Transfergegenstand
Kompetenzprofilbasierte videografische Fallarbeit
Kurz erklärt: Der Transfergegenstand ist ein abgestimmtes System aus normativen Ansprüchen, typischen Anforderungssituationen, Kompetenzprofilen, Videovignetten und Verfahren der Fallarbeit. Diese Bausteine unterstützen Lehrkräfte dabei, komplexe Unterrichtssituationen differenziert wahrzunehmen, fachlich zu deuten und begründete Handlungsentscheidungen zu entwickeln. Videovignettenbasierte Testskalen ergänzen den Ansatz für die Evaluation.
Im Zentrum von QiS-Transfer steht die kompetenzprofilbasierte videografische Fallarbeit für einen inklusiven Sportunterricht. Sie unterstützt die Entwicklung situationsspezifischer Fähigkeiten, die Lehrkräfte benötigen, um komplexe Unterrichtssituationen wahrzunehmen, zu interpretieren und begründete Handlungsentscheidungen zu treffen (Blömeke et al., 2015; Erhorn & Langer, 2022).

Der Transfergegenstand verbindet fünf aufeinander bezogene Bausteine:
- normative Ansprüche an einen inklusiven Sportunterricht: Anerkennung, individuelle Förderung und Teilhabe
- empirisch rekonstruierte typische Anforderungssituationen inklusiven Sportunterrichts
- Kompetenzprofile, die erforderliche Dispositionen, situationsspezifische Fähigkeiten und professionelles Handeln beschreiben
- authentische Videovignetten aus dem Sportunterricht
- strukturierte Verfahren der Wahrnehmung, Interpretation und Entscheidungsfindung
Videovignettenbasierte Testskalen ergänzen die Fallarbeit als Instrumente der formativen und summativen Evaluation. Der fachliche Kern bleibt in allen Transferkontexten erhalten. Die Auswahl und Aufbereitung der Fälle, die Aufgabenstellungen, die zeitliche und organisatorische Einbettung sowie die verwendeten Materialien werden gemeinsam mit den beteiligten Akteur:innen kontextspezifisch gestaltet.