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Nikolaus Buschmann

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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät IV: Human- und Gesellschaftswissenschaften
Institut für Sportwissenschaft
Postfach 2503
26111 Oldenburg

Raum: S1-156
Telefon: +49 (0)441-798-4690
E-mail: nikolas1pkus.buscup/8hmanphn(anut)unrcfni-oldenburg.de (nikv/+wolauu6gs.buschmannxm@uol.diae)

DR. NIKOLAUS BUSCHMANN

Post-Doc

Forschungsschwerpunkte

Gegenwartsdiagnosen in der Moderne, Genealogie der Nachhaltigkeit, Geschichte der politischen Fügsamkeit, Subjektivierungsforschung und Praxistheorie.

 

Forschungsprojekt „Genealogie der Nachhaltigkeit“

Das im Verbundprojekt „Reflexive Responsibilisierung. Verantwortung für nachhaltige Entwicklung“ angesiedelte Forschungsprojekt untersucht prominente Entwürfe einer nachhaltigen Gesellschaft seit der ‚ökologischen Revolution’ um 1970. Diese werden als wirklichkeitsstiftende Erzählungen gelesen, die das menschliche Wahrnehmen und Handeln im Blick auf die Verwirklichung einer nachhaltigen Gesellschaft orientieren sollen: In einer ‚symptomatologischen’ Lesart des Mensch-Natur-Verhältnisses diagnostizieren sie Fehlentwicklungen in der Gegenwart, die sie in die Vergangenheit zurückverfolgen und in die Zukunft fortschreiben, entwerfen auf dieser Folie eine vermeintlich bessere, nachhaltige Zukunft und postulieren Maßnahmen, die den Weg in diese Zukunft ebnen sollen. Ziel der Untersuchung ist es, die narrativen ‚Bauelemente’, aus denen sich Nachhaltigkeitserzählungen zusammenfügen, im Hinblick auf die darin enthaltenen Problematisierungen, Wissensformen und Grundannahmen zu rekonstruieren. Von besonderem Interesse ist dabei, welche (historischen) Erzählfiguren in den Narrativen jeweils in den Mittelpunkt rücken, wie diese Erzählfiguren füreinander anschlussfähig gemacht und wie sie zu kohärenten Erzählungen verdichtet werden. Untersucht werden soll schließlich auch, wie die verschiedenen Nachhaltigkeitserzählungen aufeinander Bezug nehmen und dabei die Abgrenzung zu und die De-Thematisierung von alternativen Sichtweisen immer schon mitproduzieren.

 

 

 

 

 

Curriculum Vitae

seit 12/2015                                              

Post-Doc im vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der Volkswagen-Stiftung geförderten Verbundprojekt „Reflexive Responsibilisierung. Verantwortung für nachhaltige Entwicklung“ am Wissenschaftlichen Zentrum „Genealogie der Gegenwart“ der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

2012-2015

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftlichen Zentrum „Genealogie der Gegenwart“ der Universität Oldenburg

2010-2012

Postdoc am DFG-Graduiertenkolleg „Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive“

2009-2010

Förderstipendiat am Historischen Kolleg München

2008-2009

Fellow am Kulturwissenschaftlichen Kolleg der Universität Konstanz

2005-2008

Teilprojektleiter im Tübinger Sonderforschungsbereich „Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit“:

2003

 Promotion zum Thema „Die öffentliche Deutung von Krieg und Nation in Deutschland 1850-1871“

2002-2008

Wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar der Universität Tübingen (Lehrstuhl Prof. Dr. Langewiesche)

1999-2001

 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Tübinger Sonderforschungsbereich „Kriegserfahrungen. Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit“

1998

 Promotionsstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung

1993-96

Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt „Sozial- und Mentalitätengeschichte des Ersten Weltkriegs“

1989-96

Magisterstudium der Neueren Geschichte mit Schwerpunkt Zeitgeschichte, der Politikwissenschaft und der Soziologie an der Universität Tübingen

Publikationen

Bücher (Monografien und Herausgeberschaften)

Gegenwartsdiagnosen. Kulturelle Formen gesellschaftlicher Selbstproblematisierung in der Moderne (Hg. mit Thomas Alkemeyer und Thomas Etzemüller). Bielefeld: Transcript, 2018 (in Vorbereitung).

Reflexive Responsibilisierung. Verantwortung für nachhaltige Entwicklung (Hg. mit Anna Henkel, Lars Hochmann und Nico Lüdtke). Bielefeld: Transcript, 2018 (in Vorbereitung).

