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Donnerstag: interkulturell & sprachsensibel

Kontakt

Team der Pädagogischen Woche

Hilke Fickenfrerichs

Ina Becker

Nele Marei Bothe

Niklas Reinken

Dr. Verena Niesel

E-Mail

Generell: paedagogische-woche@uol.de

für Aussteller: pw-ausstellung@uol.de

Postadresse:

Didaktisches Zentrum der Universität Oldenburg

Ammerländer Heerstr. 114 - 118

26129 Universität Oldenburg

 

 

 

Donnerstag: Thementag - interkulturell & sprachsensibel

09:00 Uhr: Impulsvortrag
Bildung in der Schule der Migrationsgesellschaft

Prof. Dr. Paul Mecheril, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 4.1.01, Impulsvortrag

Zielgruppe: alle

Beschreibung:

Wir leben in gesellschaftlichen  Zusammenhängen, für die die Vielfalt der Lebensformen, der Werthaltungen, der Lebensgeschichten, Sprachen und Weltsichten charakteristisch ist. Menschen sind unterschiedlich, und es scheint der Fall zu sein, dass diese Unterschiede aufgrund von Migrationsprozessen und anderen gesellschaftlichen Dynamiken in Zukunft weiter zunehmen werden. Die deutschen Bildungssysteme und hier insbesondere das Schulwesen tun sich aber eher schwer, diese Vielfalt anzuerkennen.

In diesem Impulsvortrag wird sich der Referent mit der Frage beschäftigen, womit diese Beharrung auf „Einfalt“ zusammenhängt und er stellt sich der Frage, was schulische Bildung auszeichnet, die migrationsgesellschaftliche Unterschiede und Vielfalt nicht ausblendet, sondern erkennt und anerkennt.

Wahlangebote 10:45 Uhr bis 11:45 Uhr,
zum Ansehen bitte anklicken

 

Umgang mit sprachlicher Heterogenität im Unterricht der Sekundarstufe I

PD Dr. Vera Busse, Universität Vechta, Vechta

Veranstaltungsnummer: 4.2.01, interaktiver Vortrag

Zielgruppe: Sek I

Beschreibung:

Der angemessene Umgang mit sprachlicher Heterogenität ist eine zentrale Aufgabe der Lehrtätigkeit, die vor dem Hintergrund verstärkter Migrationsbewegungen zunehmend an Relevanz erlangt. Wissenschaftliche Befunde weisen dabei darauf hin, dass diesbezüglich zum einen die Befähigung zum reflektierten Umgang mit migrationsbedingter Heterogenität, zum anderen die sprachdidaktische Weiterbildung von Lehrkräften wichtig ist. Der Vortrag gibt zunächst einen kurzen Überblick über relevante Befunde aus den Bildungs- und Sprachwissenschaften. Anhand von Unterrichtsvideos und Lehrmaterialien aus unterschiedlichen Fächern soll anschließend aufgezeigt werden, wie im Unterricht eine systematische und nachhaltige Vermittlung deutschsprachiger Kompetenzen stattfinden kann.

 

 

Sprachsensibel in der Grundschule unterrichten – was heißt das praktisch?

PD Dr. Ines Oldenburg, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 4.2.02, interaktiver Vortrag

Zielgruppe: Primar

Beschreibung:

Sprachsensibles Unterrichten in der Grundschule bedeutet, sich an den Bildungsvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler zu orientieren und entsprechend die Kommunikation im Unterricht zu gestalten.

Der interaktive Vortrag bietet viele praktische Impulse zur Gestaltung von sprachsensiblem Unterricht in der Grundschule, die sich in den meisten Fächern leicht umsetzen lassen. Im Zentrum steht Wortschatzarbeit, die das Ziel hat, „Alltagssprache“ zur „Fachsprache“ zu entwickeln. Dies wird an praktischen Beispielen für verschiedene Fächer aufgezeigt.

