Dienstag, 27.09.: Fokus "Individuum"

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Team der Pädagogischen Woche

Dr. Verena Niesel
Fedor Stern
Ina Becker

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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Zentrum für Lehrkräftebildung – Didaktisches Zentrum (DiZ)
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

Dienstag, 27.09.: Fokus "Individuum"

Fokus "Individuum: kreativ & eigenverantwortlich"

Impulsvortrag (09:00-10:00 Uhr)

"Individualisierung von Unterricht als Reformstrategie"
Prof. Dr. Till-Sebastian Idel, Universität Oldenburg

1-A1, 09:00-10:00 Uhr

Format: Impulsvortrag
Zielgruppe: alle
TN-Begrenzung: keine

Beschreibung:

Die Veränderung von Unterricht gilt als erfolgversprechender Weg zu einer Schule, in der Schüler*innen in größerem Ausmaß eigene Interessen entfalten, eigenverantwortlich und selbstbestimmt lernen und damit kreativ handeln können. Das Schlagwort der „Individualisierung“ bringt die Forderungen eines Wandels der schulischen Lernkultur auf den Punkt. Nun sind solchen Reformprozessen in Schule als einer organisierten gesellschaftlichen Institution zur Erziehung von Massen auch Grenzen gesetzt. Im Vortrag wird zum einen die schulpädagogische und bildungspolitische Diskussion um die Individualisierung von Unterricht rekapituliert sowie schul- und gesellschaftstheoretisch gerahmt. Damit lässt sich Schulreform als ambivalente gesellschaftliche Praxis kritisch im Hinblick auf die ihr von außen zugemuteten Erwartungen und Idealisierungen reflektieren. Zum anderen werden als konkretes und besonders weitreichendes Reformbeispiel die fünf am Schulversuch PRIMUS in Nordrhein-Westfalen beteiligten Schulen vorgestellt, die in einer Prozessforschung seit 2014 wissenschaftlich begleitet werden. Die Primus-Schulen werden geführt als inklusive Langformschulen von Klasse 1 bis 10 und bieten alle allgemeinbildenden Abschlüsse an. Sie entdramatisieren den sozial selektiven Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe und tragen der Heterogenität der Lernenden in jahrgangsgemischten Lerngruppen Rechnung. An ihrer Entwicklungsarbeit wird deutlich, dass gerade eine konsequente Verbindung der beiden Ebenen von Schul- und Unterrichtsentwicklung zu einer wirklich nachhaltigen Öffnung und Individualisierung des Unterrichts führen kann. Zugleich tritt im PRIMUS-Projekt die Anforderungsstruktur deutlich zu Tage, die die Individualisierung für ein verändertes Handeln von Lehrpersonen mit sich bringt.

Wahlangebote B (10:45-11:45 Uhr)

"Positive Pädagogik – Die Macht der guten Gefühle nutzen"
Prof. em. Dr. Olaf-Axel Burow, www.if-future-design.de, Baunatal

1-B1, 10:45-11:45 Uhr

Format: Vortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

Positive Pädagogik ist eine wissenschaftliche Theorie, die Erfolgsprinzipien einer an den Stärken orientierten, wertschätzenden Unterrichtspraxis entwickelt und Wege zur Talentförderung und Potenzialentfaltung von Schüler*innen aufzeigt. Es geht dabei darum, die Defizitorientierung von Schule zu überwinden, indem Lehrkräfte lernen, die „Macht der guten Gefühle“ zu nutzen, um Schule insgesamt in eine „Wertschätzende Organisation“ zu verwandeln. Wie man die Talente bzw. Neigungen von Schüler*innen fördern kann, wie man mit der Macht der guten Gefühle führen kann und wie sich Schule zu einer „Wertschätzenden Organisation“ entwickeln kann, wird in diesem Vortrag vorgestellt. Im Anschluss gibt es die Gelegenheit zur Diskussion der vorgestellten Thesen.  

