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(ZWW / Uni Oldenburg)


Arbeitsplanung Teilprojekt 2 „Institutionelle Kooperationen in weiterbildenden Studiengängen“

Beschreibung:

Dieses Projekt erarbeitet Empfehlungen zur (vertraglichen) Gestaltung der institutionellen Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und zwischen Hochschulen und anderen Bildungsträgern.

Zentrale Fragestellungen:

Wie kommen Kooperationen zwischen Anbietern weiterbildender Studiengänge zustande? Welche Zielsetzungen werden mit Kooperationen verfolgt? Wie sind die Kooperationen organisiert? Welche Absprachen und Regelungen müssen bzw. sollten in Kooperationsverträgen geregelt sein? Wie entwickeln sich bestehende Kooperationen über die Jahre hinweg, durch welche Aktivitäten werden diese mit Leben gefüllt?

Ergebnisse:

Ein Großteil der Anbieter weiterbildender Studiengänge kooperiert formal mit anderen Hochschulen (zumeist desselben Hochschultyps). Ursprung dieser Kooperationen ist zumeist nicht die systematische oder gar an Auswahlkriterien orientierte Suche nach einem passenden Partner zur Ergänzung der eigenen Leistungen und Angebote, sondern ein bestehender Kontakt innerhalb der scientific community. So wird als Hauptzielsetzung der Kooperationen auch eine institutionalisierte Vernetzung, die auch nach außen sichtbar wird, genannt und weniger Aspekte wie eine gemeinsame Positionierung am Markt oder eine Nutzung von Synergieeffekten in der Studiengangsorganisation und/oder im Studiengangsmarketing in den Blick genommen. Dies spiegelt sich auch in den bestehenden vertraglichen Regelungen wider, die meist mehr die Form festgeschriebener Absichtserklärungen haben, denn dass sie die Kooperationspartner zu bestimmten konkreten Handlungen verpflichten. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass viele Befragte zu ihren Kooperationsbeziehungen angaben, dass diese mehr oder weniger nur auf dem Papier existieren. Anhand zahlreicher Kooperationsverträgen aus dem grundständischen Bereich wurden die unterschiedlichsten Regelungen auf ihre Brauchbarkeit und rechtliche Übertragbarkeit bezüglich Weiterbildungskooperationen untersucht. Dabei lassen sich die verschiedensten Aspekte bis ins kleinste Detail regeln, was den Kooperationspartnern eine scheinbare Sicherheit vermittelt. Kehrseite der Medaille ist jedoch ein starres Konstrukt, dass sich nur schwer an veränderte Bedingungen und Situationen anpassen lässt, was nur durch die Nutzung einer von Art Öffnungsklausel eine Flexibilisierung ermöglicht. In wie weit dadurch die Kooperationen mit Leben gefüllt werden, bleibt der Praxis überlassen. Dementsprechend ist es wichtig schon bei den ersten Gestaltungsplanungen einen gesunden Mittelweg an Regelungen zu finden. In Einigen wenigen vertrauensvollen Kooperationen hat sich sogar "weniger als mehr" erwiesen.

Teilprojekt 3: Studiengangsorganisation für Berufstätige in weiterbildenden Studiengängen

Auszug aus dem Projektantrag

Beschreibung:

Dieses Teilprojekt befasst sich mit wesentlichen Rahmenbedingungen und der Organisation von spezifischen Weiterbildungsstudiengängen. Dabei geht es sowohl um Strukturfragen als auch um curriculare und didaktisch-methodische Problemstellungen.

Weiterbildende Studien, die sich in erster Linie an berufserfahrene und in der Regel zugleich auch berufstätige Erwachsene richten, werden nur in Ausnahmefällen als Vollzeitstudium in Präsenzform absolviert werden können. Es wird von daher erforderlich sein, besondere Organisationsformen zu entwickeln, welche die spezifischen Bedürfnisse von Berufstätigen berücksichtigen. Flexibilität und die Anpassung an die je individuellen Besonderheiten des betreffenden Personenkreises sind insofern konstituierende Merkmale dieser Studienform. Nicht nur die zeitliche Dimension, d. h. die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und einem Studium neben dem Beruf ist von Bedeutung, sondern auch die zum Teil von grundständigen Studienangeboten abweichende curriculare Gestaltung von Weiterbildungsstudiengängen. Weiterbildende Studienangeboten sind i. d. R. durch eine enge Verbindung von Wissenschafts- und Praxisorientierung gekennzeichnet. Lernen für die Praxis und Lernen aus bzw. von der Praxis sollen im Vordergrund stehen. Demzufolge ist davon auszugehen, dass Lernen nicht als Einbahnstraße gesehen wird, sondern wechselseitig im Austausch zwischen Theorie und Praxis erfolgt. Die Weiterbildungsstudierenden sind größtenteils berufserfahrene Praktiker und insofern aus-gewiesene Experten in ihren Bereichen. Dies legt nahe, zumindest einen Teil des Studiums in Form von Projektstudien zu organisieren. Zusätzlich wird es natürlich in Kernbereichen Pflichtveranstaltungen geben sowie curriculare Wahlmöglichkeiten, die unterschiedliche Schwerpunktsetzungen und individuelle Leistungsprofilsetzungen ermöglichen.

Zielsetzungen/Ergebnisse:

Im Zentrum der Analyse und Aufarbeitung von Kernproblemen des Teilprojekts wird die Frage stehen, wie sich Phasen des Präsenzstudiums mit Formen des selbstgesteuerten Lernens bzw. Fernlernens optimal kombinieren lassen, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, um sowohl internetgestütztes individuelles Lernen als auch Formen des kooperativen Lernens zu ermöglichen. Dabei ist nicht nur das Erfordernis der Teilnehmerorientierung von Bedeutung sondern auch der Gesichtspunkt der Studieneffizienz zu berücksichtigen. Das Teilprojekt wird Ergebnisse bringen zur Konkretisierung des „Blended Learning – Ansatzes“ und dies in Bezug setzen zu den Voraussetzungen, die von Teilnehmerseite erfüllt sein müssen, um ein weiterbildendes Studium erfolgreich absolvieren zu können. Hinsichtlich der Teilnehmervoraussetzungen und Fragen des Lernumfeldes ergeben sich Querverbindungen zu anderen Teilprojekten.

Meilensteine:

Recherche und Darstellung unterschiedlicher Veranstaltungsformen, die an Hochschulen des In- und Auslandes üblich sind, speziell für den Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung und des E-Learnings: Entwicklung von Clustern, Systematisierung und Verknüpfung mit den Ergebnissen des Teilprojekts 2. Aufriss des Spektrums der zur Verfügung stehenden Kommunikationsinstrumente und –prozesse zwischen Lehrenden und Studierenden sowie zwischen den jeweils Beteiligten untereinander. Darstellung des zeitlichen Aufwands für die Weiterbildungsstudierenden und von evtl. Freistellungsmöglichkeiten unter besonderer Berücksichtigung spezieller Zielgruppen und der jeweiligen Rahmenbedingungen (Determinanten seitens des Arbeitgebers sowie individuelle Vereinbarkeit und zeitliche Disponibilität angesichts gleichzeitiger Verpflichtungen: Beruf – Studium – Lebensgemeinschaft etc.).

Webmascrwqzter ubgAGkn Weiterbilduyyng (ag-weitanderbildunxkbg@uol.de) (Stand: 21.08.2020)