 

 

Religionssensible Schulentwicklung

Prof. Dr. Dr. Joachim Willems, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 4.2.03, Vortrag

Zielgruppe: keine Angabe

Beschreibung:

Religion ist in den Medien und auch in unserem Alltag omnipräsent: Kreuze in bayerischen Amtsstuben, „christliches Abendland“ gegen „muslimische Zuwanderung“, Antisemitismus auf dem Schulhof, Verbote oder Duldung von Kopftüchern bei Lehrerinnen und Schülerinnen, islamische Gebete in der Pause – von einer Säkularisierung im Sinne eines Verschwindens von Religion, zumindest aus dem öffentlichen Leben, kann keine Rede sein. Die Schulen stehen in diesem Zusammenhang vor der Aufgabe, das Zusammenleben so zu gestalten, dass es den Bedürfnissen und den Grundrechten aller am Schulleben beteiligten Personen entspricht.

In der Veranstaltung werden Erfahrungen aus verschiedenen Projektinitiativen vorgestellt und religionspädagogisch reflektiert. Ein Austausch mit den TeilnehmerInnen und ihren Erfahrungen ist erwünscht.

 

 

Vielfalt im Klassenzimmer gestalten durch interkulturelle Kompetenz

Sara Paßquali, Trainerin und Beraterin, Oldenburg, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 4.2.04, Interaktiver Vortrag

Zielgruppe:alle

Beschreibung:

Im Fokus der Veranstaltung steht die Frage: Wie kann der Vielfalt im Klassenzimmer am besten begegnet werden und welche Möglichkeiten gibt es, damit umzugehen?
Wichtig dabei ist die interkulturelle Kompetenz als Schlüsselkompetenz für ein erfolgreiches Miteinander. Da das Feld Schule ständigem kulturellem Wandel unterlegen ist, werden diese Kompetenz, das dahinter stehende Wissen und die daraus entwickelten Fähigkeiten eine zentrale Rolle in der zukünftigen Schulwelt einnehmen.
In dem angebotenen interaktiven Vortrag wird die subjektive Wahrnehmung im Zentrum stehen mit Berücksichtigung der Frage, welche Möglichkeiten durch die eigene Wahrnehmung von Anderem entstehen bzw. welche auch verborgen bleiben. Diese Wahrnehmung wird durch die Einbindung von interkultureller Kompetenz in die Unterrichtsgestaltung gezielt geschult und geschärft, sodass PädagogInnen eine diversitätssensible Herangehensweise schaffen und (non-)verbale Kommunikationsmuster erkennen können, wodurch wiederrum Vorurteile und Diskriminierung abgebaut werden.

 

 

Musik als Medium für Sprache, Zugehörigkeit und Miteinander

Remmer Kruse, Förderschule Großheide, Großheide

Veranstaltungsnummer: 4.2.05, Workshop

Zielgruppe: alle

Beschreibung:

Musik ist die einzige Sprache, die Menschen überall auf der Welt verstehen. Musik steht für eine erfolgreiche Kommunikation ohne Verbalsprache.  Gleichzeitig ist die Welt der Klänge beim Erlernen einer Sprache hilfreich.

Diese verschiedenen Aspekte werden im Workshop mit viel Praxis und wenig Theorie vorgestellt. Die Praxisbeispiele sind so gestaltet, dass sie auch von NichtmusikerInnen ohne großen Aufwand umgesetzt werden können. Die musikpraktischen Ideen eignen sich für alle Lerngruppen. Sie sind so konzipiert, dass alle SchülerInnen teilnehmen und teilhaben können.

Die Veranstaltung ist eine Initiative des Projekts „Musik, Sprache, Teilhabe“, welches von der  Bertelsmann Stiftung und dem Niedersächsischen Kultusministeriums gefördert wird.

 

Wahlangebote 13:00 Uhr bis 14:00 Uhr,
zum Ansehen bitte anklicken

Geschlechterrollen im Vergleich: Islam und Christentum

Dr. Yasemin El-Menouar, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh, Gütersloh

Veranstaltungsnummer: 4.3.01, Vortrag

Zielgruppe: alle

Beschreibung:

Der Islam ist heute die zweitgrößte Religion in Deutschland und durch Moscheen wie auch andere religiöse Symbole in der Öffentlichkeit präsent. Zugleich ist sein Bild in weiten Teilen der Bevölkerung ungewöhnlich negativ geprägt. Kopftuchstreit, Zwangsverheiratungen und Ehrenmorde sind Schlagworte, die häufig in Islamdebatten auftauchen und die die negative Wahrnehmung unterstützen. Insbesonders der praktizierte Islam wird in den Diskussionen häufig als Integrationshindernis bezeichnet, mit dem Argument, dass die Menschenrechte, besonders der Grundsatz der Gleichberechtigung, verletzt werden.

