Mittwoch, 28.09.: Fokus "Team"

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Team der Pädagogischen Woche

Dr. Verena Niesel
Fedor Stern
Ina Becker

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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Zentrum für Lehrkräftebildung – Didaktisches Zentrum (DiZ)
Ammerländer Heerstr. 114-118
26129 Oldenburg

Mittwoch, 28.09.: Fokus "Team"

Fokus "Team: kommunikativ & beziehungsstark"

PROGRAMMÜBERSICHT

DETAILBESCHREIBUNGEN

Impulsvortrag (09:00-10:00 Uhr)

"Von der Zukunft her denken – Vier Kompetenzen, die Schüler*innen in Zukunft brauchen"
Myrle Dziak-Mahler, Alanus Hochschule, Alfter

2-A1, 09:00-10:00 Uhr

Format: Impulsvortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

Die digitale Transformation unserer Gesellschaft führt dazu, dass Veränderungsprozesse immer schneller vonstatten gehen: Der Wandel wird der Normalfall. Wir spüren sie alle - spätestens seit uns das Coronavirus gesellschaftlich fest im Griff hatte: die Dringlichkeit, unsere Schulen zukunftsfähig zu machen. Welche Kompetenzen brauchen unsere Schüler*innen, um ihre eigene und die gesellschaftliche Zukunft gestalten zu können? Was benötigen wir, um unsere Schüler*innen angemessen und fair auf die Zukunft vorzubereiten? Wie kann es uns gelingen, mit unserem Lehrer*innenhandeln, den Anforderungen gerecht zu werden? In diesem Vortrag wird die Referentin dazu einladen, die Perspektiven zu wechseln. Nicht zuletzt, um Sicherheit zu gewinnen und einen Sprung in die Zukunft zu wagen.

Wahlangebote B (10:45-11:45 Uhr)

"Beziehung stärken – Störungen reduzieren: Chancen wirksamer Förderung im Unterricht"
Prof. Dr. Clemens Hillenbrand, Universität Oldenburg

2-B1, 10:45-11:45 Uhr

Format: Vortrag
Zielgruppe: Primar, Förder
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

Wenn Störungen der Kommunikation und der Beziehung im Unterricht als massive Belastung erlebt werden und das professionelle Handeln in der Schule an seine Grenzen stößt, suchen viele Fachkräfte nach schlüssigen Rezepten. Wissenschaft liefert zwar keine Rezepte, aber die internationale Forschung zeigt sehr wohl wirksame Handlungsmöglichkeiten. Die Chancen bestehen insbesondere in einer evidenzbasierten (sonder-)pädagogischen Praxis zur Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen (nicht nur) der Schüler*innen. Der Vortrag bietet einen Überblick über wichtige wissenschaftliche Befunde zu den anstehenden pädagogischen Aufgaben. Es werden anschließend praktische Handlungsmöglichkeiten vorgestellt, die wirksame Chancen für alle Beteiligten bieten. Von einer solchen Förderung profitieren alle Kinder in ihrer sozialen Entwicklung und in ihrem Lernen, zugleich lassen sich Unterrichtsstörungen und die Belastungen von Lehrkräften wirksam reduzieren.

"Peer-Teaching zur Förderung von Schüler*innen"
Tom Bohmfalk, Leer

2-B2, 10:45-11:45 Uhr

Format: Vortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: 30

Beschreibung:

Beim Peer-Teaching-Konzept übernehmen Schüler*innen die Rolle der Lehrkraft. Dadurch werden die Schüler*innen zu Lehrenden und haben die Aufgabe, Wissen und Kompetenzen zu vermitteln. Mit dieser handlungsorientierten Methode setzen sich die Schüler*innen intensiv mit dem entsprechenden Fachwissen auseinander und fördern zudem sowohl ihre individuellen und methodischen Kompetenzen wie das Präsentieren und Moderieren als auch ihre sozialen Kompetenzen (z. B. Teamarbeit, Einfühlungsvermögen) im Rahmen von Empowerment. Peer-Teaching findet im Schulalltag schon an verschiedenen Stellen Anwendung, wie z.B. beim Einsatz von Schüler*innen als Energiemanager, Medienscouts, Lese-Buddys oder Schulsportassistent*innen.

In dieser Veranstaltung werden nach der Vorstellung des Peer-Konzepts einige konkrete Beispiele vorgestellt und gezeigt, wie sich verschiedene Peer-Modelle (z. B. das Buddy-Projekt Klassenrat an zwei Grundschulen in Leer, Jugend- und Projektleiterausbildungen sowie Unterrichtsstrukturen in weiterführenden Schulen) sowohl auf die Kompetenzen der Schüler*innen als auch auf die Rolle der Lehrkräfte auswirken.

