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PD Dr. Anna Levke Brütt

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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät VI - Medizin und Gesundheitswissenschaften
Department für Versorgungsforschung
Nachwuchsgruppe Rehaforschung
Ammerländer Heerstr. 114-118
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Campus Haarentor
Gebäude V04
Ammerländer Heerstraße 140
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Priorisierung von Forschungsthemen- Systematisches Review

Betroffene gelten aufgrund subjektiver Erfahrungen als Expert*innen ihrer Erkrankung. Daher können sie relevante Probleme und wichtige Themen für die Versorgungsforschung benennen. Zur Erfassung der Forschungsinteressen von Betroffenen, Angehörigen und Versorgenden können Fokusgruppen oder Interviews, zu ihrer Bewertung Abstimmungsübungen eingesetzt werden. In England hat sich die systematische Methode der James Lind Alliance (JLA) etabliert, bei der Frage zu bestimmten Gesundheitsproblemen mit Betroffenen und Behandler*innen identifiziert und in Workshops bewertet werden. Bisherige Übersichtarbeiten zu Forschungsthemen von Patient*innen schlossen zur Analyse entweder nur Studien mit der JLA-Methode ein oder stellten die Beteiligung von Patient*innen nicht genau dar. Weiterhin fehlte eine umfangreiche inhaltliche Analyse der priorisierten Forschungsthemen. Die Fragestellung lautet: Welche inhaltlichen Dimensionen umfassen durch Patient*innen, Angehörige und Versorgende priorisierte Forschungsthemen? Im Mai 2018 wurde in den Datenbanken PubMed, Scopus, PsycINFO eine systematische Literaturrecherche durchgeführt. Nach dem Screening- Verfahren wurden in die Auswertung Studien eingeschlossen, die eine Identifizierung und Priorisierung von Forschungsthemen durch Patient*innen, Angehörige und Versorgende berichteten. Weiterhin sollte sich die Fragestellung der Studie auf ein Forschungsthema für ein spezifisches ICD-kodiertes Gesundheitsproblem beziehen und die Stichprobe (min. 33%) musste von dem Gesundheitsproblem selbst oder als Angehörige*r betroffen sein. In die qualitative, thematische Analyse wurden die ersten zehn priorisierten Forschungsthemen jeder Studie einbezogen. Forschungsthemen wurden nicht doppelt kodiert. Bildete ein Forschungsthema mehrere inhaltliche Aspekte ab, so wurde nur der erst genannte Inhalt kodiert. In einem induktiven Vorgehen kodierten die drei Autor*innen die Forschungsthemen unabhängig voneinander und diskutierten Unstimmigkeiten, so dass in einem iterativen Prozess ein Kategoriensystem mit Haupt- und Unterkategorien entstand. 34 Studien erfüllten die Einschlusskriterien und wurden in die Übersichtsarbeit aufgenommen.  Insgesamt wurden 332 Forschungsthemen inhaltlich ausgewertet.  Das Kategoriensystem umfasst zehn Hauptkategorien (Treatment, Diagnosis, Prevention, Research involvement, (informal) carers, HCP s, PAtients, Public awareness and education, Health Care System, Health Condition) mit jeweiligen Sub-kategorien.  Der Kategorie „Treatment“ wurden die meisten Forschungsfragen (n=147) zugeordnet.

Webmastfjigkerg89wb (davi6nd.saklvrss@uolci8zq.debbfee) (Stand: 20.04.2020)