Subjekt und Gewalt im Recht (Hg. mit Maxi Berger, Nils Baratella, Philip Hogh und Michael Städtler). Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie, 101/4, 2015.

Vom Wandel eines Ideals. Bildung, Universität und Gesellschaft in Deutschland (Hg. mit Ute Planert). Bonn: Dietz, 2010.

Treue. Politische Loyalität und militärische Gefolgschaft in der Moderne (Hg. mit Karl Borromäus Murr). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2008.

Der Krieg in den Gründungsmythen europäischer Nationen und der USA (Hg. mit Dieter Langewiesche). Frankfurt am Main: Campus, 2004.

Die Erfahrung des Krieges. Erfahrungsgeschichtliche Perspektiven von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg (Hg. mit Horst Carl). Paderborn: Schöningh, 2001.

Einkreisung und Waffenbruderschaft. Die öffentliche Deutung von Krieg und Nation in Deutschland 1850-1871. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2003.

 

Aufsätze (Auswahl)

Zukunftsverantwortung. Zur Diagnostifizierung des Verhältnisses von Mensch und Natur nach 1945. In: Nikolaus Buschmann / Anna Henkel / Lars Hochmann / Nico Luedtke (Hg.): Reflexive Responsibilisierung. Verantwortung für nachhaltige Entwicklung. Bielefeld: Transcript, 2018 (in Vorbereitung).

Von „Verantwortung“ zu „doing Verantwortung“. Subjektivierungstheoretische Aspekte nachhaltigkeitsbezogener Responsibilisierung (mit Jędrzej Sulmowski). In: Nikolaus Buschmann / Anna Henkel / Lars Hochmann / Nico Luedtke (Hg.): Reflexive Responsibilisierung. Verantwortung für nachhaltige Entwicklung. Bielefeld: Transcript, 2018 (in Vorbereitung).

‚Jenseits der Person’ – oder doch bloß ‚diesseits’? Ein Kommentar zum Problem der ‚kollektiven Subjektivierung’ (mit Norbert Ricken). In: Thomas Alkemeyer / Ulrich Bröckling / Tobias Peter (Hg.): Jenseits der Person. Zur Subjektivierung von Kollektiven. Bielefeld: Transcript, 2018 (in Vorbereitung).

Das Imaginäre des Diagnostischen. Einsatzstellen einer praxistheoretischen Kultursoziologie der Gegenwartsgesellschaft (mit Thomas Alkemeyer). In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie, Sonderheft ‚Einsatzpunkte und Spielräume des sozialen Imaginären in der Soziologie’, 2018 (in Vorbereitung).

Learning in and across Practices. Enablement as Subjectivation (mit Thomas Alkemeyer). In: Elizabeth Shove / Allison Hui / Theodore Schatzki (Hg.): The Nexus of Practices: Connections, constellations, practitioners. London: Routledge, 2017, S. 8-23.

Befähigen. Praxistheoretische Überlegungen zur Subjektivierung von Mitpielfähigkeit (mit Thomas Alkemeyer). In: Markus Rieger-Ladich / Christian Grabau (Hg.): Pierre Bourdieu: Pädagogische Lektüren. Wiesbaden: Springer VS, 2017, S. 271-297.

Critique in Praxis: Arguments for a Subjektivation theoretical Expansion on Practice Theory (mit Thomas Alkemeyer und Matthias Michaeler). In: Michael Jonas / Beate Billig (Hg.): Praxeological Political Analysis. London: Routledge, 2017, S. 67-83.

Praktiken der Subjektivierung – Subjektivierung als Praxis (mit Thomas Alkemeyer). In: Hilmar Schäfer (Hg.): Praxistheorie. Ein soziologisches Forschungsprogramm. Bielefeld: Transcript, 2016, S. 115-136.

Kritik der Praxis. Plädoyer für eine subjektivierungstheoretische Erweiterung der Praxistheorien (mit Thomas Alkemeyer und Matthias Michaeler). In: Thomas Alkemeyer / Volker Schürmann / Jörg Volbers (Hg.): Praxis denken. Konzepte und Kritik. Wiesbaden: Springer VS, 2015, S. 25-50.

Die Unterwerfung des Gewissens und die Autonomie des Subjekts. Historische Annäherungen an ein Grundproblem der politischen Ethik. In: Stephan Schaede / Thorsten Moos (Hg.): Das Gewissen. Tübingen: Mohr Siebeck, 2015, S. 495-510.