"Schüler*innen arbeiten kreativ im Team – Methoden und Werkzeuge zur (digitalen) Kollaboration"
Kirsten Gronau & Karen Vogelpohl, Universität Oldenburg, DiOLL

2-B3, 10:45-11:45 Uhr

Format: Seminar
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

Kollaboratives Arbeiten findet im Unterricht häufig statt. Wie können hier Methoden und (digitale) Werkzeuge eingesetzt werden, um die Möglichkeiten der Interaktion, Koordination, Kommunikation und Dokumentation zu erweitern? Wie kann die synchrone und asynchrone Zusammenarbeit gelingen? Dazu blicken wir auf kollaborative und vernetzte Lernformen und schauen uns digitale Unterstützungsmöglichkeiten an. Gemeinsam diskutieren wir die Möglichkeiten und Herausforderungen digital gestützter Zusammenarbeit im Unterricht. Im Rahmen der Veranstaltung erhalten die Teilnehmenden einen digitalen Selbstlernbaustein für sich und zur Weitergabe an ihr Kollegium, der sorgfältig ausgewählte und übersichtlich präsentierte Materialien, Links und Tools bereithält, mit denen die digitalen „Team“-Kompetenzen der Schüler*innen in verschiedenen Bereichen gefördert werden können.

"Methodenkompetenz „Wie im richtigen Leben“ – Erfahrungen reflektieren"
Sara Paßquali, Oldenburg

2-B4, 10:45-11:45 Uhr

Format: Seminar
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: 20

Beschreibung:

Bei der Methode „Wie im richtigen Leben“ erlernen die Schüler*innen „spielerisch“, wie sie ihr Leben verantwortungsvoll, selbstkritisch und konstruktiv gestalten können. Es wird ihnen die Möglichkeit gegeben, in eine andere Rolle zu schlüpfen, um so die (Un-)Gerechtigkeit(en) des Lebens zu erfahren. Diese Selbsterfahrung erhöht die Kompetenz, Soft Skills zu entwickeln, die Perspektivübernahme, Empathie und ein Bewusstsein für Chancengleichheit beinhalten. Dabei geht es um die Wahrnehmung der Ungleichverteilung von Chancen in der Gesellschaft und um die Entwicklung von Empathie gegenüber potenziell diskriminierten Gruppen. Zudem wird die Reflexion über die eigene Position und eigenen Handlungsspielräume innerhalb benachteiligender bzw. privilegierender gesellschaftlicher Zusammenhänge gefördert und die individuellen Erfahrungen werden mit gesellschaftlichen Strukturen verknüpft. Durch die Einbindung einer solchen pädagogischen Methode in die Unterrichtsgestaltung, eröffnet sich eine diversitätssensible Atmosphäre: Diskriminierungsstrukturen können sichtbar gemacht werden, Vorurteile und Stereotype können gezielt abgebaut werden. Im ersten Teil des Seminars wird die Methode vorgestellt und im zweiten Teil findet eine Übertragung auf den Unterricht statt.

"AUGENHÖHEmachtSchule – Film & Dialog"
Vanessa Christoffers-Trinks, AUGENHÖHEmachtSchule, Köln

2-B5, 10:45-11:45 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: 30

Beschreibung:

Viele Schulen stehen vor großen Herausforderungen in einer diversen Gesellschaft, die sich immer schneller verändert. Wie können Schulen aussehen, die der Unterschiedlichkeit der Kinder gerecht werden? Was und wie sollten Kinder lernen, um in einer unbestimmten Zukunft ein gutes Leben führen zu können? Und wie kann eine Beziehung auf AUGENHÖHE in Schulen aussehen? Solche Fragen erfordern einen Dialog mit allen Beteiligten: mit Schüler*innen, Lehrer*innen und Eltern. Dazu möchten wir mit dem Film AUGENHÖHEmachtSchule einen Anstoß geben. Ein Film, der ermutigt, gemeinsam aus unterschiedlichen Perspektiven auf die gleiche Sache zu schauen. Wir zeigen drei verschiedene Schulen, die eigene Antworten auf diese Fragen gefunden haben. Anschließend möchten wir uns im Dialogteil mit den Teilnehmer*innen darüber austauschen.