Literaturempfehlungen:
Burow O. A. (2011): Positive Pädagogik: Sieben Wege zu Lernfreude und Schulglück. Weinheim: Beltz
Burow O.A. (2015): Team-Flow: Gemeinsam wachsen im Kreativen Feld. Weinheim: Beltz.
Burow O.A. (2016): Wertschätzende Schulleitung. Der Weg zu Wohlbefinden, Engagement und Spitzenleistung. Weinheim: Beltz.

"Handlungsorientierte Lernsituationen schaffen – selbstorganisiertes Lernen möglich machen – Eigenverantwortung leben"
Sven Heidemeyer & Stephan Schmidt, Kaufmännische Lehranstalten (KLA) Bremerhaven

1-B2, 10:45-11:45 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: BBS
TN-Begrenzung: 30

Beschreibung:

Analoger Frontalunterricht bereitet die Lernenden auf eine Welt vor, die es schon lange nicht mehr gibt. Insbesondere die lernfeldorientierten Curricula der beruflichen Bildung fordern durch ihre Betonung von Handlungsorientierung und Selbstständigkeit der Lernenden einen entsprechenden Paradigmenwechsel ein. Dafür braucht es einen Unterricht, in dem Lernende Verantwortung übernehmen – für sich, ihre Ergebnisse und andere Menschen. Von uns als Lehrenden sind daher Lernumgebungen zu entwickeln, die den Lernenden sukzessive den Erwerb von Handlungs- und Selbstorganisationskompetenz ermöglichen und sie zur Übernahme von Eigenverantwortung befähigen. In interaktiven Vorträgen berichten Lehrende und Lernende in dieser Veranstaltung über ihre Erfahrungen mit Aufgaben, die Dreh- und Angelpunkt von Unterricht sind und auf personalisierten Lernwegen bearbeitet werden. Die Supportsysteme, die dabei Orientierung bieten, werden an praktischen Beispielen aus der kaufmännischen beruflichen Bildung von Schüler*innen und Lehrkräften vorgestellt.

Teilnehmende Schüler*innen:
Alina Barth, Agnieszka Radajewska, Anita Jürgens, Marieke Theil, Kristina Nikiforov, Brian Müller, Justin Wernitsch, Jason Lössel, Arian Fischer, Finn Spengler, Christina Szidat, Jenny Mischnik, Alexander Weschler.
Alle Schüler*innen sind kaufmännische Auszubildende im Großhandelsmanagement und im Einzelhandel, die sich im September im 2. bzw. im 3. Ausbildungsjahr befinden.

"Methoden zur Förderung des selbstständigen Lernens mit Mind-Maps"
Dr. Monika Reimer, Universität Vechta

1-B3, 10:45-11:45 Uhr

Format: Seminar
Zielgruppe: Primar
TN-Begrenzung: 20

Beschreibung:

Heutige Schüler*innen sehen sich mit einem rasanten Wissenszuwachs konfrontiert. Deshalb ist es wichtig, ihnen Methoden zu vermitteln, mit denen sie in der Lage sind, sich Wissen selbstständig anzueignen und zu strukturieren. Die Mind-Map ist hierfür in vielfältiger Weise geeignet. Zum einen können Lernende mit Hilfe dieser Methode eigenständig Wissen strukturieren und zum anderen können erarbeitete Inhalte damit kurz und übersichtlich festgehalten werden. Es werden verschiedene Mind-Map-Formen (wie z.B. das Lotusdiagramm oder das Concept-Map) vorgestellt. Neben der analogen Nutzung werden unterschiedliche Tools zum Erstellen einer Mind-Map mit digitalen Medien gezeigt. Es wird außerdem darauf eingegangen, wie vor allem jüngere Kinder an diese Methode herangeführt werden und diese eigenständig nutzen können. Dabei wird die wichtige Kompetenz des Bildens von Strukturen mit in den Blick genommen.

Diese Veranstaltung ist für Lehrkräfte der Primarstufe ausgerichtet. Da sich diese Methode auch für höhere Schulstufen eignet, sind andere Interessierte selbstverständlich auch willkommen.

