Heatmap zum Projekt "Deutsch-polnische allgemeinsprachliche lexikalische Parallelismen im gesprochenen Schlesischen der Gegenwart"

Schematische Karte zu den Unterregionen der Erhebung

Schematische Karte zu den Unterregionen der Erhebung

Die Ortsnamen fungieren auch als Beschriftung in der Hitzekarte (heatmap, s.u.). Folgende Anmerkungen sind zu beachten: Bei Wodzisław handelt es sich natürlich um Wodzisław Śląski (Loslau). Das Gebiet Nr. 3 schließt auch das von Racibórz (Ratibor)ein. Das Gebiet 5, Bytom (Beuthen), umfasst auch Gegenden mit den größeren Orte Zabrze, Tarnowskie Góry (Tarnowitz), Piekary Śląskie (Deutsch Piekar) und Radzionków (Radzionkau), Gebiet Nr. 6, Gliwice (Gleiwitz), auch Knurów (Knurow / Knauersdorf) und Pyskowice (Peiskretscham) und schließlich Nr. 7, Tychy (Tychau), auch Mikołów (Nikolai), Orzesze (Orzesche), Łaziska Górne (Ober Lazisk) und den Powiat pszczyński (den Kreis Pless).

Kurze Erläuterung zum Lesen und zur Handhabung der Heatmap / Hitzekarte

Die Horizontale der Hitzekarte bildet die Cluster bzw. die Gruppierung der sieben oben genannten Regionen hinsichtlich der (subjektiven) Frequenz der getesteten Germanismen in den sieben Teilregionen ab. Die Namen stehen unterhalb der farbigen Matrix. Oberhalb dieser Matrix wird das Ergebnis der statistischen Clusteranalyse als Dendrogramm (als „Baumstruktur“) abgebildet. Ein ähnliches Dendrogramm findet man links der farbigen Matrix. Diese Baumstruktur bildet die Clusteranalyse der getesteten Germanismen ab. Rechts der farbigen Matrix ist ein schwarzes Feld zu erkennen. Das ist die Beschriftung der Zeilen durch die getesteten Germanismen (und ihrer polnischen Äquivalente oder Paraphrasierungen nach dem Bindestrich). In der „normalen“, d.h. nicht vergrößerten Ansicht ist diese Beschriftung nicht zu lesen.

Die Hitzekarte ist jedoch interaktiv. D.h. zunächst, dass jeder beliebige Ausschnitt der Matrix vergrößert werden kann. Wenn die Laufmarke (Cursor) mit gedrückter linker Maustaste horizontal und vertikal bewegt und danach losgelassen wird, erscheint ein Teilausschnitt. Es empfiehlt sich, nur kleinere vertikale Distanzen abzustecken. Dann werden die Beschriftungen rechtseitig lesbar. Jede Zelle in dieser Matrix steht dann für einen Germanismus in einer Region. Die Gesamtmatrix hat knapp 4.900 solcher Zellen (678 Germanismen malgenommen mit 7 Regionen).Bewegt man die Laufmarke von Zelle zu Zelle, so werden in einem dunkelgrau unterlegten Feld der schlesische Germanismus und nach Bindestrich die polnische Übersetzung angeboten (Row), zweitens die Teilregion (Column) und schließlich den Wert der subjektiven Frequenz (Value) im Sinne eines auf- oder abgerundeten arithmetischen Mittels. Wenn ein Germanismus den Wert von 1 zeigt, dann bedeutet das, dass die ca. 2.000 befragten Respondenten stark mehrheitlich angaben, dieses Wort ständig zu verwenden. Erscheint der Wert 7, so zeigt das an, dass dieser Germanismus stark überwiegend nicht einmal mehr bekannt ist. Steht dagegen eine 6, so ist es zwar einer Mehrheit bekannt, wird aber ebenso mehrheitlich nicht mehr verwendet. Die Werte 2 bis 5 bilden entsprechende abgestufte subjektive Häufigkeiten wider: je niedriger der Wert, desto häufiger. Klar wird dabei auch die Farbgebung: tiefes Rot steht für 1 („heiß“), tiefes Blau für 7 („eiskalt“).

Man sollte sich also einen „interessant“ einfärbten Bereich (nach eigenem Interesse) suchen und diesen auf die oben beschriebene Weise vergrößern. Die Hitzekarte hilft bei der Orientierung in der Tabelle Subjektive Frequenz und Stärke der regionalen Variation, die in Kürze (Ende 2020) als Teil des Frequenzwörterbuchs deutscher Lehnwörter im Schlesischen der Gegenwart im BIS-Verlag der Universität Oldenburg erscheinen wird. (Ein Link zu diesem wird hier eingefügt werden.) Diese Tabelle wurde von Gerd Hentschel erstellt und bildet die Grundlage für die Hitzekarte, die von István Fekete in R programmiert wurde. Eine umfassende Darstellung bieten Hentschel, Tambor, Fekete (im Druck) Das Schlesische und seine Sprecher: Etablierung in der Gesellschaft, Attitüden, Germanismen, das Anfang 2012 im Peter Lang Verlag erscheint.

Heatmap / Hitzekarte

 

 

(Stand: 02.11.2020)