Wahlangebote C (13:00-14:00 Uhr)

"Bindungsfähig ist zukunftsfähig – autonome Schüler*innen in einer vernetzten Welt"
Michael Munzel, Zentrum für Bindungsenergetik Bremen

2-C1, 13:00-14:00 Uhr

Format: Vortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

Wie ist es Schüler*innen in einer global vernetzten Welt möglich, selbstbestimmtes Leben und Lernen zu entwickeln? Die vernetzte Welt erfordert spezielle Bindungsfähigkeiten sowie Bindungsfertigkeiten, um die gegenseitige Beeinflussung von Menschen aus unterschiedlichen Traditionen und Kulturen handhaben zu können. Ein „Bindungsblick“ macht begreiflich, dass beispielsweise die Ausgrenzung Anderer früher oder später zum Bumerang für die Schüler*innen selbst wird. Eine komplexe Welt verlangt heutzutage lebenslange Lernbereitschaft, die doch nur eine Zukunft hat, wenn sie intrinsisch motiviert ist. Dafür ist soziales Wohlgefühl, Grundvertrauen in die eigenen Kompetenzen und Grundzufriedenheit mit den eigenen Beiträgen vonnöten. Der Vortrag „Bindungsfähig ist zukunftsfähig“ zeigt an praktischen Beispielen die Schlüsselrolle des Wohlgefühls auf. Die Bedeutung von Grundzufriedenheit wird thematisiert und Methoden zur Schulung von Kooperationsbereitschaft beleuchtet. Außerdem wird der Begriff Grundvertrauen erläutert, da dieses jeden Bindungsprozess trägt und für gelungene Kommunikation unerlässlich ist.

"Healing Classrooms - Resilienz von zugewanderten Kindern und Jugendlichen im Schulalltag fördern"
Franziska Mönnich & Maria Schriefer, International Rescue Committee (IRC) Deutschland, Berlin

2-C2, 13:00-14:00 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

Seit fast 90 Jahren ist das International Rescue Committee (IRC) in der internationalen Hilfe für Geflüchtete aktiv. Aufbauend auf der jahrzehntelangen Erfahrung in der Beschulung von Kindern und Jugendlichen mit Fluchtgeschichte hat das IRC den pädagogischen Ansatz der Healing Classrooms entwickelt. Dieser nimmt die Schaffung eines stabilisierenden Lernumfelds sowie die explizite Förderung sozial-emotionalen Lernens in den Fokus. In diesem interaktiven Vortrag wird der Ansatz vorgestellt und anhand kleiner Übungen Einblicke in zugehörige Materialien und Arbeitsweisen eröffnet. Das Konzept eignet sich für alle Schüler*innen mit oder ohne Fluchtgeschichte.

"FREI DAY: Im Team die Welt verändern"
Laura Blum, Initiative Schule im Aufbruch gGmbH, Berlin

2-C3, 13:00-14:00 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: 30

Beschreibung:

Der FREI DAY ist ein BNE-Lernformat, in dem Schüler*innen in Teams Lösungen für ihre persönlichen Zukunftsfragen entwickeln. Die Projekte setzen sie vor Ort um und treten dafür mit außerschulischen Organisationen & Entscheidungsträger*innen in Kontakt. So lernen sie, gemeinsam die Welt zu verändern.

"JUUUPORT e.V. zur Prävention von Cybermobbing und Co. in der Schule"
Carolin Bollmeier & Susanne Neuerburg, JUUUPORT e.V., Hannover

2-C4, 13:00-14:00 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: Sek I, Sek II, BBS
TN-Begrenzung: 40

Beschreibung:

Der Verein JUUUPORT setzt sich für ein respektvolles Miteinander im Netz ein. Auf der bundesweiten Online-Beratungsplattform JUUUPORT.de beraten Jugendliche und junge Erwachsene Gleichaltrige bei Problemen im Internet. Ob Cybermobbing, Abzocke, Stress auf WhatsApp oder Datensicherheit – zu allen diesen Themen können junge Menschen auf www.juuuport.de Fragen stellen. Darüber hinaus finden sie im Bereich „Themen“ Tipps und Infos zu aktuellen Themen im Web.

Im Vortrag stellt die Medienpädagogin den Ablauf in der JUUUPORT-Beratung unter Erläuterung des Peer-to-Peer-Konzeptes und typische Fälle aus der Beratungsarbeit vor. Auch das eigene Schulangebot wird präsentiert. Die Teilnehmenden erhalten Informationen über JUUUPORT’s Online-Seminare für Schulklassen und Jugendgruppen, die ebenfalls das Peer-to-Peer-Konzept verfolgen. Darüber hinaus lernen sie den Rap-Song gegen (Cyber)-Mobbing von JUUUPORT-Scout Kevin kennen und bekommen Einblicke in die darauf basierende Unterrichtseinheit „Kein Mobbing“. Im letzten Teil des interaktiven Vortrages ist Raum für Fragen und eine Diskussion.