"Digitale Kompetenzen von Schüler*innen fördern - was muss ich als Lehrer*in können?"
Kirsten Gronau & Karen Vogelpohl, Universität Oldenburg, DiOLL

1-B4, 10:45-11:45 Uhr

Format: Seminar
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: 30

Beschreibung:

Um Schüler*innen auf die digital geprägte Arbeits- und Lebenswelt vorzubereiten, sind grundlegende digitale Kompetenzen seitens der Lehrer*innen erforderlich. Doch welche digitalen Kompetenzbereiche gibt es und wie können Lehrkräfte diese erwerben und vertiefen? Das Seminar bietet einen fundierten Ausgangspunkt für das Erkennen und die Entwicklung der eigenen digitalen Kompetenzen. Auf der Grundlage des DigCompEdu-Kompetenzrahmens werden dazu verschiedene Anregungen für die Lehrkräfte gegeben. Für den individuellen Bedarf erhalten die Teilnehmenden einen digitalen Selbstlernbaustein für sich und zur Weitergabe an das Kollegium. Dieser enthält sorgfältig ausgewählte und übersichtlich präsentierte Materialien, Links und Tools für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema und zur Förderung der digitalen Kompetenzen der Lehrer*innen.

"Von Stärken zu Kompetenzen durch Kulturelle Bildung"
Anja Krueger, Kultur macht Schule, LKJ (Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung) Nds. e.V., Hannover / Lille Rohen, IGS Flötenteich, Oldenburg

1-B5, 10:45-11:45 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: Sek I, Sek II, BBS
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

Wenn Jugendliche in Kultur aktiv sind, dann lernen sie nicht nur Theater zu spielen, ein Instrument zu beherrschen oder zu tanzen. Sie setzen leidenschaftlich ihre Stärken ein und entwickeln gleichzeitig Kompetenzen wie z.B. Selbstbewusstsein, Teamfähigkeit und Kritikfähigkeit, die in Alltag, Schule und Beruf gefordert sind. Der Bildungspass Kompetenznachweis Kultur (KNK) bringt ihre Schlüsselkompetenzen in einem dialogischen Prozess ans Licht und zu Papier. Mit dem Bildungspass werden Schüler*innen zwischen 13 und 28 Jahren wertschätzend begleitet und ihre Persönlichkeitsentwicklung wird gefördert. Wie? Das erfahren Sie in einem Format zwischen Information, Interview und Workshop. Es werden Jugendliche und eine Lehrende von ihren Erfahrungen mit dem Bildungspass Kompetenznachweis Kultur berichten.

Wahlangebote C (13:00-14:00 Uhr)

"Persönlichkeits- und Selbstkompetenzentwicklung im SchülerCoaching (Osnabrücker Modell)"
Carola Heumann, SchülerCoaching Osnabrück

1-C1, 13:00-14:00 Uhr

Was brauchen junge Menschen, um den großen Herausforderungen unserer Zeit, die von disruptiven Veränderungen begleitet sind, zu begegnen? Wir vom Netzwerk SchülerCoach antworten darauf: „Eine starke und resiliente Persönlichkeit und eine Haltung, die auf Selbstvertrauen fußt“.

Anliegen des SchülerCoachings ist es, Schüler*innen zu ermöglichen, sich in eine selbstgewählte Richtung weiterzuentwickeln. Dazu gehört, eigene hinderliche Überzeugungen hinter sich zu lassen und eine neue innere Haltung zu entwickeln, die es ermöglicht, aktuelle Schwierigkeiten aktiv zu überwinden: seien es schulische, persönliche oder soziale Probleme.

Mithilfe des SchülerCoachings können junge Menschen sich selbst – vor dem Hintergrund einer wissenschaftichen Persönlichkeitsdiagnostik und angeleitet durch einen professionellen Coach – intensiv kennenlernen und die eigenen Selbstkompetenzen gezielt verbessern. Damit sie ihr Potenzial ausschöpfen, ihre Begabung umsetzen und letztendlich ihre Ziele selbtwirksam erreichen können.