In dieser Veranstaltung wird der Geschlechtergleichberechtigung nachgegangen und zwar vergleichend im Islam und im Christentum. Was sind die verschiedenen Geschlechterrollen bzw. -arrangement und wie ist die gelebte Geschlechterhaltung in diesen beiden Religionen?

Ziel ist es, durch einen differenzierten Blick für die Lebenswirklichkeiten muslimischer SchülerInnen zu sensibilisieren – jenseits üblicher Klischees – und so die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, um bestehende Herausforderungen hinsichtlich Geschlechterrollenvorstellungen zu erkennen und angemessen mit ihnen umzugehen.

 

 

HipHop in der Schule: Sprache – Identität – Differenz

Prof. Dr. Martin Butler, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 4.3.02, Vortrag

Zielgruppe: alle

Beschreibung:

Anhand von Beispielen aus dem US-amerikanischen und deutschen Kontext beleuchtet der Vortrag zentrale Themen und Motive des Hiphops, seine identitätsbildenden Potentiale und die Formen und Funktionspotentiale der Auseinandersetzung, vor allem mit sprachlichen und kulturellen Differenz- und Zugehörigkeitsordnungen. Auf diese Weise möchte der Referent das große Potential von Hiphop darstellen und anregen, ihn als Unterrichtsgegenstand oder als Medium zur Vermittlung verschiedener Thematiken in unterschiedlichen Schulfächern zu nutzen

 

 

Wie Alphabetisierung für jugendliche Zugewanderte gelingen kann

Anja Böttinger, Anita Coutelle, Hueber Verlag, München/ Bremen

Veranstaltungsnummer: 4.3.03, Vortrag

Zielgruppe: alle

Beschreibung:

In diesem Vortrag werden die unterschiedlichen Dimensionen der Alphabetisierung dargelegt. In Seiteneinsteigerklassen sind zum Teil SchülerInnen, die noch nicht über ausreichende Schriftsprachkompetenzen verfügen. Lehrkräfte stehen vor der Herausforderung, den neu zugewanderten Jugendlichen parallel zum Zweitspracherwerb die Schrift zu vermitteln. Für manche Lernende ist es ihre erste Schrifterfahrung, für andere ist es der Erwerb einer Zweitschrift. Im Vortrag soll gezeigt werden, wie es gelingen kann, Deutsch zu unterrichten ohne auf die Schriftsprache zurückgreifen zu können. Es werden wichtige Schritte im Lese- und Schreibprozess veranschaulicht: Vom Erlernen der Buchstaben und Laute über die phonologische Bewusstheit bis hin zum Wortschatzaufbau. Besondere Aufmerksamkeit soll der deutschen Schriftsprache gewidmet werden. Anhand von Selbsterfahrungsübungen können sich die Lehrkräfte in die Lernenden hineinversetzen und verstehen, welche Anstrengung es kostet, sich die deutsche Sprache anzueignen. Kurze Einblicke in verschiedene Schriftsysteme und in Herkunftssprachen der Lernenden zeigen auf, wo Schwierigkeiten auftreten können und gezielt geübt werden müssen. Übungen und anschauliche Tipps aus der Unterrichtspraxis verdeutlichen die Inhalte und didaktischen Ansätze und bieten Anregungen für einen abwechslungsreichen Unterricht.

 

 

Integration durch/trotz Sprache?! Kooperation Schule – Universität

Sarah Olthoff (geb. Zweers), CvO Universität Oldenburg, Wardenburg

Veranstaltungsnummer: 4.3.04, interaktiver Vortrag

Zielgruppe: alle

Beschreibung:

Fast in jeder Klasse befinden sich SchülerInnen, die Deutsch nicht als Muttersprache erworben haben. Viele (angehende) Lehrkräfte empfinden dies als große Belastung (vgl. Frank 2015, S. 15ff.). Zugleich wird Mehrsprachigkeit immer wieder als positives Merkmal dargestellt und Sprachenvielfalt gilt als wünschenswert (vgl. Fürstenau/ Gomolla 2011, S. 13). Um angehende und ausgebildete Lehrkräfte zu unterstützen, wurde an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg ein neues Lehr-Lern-Format entwickelt und erprobt, welches eine Kooperation zwischen Universität und Schule anstrebt und so versucht, Synergieeffekte zwischen Theorie und Praxis zu erzielen.