"Kooperatives Lernen durch digitale Medien"
Stefan Burggraf von Frieling, Calleo Institut für professionelle Lehrerfortbildung, Lüneburg

2-C5, 13:00-14:00 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: 150

Beschreibung:

Smartphones, Tablets oder interaktive Tafeln – sogenannte „neue Medien“ gehören im 21. Jahrhundert inzwischen zum Alltag. Sie gehören seit der Coronapandemie zum Standard in vielen deutschen Klassenzimmern und nehmen auch methodisch zunehmend mehr Raum ein. In dieser Veranstaltung lernen Sie digitale Methoden kennen, mit denen Sie mit Ihrer Klasse interagieren können und zugleich die sozialen Kompetenzen ihrer Schüler*innen stärken. Es werden zwei einfache und motivierende Programme erprobt, bei denen kommunikative und soziale Kompetenzen gefördert werden. Beide Anwendungen werden während des Vortrages praxisnah eingesetzt, sie eignen sich für alle Schulformen, sind kostenlos für den Unterrichtseinsatz verfügbar und funktionieren ohne besondere technische Ausstattung.

Hinweis: Bringen Sie, falls vorhanden, ein mobiles Endgerät (Smartphone, Tablet oder Laptop) zur Veranstaltung mit, um die Programme selbst ausprobieren zu können.

Wahlangebote D (14:30-15:30 Uhr)

"Team – was hat das Individuum damit zu tun?"
Gertrud Derpmann, Senden / Claudia Kranefuß, Coach, systemische Beratung, Berlin

2-D1, 14:30-15:30 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: Sek I, Sek II, BBS
TN-Begrenzung: 20-25

Beschreibung:

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen folgende Fragen: Kann die eigene Haltung entscheidend für eine erfolgreiche Teamarbeit sein? Welche Bedeutung haben die verschiedenen Kommunikationsstile für die Teamarbeit? Wie können gegenseitige Wertschätzung und der Blick auf Augenhöhe geschaffen werden, um sowohl wertschätzende Teamarbeit im Unterricht als auch die Bearbeitung von Themen zur Schulentwicklung gemeinsam mit Eltern, Schüler*innen und Lehrpersonal zu ermöglichen?

Während des interaktiven Vortrages werden anhand von Beispielen verschiedene Kommunikationsstile, ihre Wahrnehmung und die eigene Reaktion auf die verschiedenen Kommunikationsstile beschrieben. Hemmnisse, die durch oft emotionales Schubladendenken entstehen und von vornherein erfolgreiche Teamarbeit behindern, werden durch die Beschreibung der Kommunikationsstile erkennbar und können so abgebaut werden. Das Wissen um die unterschiedlichen Kommunikationsstile schärft den Blick auf das Miteinander und ermöglicht erfolgreiche Teamarbeit. Es werden u. a. praktische Handlungsempfehlungen gegeben, die sowohl für Schüler*innen als auch für Kolleg*innen nutzbar sind.

"„Empathie macht Schule“, ein Ansatz für das ganze System – Beziehungskompetenz, Präsenz & Empathie"
Lukas Herrmann, „Empathie macht Schule“, Berlin

2-D2, 14:30-15:30 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: Primar
TN-Begrenzung: keine Begrenzung

Beschreibung:

Wie können die Beziehungen zwischen Lehrkräften und Schüler*innen sowie Eltern gelingen? Und was lässt sich konkret tun, um zu ihrem Gelingen beizutragen? Das „Empathie macht Schule“-Projekt basiert auf der Arbeit Jesper Juuls und Helle Jensens und richtet sich an die gesamte Lehr-Lern-Gemeinschaft, um eine durch gleichwürdige Beziehungen, Empathie und Mitgefühl geprägte Schulkultur zu schaffen. Denn wenn uns sozial-emotionales Lernen der Kinder wichtig ist, so sind zuerst die Erwachsenen gefragt. Zu diesem Zweck werden in Fortbildungen, durch Praxisbegleitung sowie Supervisionen die Beziehungskompetenz und Achtsamkeit der Schulleitungen und Pädagog*innen entwickelt, damit sie besser in der Lage sind, diese Qualitäten im Kontakt zu den Kindern und untereinander vorzuleben. Die Umsetzung des Erlernten an ihren Schulen wird wiederum auf lange Sicht durch kollegiale Intervision verstetigt. Diese Weiterbildung sowie die Implementierung des Programms in den drei Berliner Projektschulen werden über fünf Jahre wissenschaftlich evaluiert. Als sekundäre Zielgruppen werden auch die Schüler*innen der Schule und deren Eltern aktiv in das Programm eingebunden. In diesem interaktiven Vortrag wird das Projekt – auch anhand erster wissenschaftlicher Ergebnisse – vorgestellt, die Grundprinzipien erläutert und anhand praktischer Übungen erfahrbar gemacht.

