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Beschäftigung Leiharbeiter

Beschäftigung von Zeit-/LeiharbeitnehmerInnen

(im Sinne des "Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes“)

In der kommenden Zeit wird der Einsatz von Zeit-/Leiharbeitskräften immer häufiger auch ein Thema an unserer Universität werden. Dieses ist mit Argwohn und Sorge zu betrachten. Einstellungsstopp und Wiederbesetzungssperre – unseres Erachtens sind das keine „guten“ Gründe, Zeit-/Leiharbeit unkritisch zu akzeptieren. Gesetzlich geregelt und legal, für den Arbeitgeber praktisch, da kein Ärger mit Befristungsgründen - auch das sind keine Argumente, um blind zuzustimmen. Weil nicht alles, was erlaubt ist, auch sozial akzeptabel ist. Denn es gibt nicht nur Arbeitgeber und Arbeitnehmer, sondern auch noch einen Dritten im Bunde, den Verleiher, der an dem Geschäft mitverdienen will. Da aber nicht urplötzlich mehr Geld für eine Stelle vorhanden ist als sonst, kann das nur eines bedeuten: Was der Verleiher verdienen will, muss er durch billigeren „Einkauf“ seines „Angebotes“ erzielen. Das bedeutet: Diese Arbeitskräfte verdienen rund ein Drittel weniger, als wenn sie tarifgerecht bezahlt werden müssten.

Nicht aus dem Blick verlieren darf man andererseits, dass es für Arbeitslose eine Möglichkeit bedeuten kann, wieder Beschäftigung zu finden. Aber rechtfertigt das generell die wesentlichen Negativmerkmale solcher Leih- oder Zeitarbeitsverträge wie fehlende Bindung an Tarifverträge, Ausblendung von wesentlichen arbeitsrechtlichen Schutzbestimmungen und anderes mehr? Fakt ist: Es bedeutet das Abschieben von sozialer Verantwortung.

Hier kommen Entscheidungen auf den Personalrat zu, die nicht einfach mit Ablehnung oder Zustimmung beschieden werden können, sondern in jedem einzelnen Fall und nur nach sorgfältigem Abwägen des Für und Wider flexibel getroffen werden sollten. Denn natürlich gibt es Arbeitsbereiche und Situationen, in denen gemeinsam „intelligente“ Lösungen gefunden werden müssen.

 

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