Die Studierenden der Seminare profitieren dabei von der Praxiserfahrung der Lehrkräfte. Die Lehrkräfte ziehen hingegen einen Nutzen aus theoretisch fundierten und auf die Lernenden zugeschnittenen Unterrichtsmaterialien.

Die angebotene Veranstaltung soll einen Einblick in dieses neue Lehr-Lern-Format bieten. Hierzu werden spezifische theoretische Inhalte thematisiert und erste Ergebnisse (d.h. spezifische Materialien) der bereits durchgeführten Module gezeigt und diskutiert.

 

 

Und alle dreh'n sich – Tanzen als Baustein systematischer Sprachförderung

Ingrid Clausmeyer, Studienseminar Osnabrück, Osnabrück

Veranstaltungsnummer: 4.3.05, interaktiver Vortrag

Zielgruppe: Primar

Beschreibung:

Das Umsetzen von Sprache in Bewegung, besonders in rhythmischen Zusammenhängen, hilft neue Wörter zu verstehen und zu behalten und über Modelläußerungen auch den Erwerb grammatischer Strukturen zu begünstigen.

Ziel dieser Veranstaltung ist die Vorstellung von einfachen, motivierenden Tänzen, die die Sprachentwicklung von Kindern, die Deutsch als Zweitsprache lernen, auf den Ebenen des Wortschatzes und der Grammatik fördern.

Darüber hinaus werden methodische Hilfen zur sprachförderlichen Gestaltung des Unterrichts  gegeben. Zielgruppe: Kinder im Alter von 5 – ca. 8 Jahre.

 

Wahlangebote 14:45 Uhr bis 15:45 Uhr,
zum Ansehen bitte anklicken

 

Scaffolding für Sprachbildung in allen Fächern

Behice Ṣengün, Nds. Landesschulbehörde Osnabrück, Standort Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 4.4.01, Vortrag

Zielgruppe: alle

Beschreibung:

Der Vortrag widmet sich der Frage, wie durchgängige Sprachbildung in einer interkulturellen Schule helfen kann, allen SchülerInnen durch Schulbildung und Ausbildung maximale Teilhabe zu ermöglichen. Aber wie ist „Sprachbildung in allen Fächern“ machbar?

Im Fokus des Vortrages steht die zentrale Methode „Scaffolding“, mit der Sprachbildung zum natürlichen Bestandteil des Unterrichts wird. Aspekte der Methode sind Registerwechsel von der Alltagssprache zur Fach- und Bildungssprache, verschiedene Methoden der Sprachbildung, Unterrichtsplanung entlang der Sprachhandlungen, Umgang mit Arbeitsanweisungen und Operatoren sowie der Einsatz von Vereinheitlichungen und innerschulischen Absprachen.

 

 

Sprachsensibler Fachunterricht an berufsbildenden Schulen

Sabine Eickhoff, BBS Jever und Studienseminar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen Oldenburg, Jever

Veranstaltungsnummer: 4.4.02, interaktiver Vortrag

Zielgruppe: Sek II

Beschreibung:

Die Notwendigkeit die Vermittlung sprachlicher Fähigkeiten als Teil des Fachunterrichts zu verstehen, ist inzwischen Konsens. Für einige Fächer (besonders Mathematik und Naturwissenschaften, besonders in der Sek. I) gibt es bereits recht konkrete Vorschläge zur Entwicklung bildungssprachlicher und fachsprachlicher Kompetenzen.

Der Unterricht an Berufsbildenden Schulen bringt jedoch besondere Anforderungen mit sich: Zum einen ist die Schülerschaft sehr heterogen und zum anderen sind die sprachlichen Anforderungen der verschiedenen beruflichen Ausbildungen sehr divers und erfordern zusätzlich ganz unterschiedliche kommunikative Fähigkeiten.

Ziel der Veranstaltung ist es, die besonderen sprachlichen Anforderungen, exemplarisch für den Bereich Wirtschaft, zu identifizieren und Gestaltungsvorschläge für einen sprachsensiblen Unterricht in diesem Bereich herauszustellen.

