Navigation

"Ohne Motivation läuft nichts."

Physik-Bachelor Student erzählt von seinem Studium

Keno Eilers, 23 Jahre alt, studiert im fünften Semester "Fach- Bachelor Physik" und im ersten Semester "Fach-Bachelor Mathematik"

Warum studierst Du gerade Physik? Bild
Der Grundstein für das Interesse an der Physik wurde bei mir bereits in der Kindheit gelegt. Schon damals habe ich mich sehr für die Entdeckung meiner Umwelt begeistert und wollte unbedingt Erfinder werden. Auch außerhalb der Schule habe ich mich bereits intensiv mit der Physik beschäftigt und mir häufig Bücher aus der Bibliothek geliehen und darin geschmökert. In der siebten Klasse, erinnere ich mich, habe ich mich mit der Berechnung der Bahn der Erde um die Sonne befasst.

Mit welchem Ziel hast Du dich für das Physik-Studium entschieden?
Eigentlich wollte ich schon immer in die Forschung, denn mir geht es um die Inhalte. Und das ist meine Motivation durchzuhalten, auch wenn es immer wieder Übungen gibt, die ich einfach nicht lösen kann - von meinem Ziel lasse ich mich nicht abbringen. Nachdem ich verschiedene Schwerpunkte kennen gelernt habe, weiß ich, dass mich die theoretische Physik am meisten interessiert. Wahrscheinlich werde ich auch im Sommer 2008 meinen Abschluss in der Feldtheorie machen. Danach geht’s dann weiter mit dem Master-Studium.

Wie war der Einstieg ins Studium?
Das schwierigste am Anfang des Studiums war die Tatsache, dass alles ganz anders ist als in der Schule. Ich bin davon ausgegangen, dass ich viel Literatur in der Bibliothek lese. Aber dazu komme ich während der Vorlesungszeit so gut wie gar nicht. Stattdessen bin ich viel mit dem Lösen von Übungszetteln und mit Lesen von Skripts beschäftigt, das hatte ich so nicht erwartet.

Was sind für dich die größten Herausforderungen im Studium?
Von den rund 35 Leuten, die mit mir das Studium angefangen haben, sind doch einige abgesprungen. Wer bis zum dritten Semester durchgehalten hat, ist aber noch dabei. Das erste Jahr ist das schlimmste im Studium, vor allem wegen der schwierigen Matheveranstaltungen- da haben wir alle hart gekämpft. Im Mathekurs war es auch Pflicht, seine Leistungen als Gruppenarbeit abzugeben. Das hatte wenig von einem selbst organisierten Studium. Danach ist es dann besser geworden. Dennoch hätte ich mir gerade im ersten Semester eine bessere allgemeine Unterstützung gewünscht. Aber überlegt, das Studium hinzuschmeißen, habe ich nie.

Und was hast Du bislang gelernt?
Gelernt habe ich insbesondere Methodik und analytisches Denken. Das wirkt sich auch auf meinen Alltag außerhalb der Uni aus, auch hier neige inzwischen ich dazu, Dinge zu klassifizieren oder strategisch nach Lösungen für ein Problem zu suchen.

Warum studierst Du gerade in Oldenburg?
Eigentlich wollte ich weit weg von Ostfriesland, wo ich herkomme, nach Heidelberg oder so. Ausschlaggebend war unter anderem, dass meine Freundin nach Oldenburg zum Studium wollte. Genauso entscheidend war, dass 2005 die Uni Oldenburg bereits das Bachelor-Studium eingeführt hatte, anders als an vielen anderen Hochschulen, wo ich im Verlauf meines Studiums auf Bachelor hätte umsteigen müssen. Das wollte ich auf jeden Fall vermeiden.

Und wie beurteilst Du die Studienbedingungen in Oldenburg? Bild 
Für Oldenburg als Studienort spricht auf jedem Fall, dass der Fachbereich übersichtlich ist, die Zahl der Studenten nicht so hoch ist, genügend Professoren und Tutoren zur Verfügung stehen und ganz wichtig: wir kennen uns untereinander. Und so wird man eben auch mal von einem Professor angesprochen und gefragt, ob man nicht in seiner Arbeitsgruppe als studentische Hilfskraft mitarbeiten will. Auf diesem Weg bin ich jetzt im Bereich Strahlungswandlung und Halbleiterphysik eingebunden.

Webmaster (webs1inkervice.phndysztl3wik@n5uol.de) (Stand: 07.11.2019)