Dissertation

Challenges to Democratic Representation: Party Competition, Party Elites, and Voters in Times of Populism

Die Dissertation zeigt welchen Effekt Populismus auf demokratische politische Repräsentation ausübt. Insbesondere wird betrachtet welchen Einfluss Populismus auf die drei Akteure des politischen Repräsentationsprozesses - Parteien, Parteieliten und Wähler:innen - hat. Die Effekte von Populismus auf die Demokratie werden sowohl im öffentlichen Diskurs als auch in der Forschungsliteratur vor allem als negativ bezeichnet. Mögliche positive Effekte hingegen sind weniger stark erforscht. Populismus kann jedoch insbesondere auf politische Repräsentation positiv wirken, da populistische Akteur:innen jenen Bürger:innen politische Repräsentation bieten, die sich von den etablierten Parteien nicht vertreten fühlen. Um die Auswirkungen des Populismus auf die politische Repräsentation und deren Akteure zu analysieren, umfasst diese Dissertation fünf Artikel. Der erste Teil dieser Arbeit befasst sich mit Parteien im Parteienwettbewerb, wobei zum einen die Verortung populistischer Parteien im zweidimensionalen Politikraum beleuchtet wird aber auch der Parteienwettbewerb auf lokaler Ebene betrachtet wird. Im zweite Teil der Arbeit betrachte ich die Wahrnehmung der politischen Repräsentation durch populistische Parteieliten und analysiere, ob es populistischen Kandidat:innen ein zentrales Anliegen ist die Forderungen der eigenen Wählerschaft in politischen Entscheidungsfindungsprozessen zu vertreten. Der dritte Teil der Arbeit beleuchtet den Einfluss des Populismus auf die politischen Einstellungen von Wähler:innen. Es wird analysiert, wie populistische Einstellungen die Auswahl von Kandidat:innen durch Wähler:innen beeinflussen. Zusätzlich zeige ich empirische Evidenz für die Volatilität des politischen Vertrauens populistischer Parteianhänger:innen. 

(Stand: 09.06.2021)