SchülerCoaching nach dem Osnabrücker Modell bringt Coaching-Know-how durch eine spezialisierte Coaching-Ausbildung für Lehrkräfte in die Schule. Das Konzept leistet einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung von Schüler*innen und Lehrkräften und fußt auf der PSI-Theorie (Theorie der Persönlichkeits-System-Interaktionen nach Prof. J. Kuhl) und dem Zürcher Ressourcen Modell (ZRM). Darüber hinaus liegt der Fokus auf Coachingmethoden, die lösungsorientiert und ressourcenaktivierend sind und eine verbesserte Selbstregulation ermöglichen.

Ziel ist es, Lehrkräfte weiterzubilden, damit sie Schüler*innen unterstützen können, aktive, zuversichtliche und resiliente Persönlichkeiten zu werden, die die Welt von morgen verantwortungsvoll und konstruktiv gestalten.

Der Vortrag gibt einen Überblick über das Konzept, er vermittelt einen Einblick in die PSI-Theorie (Prof. J. Kuhl) und bietet erste kleine Interventionen an, die im Unterricht genutzt werden können. Infos: www.netzwerk-schuelercoach.de

"Warum wir das Handy nicht weglegen können (wollen)? Bindungsmechanismen von sozialen Medien"
Jens Wiemken, Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM)

1-C2, 13:00-14:00 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

SocialMedia-Konzerne wie Meta und andere kommerzielle Onlineanbieter*innen schaffen es, dass Medien, insbesondere tragbare, immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Ein Einblick in die Bindungsmechanismen und -techniken verhilft zur Reflexion des eigenen Mediennutzungsverhaltens. Der Aufbau von Impulskontrolle und das Kennen von nicht-kommerziellen Angeboten hilft nicht nur jungen Menschen ihre begrenzte Aufmerksamkeitszeit eigenverantwortlich zu nutzen.

"Wie die Kinderschule Bremen die Persönlichkeit der Kinder fördert"
Philine Schubert und Schüler*innen der Kinderschule Bremen

1-C3, 13:00-14:00 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

Die Kinderschule Bremen arbeitet seit 1993 als staatliche Modellschule im Schulsystem Bremens. Sie wird im Rahmen einer Elterninitiative seit 1980 als Ganztags-Grundschule betrieben. Kernpunkte des pädagogischen Konzeptes sind altersgemischte Lerngruppen und Unterricht in Angebotsform. In der Verknüpfung von schulischen- und Betreuungsangeboten ist die Projektarbeit wichtigstes Element des Lernens. Die Kinderschule Bremen wurde mit dem Jakob-Muth-Preis und dem Deutschen Schulpreis 2020 ausgezeichnet.
In diesem interaktiven Vortrag wird mit Beispielen aus dem Schulalltag aufgezeigt, wie das Konzept der Kinderschule Bremen die Kompetenzen und die Persönlichkeiten der Schüler*innen mit unterschiedlichsten Maßnahmen und Aktivitäten fördert. Neben der Schulleiterin werden auch Schüler*innen von ihren Erfahrungen erzählen.

"Let's Play! – Spielerisch kreativ Coden in der Grundschule"
Alrun Klatt, multimediamobil NordWest / Nieders. Landesmedienanstalt (NLM), Oldenburg

1-C4, 13:00-14:00 Uhr

Format: Seminar
Zielgruppe: Primar
TN-Begrenzung: 10

Beschreibung:

Wenn Kinder digital mündig werden sollen, sollten sie Technik nicht nur benutzen, sondern auch begreifen. Schüler*innen zu befähigen, mit digitalen Werkzeugen die Welt aktiv zu gestalten, ist längst nicht mehr nur etwas für Technik-Nerds. Es gibt eine Vielzahl einfacher Anwendungen, mit denen Kinder spielend die Grundlagen der Programmierung lernen können. In diesem Seminar lernen Lehrkräfte, ohne selbst Informatik-Kenntnisse haben zu müssen, unterschiedliche Ansätze, Ideen und Hardware (Calliope, Ozobot, MakeyMakey) kennen und können sie praktisch testen, um sie im Rahmen des Kompetenzbereiches „Problemlösen und Handeln“ des Orientierungsrahmens Medienbildung in der Grundschule zu nutzen.