Umkämpfte Erzählungen. Zur Selbstbildung des preußischen Offiziers, aufgeklärten Bürgers und emanzipierten Juden Meno Burg (1789-1853). In: Dagmar Freist (Hg.): Diskurse – Körper – Artefakte. Historische Praxeologie in der Frühneuzeitforschung. Bielefeld: Transcript, 2015, S. 57-85.

Persönlichkeit und geschichtliche Welt. Zur praxeologischen Konzeptualisierung des Subjekts in der Geschichtswissenschaft. In: Thomas Alkemeyer / Gunilla Budde / Dagmar Freist (Hg.): Selbst-Bildungen. Soziale und kulturelle Praktiken der Subjektivierung. Bielefeld: Transcript, 2013, S. 125-149.

Vom Untertanensoldaten zum Bürgersoldaten? Zur Transformation militärischer Loyalitätsvorstellungen um 1800. In: Jahrbuch des Simon-Dubnow-Instituts, 12, 2013, S. 105–126.

Treue und Verrat. Zur Semantik politischer Loyalität in Deutschland von den Befreiungskriegen bis zur Weimarer Republik. In: Manuel Borutta / Nina Verheyen (Hg.): Die Präsenz der Gefühle. Männlichkeit und Emotion in der Moderne. Bielefeld: Transcript, 2010, S. 129-151.

Die Erfindung der deutschen Treue. Von der semantischen Innovation zur Gefolgschaftsideologie. In: Nikolaus Buschmann / Karl Borromäus Murr (Hg.): Treue. Politische Loyalität und militärische Gefolgschaft in der Moderne. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2008, S. 75-109.

„Treue“ als Forschungskonzept? Begriffliche und methodische Sondierungen (mit Karl Borromäus Murr). In: Nikolaus Buschmann / Karl Borromäus Murr (Hg.): Treue. Politische Loyalität und militärische Gefolgschaft in der Moderne. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2008, S. 11-35.

Between the Federative Nation and the National State: Public Perceptions of the Foundation of the German Empire in Southern Germany and Austria. In: Laurence Cole (Hg.): Different Paths to the Nation. Regional and National Identities in Central Europe and Italy, 1830-1870. Hampshire: Palgrave, 2007, S. 157-179.

Kriegstypen: Begriffsgeschichtliche Bilanz in deutschen, russischen und sowjetischen Lexika und Enzyklopädien (mit Ingrid Schierle und Christoph Mick). In: Dietrich Beyrau / Michael Hochgeschwender / Dieter Langewiesche (Hg.): Formen des Krieges. Von der Antike bis zur Gegenwart, Paderborn: Schöningh, 2007, S. 17-50.

Niederlage als retrospektiver Sieg? Die Entscheidung von 1866 aus Sicht der historischen Verlierer. In: Horst Carl / Hans-Henning Kortüm / Dieter Langewiesche / Friedrich Lenger (Hg.): Kriegsniederlagen. Erfahrungen und Erinnerungen, Berlin: Akademie Verlag, 2004, S. 123-143.

Zugänge zur Erfahrungsgeschichte des Krieges: Forschung, Theorie, Fragestellung (mit Horst Carl). In: Nikolaus Buschmann / Horst Carl (Hg.): Die Erfahrung des Krieges, Erfahrungsgeschichtliche Perspektiven von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. Paderborn: Schöningh, 2001, S. 11-26.

Die Konstruktion historischer Erfahrung. Neue Wege zu einer Erfahrungsgeschichte des Krieges (mit Aribert Reimann). In: Nikolaus Buschmann / Horst Carl (Hg.): Die Erfahrung des Krieges, Erfahrungsgeschichtliche Perspektiven von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg. Paderborn: Schöningh, 2001, S. 261-271.

„Moderne Versimpelung“ des Krieges. Kriegsberichterstattung und öffentliche Kommunikation an der Schwelle zum Zeitalter der Massenkommunikation (1850-1870). In: Nikolaus Buschmann / Horst Carl (Hg.): Die Erfahrung des Krieges. Erfahrungsgeschichtliche Perspektiven von der Französischen Revolution bis zum Zweiten Weltkrieg. Paderborn: Schöningh, 2001, S. 97-123.

 

 

 

Lehre

Webmaste19r (sabrina.ga09z6kvars@uocqnl.dec5/) (Stand: 21.08.2020)