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Workshop - Rechtsfragen Virtueller Welten

Workshop

Das von der Stiftung Bremer Wertpapierbörse geförderte Forschungsprojekt „Rechtsfragen Virtueller Welten“ unter der Leitung von Prof. Dr. Jürgen Taeger, in Kooperation mit Rechtsanwalt Dr. Oliver M. Habel (teclegal Habel, München), Prof. Dr. Benedikt Buchner (Universität Bremen) und Prof. Dr. Jens M. Schubert (Universität Oldenburg) sowie der Deutschen Stiftung für Recht und Informatik veranstaltet am Freitag, 13. November 2009 den Workshop

Rechtsfragen Virtueller Welten

Die ersten virtuellen Welten entstanden in den letzten zwei Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts. Von den textbasierten Anfängen ist die virtuelle Welt inzwischen weit entfernt. Riesige 3D-Online-Welten eröffnen den Spielern heute die Möglichkeit, Abenteuer in den verschiedensten Genres zu erleben. Eine in den letzten Jahren aufgetretene Entwicklung sind die Massively Multiplayer Online Social Games (MMOSG) wie Second Life. In Ihnen steht nicht das Erleben eines Abenteuers im Vordergrund, sondern die Möglichkeit sich in einer 3-D-Welt selbst zu entfalten.

Die Spieler von Second Life haben die Möglichkeit virtuelle „Grundstücke“ zu erwerben auf denen sie ihre eigenen virtuellen Häuser bauen können. Sie stellen Kleidung für ihren Avatar und Möbel für ihre Wohnung her. Auch können sie ihre entworfenen Gegenstände anderen Spielern gegen die spielinterne Währung (L$) verkaufen. Innerhalb des Spiels werden Unternehmen gegründet, Freundschaften geschlossen und Liebesbeziehungen eingegangen. Auch reale Unternehmen, Universitäten und Religionsgemeinschaften errichten in der virtuellen Welt Repräsentanzen.

Aber auch die virtuelle Welt ist nicht frei von Konflikten. Ein virtueller Gegenstand kann z.B. nicht die versprochenen Eigenschaften haben, oder aber die Markenrechte eines realen Unternehmens verletzen. In der virtuellen Welt getroffene Aussagen können die Persönlichkeitsrechte einer Person verletzen. Auch Straftaten innerhalb der virtuellen Welt sind möglich, so z.B. rassistische Äußerungen und sexuelle Belästigung. Fälle von Kinderpornografie sind inzwischen ebenfalls bekannt geworden. Es stellt sich ebenfalls die Frage, ob in virtuellen Welten Datenschutz und Jugendschutz gewährleistet sind. Schließlich müssen Gewinne aus der Betätigung in virtuellen Welten ebenso versteuert werden wie Gewinne aus der realen Welt, es ergeben sich also auch bilanzrechtliche und steuerrechtliche Fragestellungen.

Neben den rechtlichen ergeben sich auch wirtschaftwissenschaftliche Fragestellungen. So werden inzwischen Studien innerhalb der virtuellen Welt zu volkswirtschaftlichen Themen, z.B. Angebot und Nachfrage, Inflation und die Frage ob virtuelle Volkswirtschaften Einfluss auf reale Volkswirtschaften haben können.

Einige dieser Themen sollen im Rahmen des Workshops diskutiert werden.


Flyer Virtuelle Welten 2009

Programmflyer (PDF 199KB) 

   

Workshop

Rechtsfragen Virtueller Welten

Freitag, 13. November 2009
9:30 bis 17:00 Uhr
Oldenburg, DSRI-Seminarraum, Kurwickstr. 14/15,
26122 Oldenburg


Die Teilnahme ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt, daher wird um vorherige Anmeldung per E-Mail oder Telefon gebeten.

Frau Andrea Büntjen-Harjes:
E-Mail: andnjdkyreaowu.bukzhen6utjenoy.harjes@uol.de
Tel.: (0441) 798-4135

Webm+td+aster (stfgumirldek@uow9ocl.du02fegl6) (Stand: 21.04.2020)