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EWE-Forschungszentrum "Next Energy"

Prof. Dr. Carsten Agert ist Leiter des EWE-Forschungszentrums für Energietechnologie „Next Energy“. Das Zentrum hat sich die drei Themenschwerpunkte: erneuerbare Energien, Energieeffizienz und die Speicherung von Energie gesetzt. Vor diesem Hintergrund entwickelt Next Energy Materialien, Komponenten, Systeme und Produktionstechniken. Für das An-Institut der Uni Oldenburg wurde ein neues Gebäude auf dem Wechloy Campus gebaut.

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Womit beschäftigen sich die Next Energy-ForscherInnen?

Bei den erneuerbaren Energien befassen wir uns mit der Photovoltaik- Technik. Hier ist eines unserer Ziele, die Herstellungskosten zu mindern. Deshalb widmen sich die Forscherinnen und Forscher bei Next Energy in erster Linie der Silizium-Dünnschicht-Photovoltaik. Dieses Material steht unserer Meinung nach vor einer sehr vielversprechenden Entwicklung auf dem Solarzellen-Markt.Bei der Frage der Energieeffizienz setzen wir auf die Brennstoffzellentechnologie in der Kraft-Wärme-Kopplung: Dies beginnt bei den elektrochemischen Grundlagen und endet bei den Anlagen in den Haushalten.

Bleiben noch die Stromspeicher- woran forschen Ihre MitarbeiterInnen in diesem Bereich?

Die zukünftige Energie-Infrastruktur, die den großskaligen Einsatz fluktuierender erneuerbarer Energien erlauben muss, bedarf u. a. leistungsfähiger Stromspeicher. Ein Beispiel sind Autos, die an der Steckdose aufgeladen werden können und deren Batterien dem Stromnetz als Speicher zur Verfügung stehen - ein Modell der Zukunft. Das EWE-Forschungszentrum „Next Energy“ geht der Frage nach:
Wie kann die Energie in den Fahrzeugen gespeichert und die Kopplung zum Stromnetz gelöst werden.

Wer trägt das Forschungszentrum und wie wird es finanziert?

Next Energy wird von einem gemeinnützigen Verein getragen, dessen wesentliche Mitglieder aus der Universität Oldenburg, der EWE AG und dem Land Niedersachsen bestehen. Als außeruniversitäres und unabhängiges Institut stimmen wir unsere Schwerpunktsetzung mit einem wissenschaftlichen Beirat ab, der sich gleichermaßen aus Industrie und Forschung zusammensetzt.

Wir sind ein sehr anwendungsorientiertes Institut, das seine Grundfinanzierung von der Oldenburger EWE AG erhält. Zudem streben wir an, mittelfristig einen großen Teil unserer Forschungen über zusätzliche Drittmittel zu finanzieren. Unser Institut ähnelt ein bisschen dem Modell der Fraunhofer Gesellschaft.

Das Forschungszentrum ist noch im Aufbau begriffen, wer wird in Zukunft bei Ihnen arbeiten?

In einigen Jahren wird das Institut bis zu 100 Köpfe beherbergen, davon wird ein Drittel studentisch sein. Für Studierende gibt es verschiedene Möglichkeiten bei uns zu tätig zu werden: Praktika, studentische Nebenjobs, Studienabschlussarbeiten oder eine Promotion. Ein Einsteig ist bereits nach zwei Semestern möglich. Wir bieten sowohl Physikern, Chemikern, Ingenieuren als auch Informatikern und Regelungstechnikern ein spannendes Arbeitsfeld.

Worin liegt die Faszination, die Sie zu energietechnologischen Fragen geführt hat?

Die Dimension der Herausforderung, die wir in diesem Bereich in den Industriegesellschaften bis 2050 gemeistert haben müssen, ist riesig und die wissenschaftliche Themenbreite äußerst interessant. Somit empfinde ich meine Aufgabe hier in Oldenburg als sehr, sehr spannend.

Melanie Pust hat mit Prof. Dr. Carsten Agert gesprochen.

Weitere Infos: www.next-energy.de

Webmast7g1er/up1 (webzn6jserviceba.physik@uzk74ol.d1lm2effwts) (Stand: 07.11.2019)