"Bildimpulsgebundene dialogische Reflexionsaufgaben zur Förderung der Selbstkompetenz"
Ann-Kathrin Knake & Gunda Hayen, Studienseminar für berufsbildende Schulen Oldenburg

1-C5, 13:00-14:00 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: Sek II, BBS
TN-Begrenzung: 30

Beschreibung:

Nach einer kurzen Einführung in das Konzept der Subjektiven Theorie werden bildimpulsgebundene dialogische Reflexionsaufgaben vorgestellt und wird hergeleitet, warum diese geeignet sind, die Selbstkompetenz von Schüler*innen zu fördern.

Die Berufsbiografie als Weg? Die Kompetenzen als Rucksack? Mit solchen und ähnlichen Bildern sollen authentische Reflexionen abseits sozialer Erwünschtheit erzeugt und mithilfe geleiteter Dialoge vertieft werden. Dazu setzen die Schüler*innen, unterstützt von Leitfragen, die Impulse zeichnerisch um und beginnen damit einen inneren Klärungsprozess. In der dann folgenden Partnerarbeit werden die Bilder erläutert, vervollständigt und nachbearbeitet, indem abwechselnd anteilnehmend zugehört und auf gezielte Impulsfragen geantwortet wird.

Die Aufgaben eignen sich zum Beispiel zur Unterstützung der Berufsorientierung, zur Reflexion der eigenen Kompetenzen oder zur Reflexion von Nähe-Distanz-Wünschen in der Lernumgebung. Dabei bieten die Dialogphasen zusätzlich zur Reflexion die Möglichkeit der Perspektiverweiterung. Es werden exemplarisch verschiedene Aufgaben und ihre möglichen Anwendungskontexte vorgestellt. Im Anschluss werden Erfahrungswerte mit diesen Aufgaben mit den Teilnehmer*innen diskutiert. Je nach Diskussionsbedarf kann eine Aufgabe in Teilen erprobt werden.

Wahlangebote D (14:30-15:30 Uhr)

"Mit kompetenzaktivierender Kommunikation psychosozialen Folgen der Pandemie begegnen"
Prof. Dr. Marcus Eckert, APOLLON Hochschule für Gesundheitswirtschaft, Bremen

1-D1, 14:30-15:30 Uhr

Format: Seminar
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

Kinder und Jugendliche sind von den psychosozialen Folgen der Pandemie besonders stark betroffen. Ängstlichkeit, Sorgentendenzen und Depressivität haben zugenommen. In diesem Workshop lernen Sie einfache kommunikative Strategien, mit denen Sie als Lehrkraft diesen besorgniserregenden Tendenzen praxistauglich entgegenwirken können. Wie aktivieren Sie bei Schüler*innen das Gefühl der Wirksamkeit und des Kompetenzerlebens? Wie gehen Sie mit Sorgen, Ängsten und Depressivität um und laden die Schüler*innen ein, ihre Ressourcen zu erleben und zu nutzen?

"Perspektivwechsel als Maßnahme zur Förderung von Persönlichkeitsentwicklung"
Dirk Wolf, Lernort Technik und Natur e.V., Wilhelmshaven

1-D2, 14:30-15:30 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: Sek I, Sek II
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

Wer heute mit Heranwachsenden arbeitet, muss den Sinn des eigenen Tuns mithilfe von operationalisierten (Zukunfts-)Kompetenzen erklären. Schüler*innen sollen z.B. befähigt werden, demokratische, friedliche und nachhaltige Gesellschaften zu gestalten. Als Bausteine auf diesem Weg lassen sich die Kompetenzen Perspektivwechsel und Empathie identifizieren, die im Orientierungsrahmen „Globale Entwicklung“ als die Fähigkeiten beschrieben werden, die dazu dienen, sich fremde Wertorientierungen bewusst zu machen, sie zu würdigen und zu reflektieren. Auch der Zukunftsforscher und Experte für Bildung für nachhaltige Entwicklung, Gerhard De Haan, definiert die Integration von neuen Perspektiven und Weltoffenheit als eine der zwölf Gestaltungskompetenzen, mit denen die Ziele der Bildung für nachhaltige Entwicklung erreicht werden können.

