-Umfrage befragt (n=2500). Um die kulturellen und gesellschaftlichen Unterschiede im Umgang mit Technologien zwischen den beiden Ländern zu erforschen, wird eine Teilgruppe von Krankenpfleger*innen von beiden Seiten der Grenze (n=40) sogenannte "Living Labs" an der Universität Oldenburg und am OFFIS - Institut für Informatik besuchen und im Nachhinein befragt. In diesen "Living Labs" werden technologische Lösungen für die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz demonstriert und ausprobiert.

(Stand: 20.04.2022)