 

 

Fokusevaluation: "Durchgängige Sprachbildung"

Dr. Ursula Held, Thomas Iser, NLQ – Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung, Hildesheim

Veranstaltungsnummer: 4.4.03, Vortrag

Zielgruppe: Primar, Sek I, Sek II (nicht BBS)

Beschreibung:

Schulentwicklung mit externer Unterstützung eigenständig zu betreiben, ist der Grundgedanke der neuen Fokusevaluation des Landes Niedersachsen, die die Schulinspektion vor kurzem abgelöst hat. In der Veranstaltung werden zwei Schulevaluierende des Niedersächsischen Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) vorstellen, wie die Fokusevaluation dazu beitragen kann, „Durchgängige Sprachbildung“ als Unterrichtsziel systematisch in der Schule zu entwickeln. Hierzu werden der Ablauf und die Bausteine des Verfahrens vorgestellt. Als zentrales Instrument wird ein neu entwickelter Unterrichtsbeobachtungsbogen zum Fokus „Durchgängige Sprachbildung“ präsentiert, der als Modell lernwirksamen Unterrichts in diesem Themenfeld dient. Wie Schulen eigene Schwerpunkte setzen, zielorientiert ihre schulische Arbeit gestalten und evaluieren können und welche Unterstützungssysteme ihnen in Niedersachsen dabei zur Verfügung stehen, soll konkret beleuchtet werden. Mögliche Herangehensweisen werden anhand von Beispielschulen, die aktuell am Thema „Durchgängige Sprachbildung“ arbeiten, vorgestellt. Um die eigene Schulsituation zu reflektieren, werden die TeilnehmerInnen Gelegenheit erhalten, Beispiele und/oder Überlegungen zu eigenen Ansätzen der Schulentwicklung im Bereich der „Durchgängigen Sprachbildung“ zu diskutieren.

 

 

Theater machen: interkulturell & sprachsensibel

Hanna Puka, Oldenburgisches Staatstheater, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 4.4.04, Workshop

Zielgruppe: alle

Beschreibung:

Für viele Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal ist das Arbeiten mit interkulturellen Gruppen Alltag. Die Diversität der TeilnehmerInnen birgt künstlerisches Potential – gleichzeitig ist immer wieder diversitysensible Kompetenz gefragt, um Rassismus, (Fremden-)Angst und Diskriminierung, aber auch Berührungsängsten begegnen zu können. Wie kann hier gute Kommunikation gelingen?

Anhand der theaterpädagogischen Arbeit am Staatstheater wollen wir diesen Fragen nachgehen und über praktische Sprachspiele, Selbstwahrnehmungs- und Theaterübungen einen spielerischen Reflexionsprozess initiieren.

 

 

"Leichte Sprache" – eine Einführung

Marion Lundborg, Heike Lübben, Büro für Leichte Sprache Oldenburg, Oldenburg

Veranstaltungsnummer: 4.4.05, Vortrag

Zielgruppe: alle

Beschreibung:

Viele Menschen stehen vor dem Problem, Texte des täglichen Gebrauchs nicht nutzen zu können. Sie haben aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten mit dem Lesen, Schreiben und Verstehen von Texten.

Dazu gehören Menschen mit kognitiven Behinderungen, Lernschwierigkeiten, geringen Lese-Schreibkompetenzen, Aphasie, Legasthenie, gehörlose Menschen, ältere Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund.

Viele Millionen Menschen sind deshalb in der gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe und der Bewältigung des Alltags eingeschränkt. Texte in „Leichter Sprache“ können helfen, solche Barrieren abzubauen. Diese Texte sind leicht verständlich, weil sie kurze Sätze und einfache Wörter enthalten und durch Bilder veranschaulicht werden. Seit Inkrafttreten der UN - Behindertenrechtskonvention 2009 hat die „Leichte Sprache“ in Deutschland an Bedeutung gewonnen. „Leichte Sprache“ ermöglicht allen Menschen Teilhabe an Bildung, Information und Kultur und schafft so die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben.

In diesem Vortrag lernen Sie „Leichte Sprache“ als nützliches Instrument in Ihrem pädagogischen Alltag kennen.

 

diz-Webmaster (Stand: 13.09.2018)