Wie kann unsere Schule heute Kinder und Jugendliche durch Perspektivwechsel zukunftsfähig machen? Welchen Perspektivwechsel müssen auf diesem Weg Lehrkräfte vollziehen? Diese Fragen werden u. a. in diesem interaktiven Vortrag erörtert.

"In Bewegung vielschichtige Kompetenzen erwerben und einsetzen"
Dr. Bettina Arasin, LSB Niedersachsen, Wedemark/Brelingen

1-D3, 14:30-15:30 Uhr

Format: Seminar
Zielgruppe: Primar, Förder
TN-Begrenzung: 20

Beschreibung:

Bewegung dient unzweifelhaft der Gesundheit und die Wirkungen, die Bewegung und Sport insgesamt auf die Entwicklung von Kindern haben, sind erheblich umfassender als vielfach angenommen. Das pädagogische Potenzial von Bewegung muss in Zukunft systematischer und intensiver als bisher zum Wohl der Kinder genutzt werden (Zweiter Deutscher Kinder - und Jugendsportbericht 2008, Hrsg. Schmidt, W., Zimmer, R. & K. Volker).

In dem Seminar wird allen Teilnehmer*innen vermittelt, wie relevant der Einsatz von Bewegung ist, nicht nur für die Aufmerksamkeit der Kinder, sondern auch für die vielen alltäglichen Selbststeuerungs-Prozesse. Wenn Lernen und Gedächtnisbildung erfolgreich sein sollen, spielen Neugier, positive Gefühle und körperliche Aktionsbereitschaft die ausschlaggebenden Rollen. Dabei lernen die Schüler*innen auch das, was sie in der Zukunft zu kompetenten Persönlichkeiten macht. Wie sich einfach und unkompliziert die zu erlernenden Grundtechniken wie Rechnen, Lesen, Schreiben mit Hilfe von Bewegung in den Schulalltag einbringen lassen, werden Sie in der Veranstaltung hören und in praktischem Tun erfahren.

"Sprachbildung mit digitalen Medien"
Tim Krieger, NLQ, Hildesheim

1-D4, 14:30-15:30 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: 20

Beschreibung:

Bildungssprachliche Kompetenzen sind Voraussetzungen zur Teilnahme an Unterrichtsgesprächen, zum Verstehen von Texten oder zur Bewältigung von Arbeitsaufträgen – und letztendlich zur gesellschaftlichen Teilhabe. Eine sprachsensible Begleitung der Lernenden ist dabei in den Unterricht aller Fächer zu integrieren. Digitale Endgeräte können hier unterstützend eingesetzt werden. Sie ermöglichen den Zugriff auf ergänzendes Material wie audiovisuelle Medien und erlauben einen kreativen Umgang mit Sprache. Ziel ist dabei, sprachliche und medienpädagogische Inhalte gewinnbringend miteinander zu verknüpfen. In diesem Vortrag werden Methoden vorgestellt, wie diese Verknüpfung im Unterricht gelingen kann. Er richtet sich an Lehrende aller Fächer und Schulformen.

"Algorithmisches Denken in der Grundschule"
Nicolas Arndt, Universität Oldenburg, DiOLL

1-D5, 14:30-15:30 Uhr

Format: Seminar
Zielgruppe: Primar
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

Unsichtbare Algorithmen finden sich überall in unserem Alltag: Sie sind verantwortlich dafür, welche Suchergebnisse uns zuerst angezeigt werden, welche Route das Navigationsgerät vorschlägt und wie die Ampeln geschaltet werden, wenn wir den Knopf an der Fußgängerampel drücken. Ähnliche Handlungsvorschriften findet man aber auch fernab der Informatik in der alltäglichen Problemlösung, z.B. in Kochrezepten oder Spielanleitungen. Somit ist algorithmisches Denken, d.h. das Erkennen, Verwenden und Beschreiben bestehender oder selbst entwickelter Algorithmen eine relevante Zukunftskompetenz. In diesem Workshop möchte ich gemeinsam mit den Teilnehmenden verschiedene Möglichkeiten ausprobieren, Algorithmen problem- und handlungsorientiert in der Grundschule zu thematisieren.

(Stand: 21.06.2022)