"Vertrauen und Kooperation durch 'Gewaltfreie Kommunikation'"
Gisela Niemöller-Fietz, Individualpsychologische Erziehungsberaterin/Mediatorin, Oldenburg

2-D3, 14:30-15:30 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: 30

Beschreibung:

Lehrer*innen wie Schüler*innen wünschen sich gelingende Kooperation, gegenseitiges Verstehen und verstanden werden gleichermaßen. Die Gewaltfreie Kommunikation kann dabei helfen, die Haltung und die Beziehungskompetenz zu entwickeln, die ein kooperatives Miteinander - ganz ohne Belohnungen und Bestrafungen - möglich macht. In diesem Seminar wird anhand der Gewaltfreien Kommunikation ein kurzer Überblick verschafft, wie unser Menschenbild und unsere Sprache dazu beitragen können, dass die Schule zu dem Ort wird, den Kinder zum Lernen und Wachsen und Erwachsene zum zufriedenen Arbeiten brauchen.

"Ensemblespiel & Beziehungsarbeit – Gruppenübungen aus dem Schauspieltraining"
Hanna Puka, Oldenburgisches Staatstheater

2-D4, 14:30-16:30 Uhr

Format: Seminar
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: 20

Beschreibung:

Beim Theaterspielen erlebt sich jede einzelne Person durch sich selbst, durch die Anderen und mit den Anderen. Nur wenn die Mitspielenden in Beziehung zu sich selbst und zueinander treten, kann ein Monolog, ein Dialog und dann mit dem ganzen Ensemble ein Theaterstück auf der Bühne entstehen. Das wirkt in den Spielenden und den Zuschauenden und setzt sich außerhalb der Theaterbühne fort. Am Anfang aller theaterpädagogischen Arbeit stehen die sogenannten „Gruppenübungen“, die vor allem dem Training szenischer Aufmerksamkeit und dem Bewältigen von Aufgaben in Gruppensituationen dienen. Sie legen den Grundstein für szenisches Arbeiten im Ensemble und erhöhen die Wahrnehmung, Wachheit und Sensibilität der einzelnen Personen für sich und für die Gruppe. Die spezifischen Eigenheiten des Theaters ermöglichen es hierbei, Spielfreude, Spielfähigkeit sowie persönliche Erfahrungen, Sehnsüchte und Interessen der einzelnen Personen in den Fokus zu rücken. Dabei sind die Entwicklung einer guten Kommunikation, eines Ensemblegeistes und die Bereitschaft zur Öffnung für Ungewohntes und Fremdes unabdingbar für das Gelingen von Theater (wie auch von Gesellschaft). Im Theaterworkshop werden praktische Einblicke in die Besonderheit des Theater- und Ensemblespiels gegeben und unterschiedliche Übungen im Selbsttest ausprobiert. Achtung: Die Veranstaltung wird ca. 120 Minuten dauern.

"Gruppenzusammengehörigkeit fördern durch Team Building"
Peter Bünting, Niedersächsische Turnerjugend, Sande

2-D5, 14:30-15:30 Uhr

Format: Interaktiver Vortrag
Zielgruppe: alle Zielgruppen
TN-Begrenzung: 50

Beschreibung:

Viele Aufgaben in unserer Gesellschaft können nur als Gruppe bewältigt werden. Das Individiuum hat wenig bis keine Chance dazu beizutragen, solange es nicht bereit ist, sich aktiv in die Gruppe einzubringen. In dieser Veranstaltung wird das Konzept des Team-Buildings erläutert und reflektiert. Es ist ein Konzept, welches die Fähigkeiten zur Teamarbeit fördert und dabei das Wir-Gefühl und auch das Ich-Gefühl entwickelt. Team-Building wird inzwischen sehr erfolgreich gegen Mobbing in der Schule eingesetzt. Es basiert auf Übungen und regelmäßigen Reflexionen, so dass ein Team Schritt für Schritt herausfindet, wie wertvoll alle Mitglieder sind und wie Aufgaben sinnvoll verteilt werden.

Weitere Informationen: http://www.team-building-coach.de

In einer an den Vortrag anschließenden Aktiv-Phase (ab 15:30 Uhr bis max. 17:00 Uhr) besteht die Möglichkeit für Interessierte, praktische interaktive Maßnahmen auszuprobieren, die einfach in den Unterricht integriert werden können.

(Stand: 30.06.2022)