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Hintergrund Kulturkontakte: Deutschland - Osteuropa

Kontakte brauchen Grenzen, damit sie sie überwinden können. Das trifft für Kontakte zwischen kulturellen Phänomenen gleichermaßen wie für Kontakte zwischen deren Trägern zu, und es betrifft nicht nur territoriale Grenzen. Vorgestellt als trennende Linien zwischen monolithischen Blöcken verlieren diese Grenzen heute zunehmend an Bedeutung, wo Migration und interkultureller Austausch zur Regel werden. Diese machen Grenzen porös und schaffen an der Stelle der Linien kulturelle Grenzräume mit ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten: Mischung wird zur Konstante, Homogenität zum Randphänomen. Grenzgänger geraten ins Zentrum des Interesses, da sie als Träger dieser Mischung die Herausforderungen einer zusammenwachsenden Welt besser meistern können.

Der Oldenburger Master Kulturkontakte fokussiert das Phänomen des Kulturkontakts zwischen Deutschland und Osteuropa. Die Durchlässigkeit der Grenze(n) zwischen diesen beiden Kulturräumen war und ist von anhaltender Aktualität und hat diverse kulturelle Grenzräume geschaffen, von denen der Oldenburger Master die gesellschaftspolitischen, sprachlichen und literarischen akzentuiert. Er möchte Personen ausbilden, die sich mit analytischer Distanz und konstruktivem Optimismus zu einer vermittelnden Tätigkeit in einem interkulturellen Umfeld ermutigt fühlen und dabei die nötigen fachlichen und sprachlichen Kompetenzen mitbringen. Das Programm möchte dezidiert auch Personen mit eigenem Migrationshintergrund zur Aufnahme des Studiums bewegen.

Das Masterprogramm Kulturkontakte bündelt mit dem Seminar für Slavistik mit seinen sprach- und literaturwissenschaftlichen sowie sprachpraktischen Abteilungen und der Abteilung für Osteuropäische Geschichte des Instituts für Geschichte sowie dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa die gesammelte osteuropaorientierte Kompetenz Oldenburgs. Im Master Kulturkontakte: Deutschland – Osteuropa akzentuieren diese drei Institutionen jene Forschungsschwerpunkte, die sich an den Schnittpunkten der jeweils eigenen Disziplin befinden und schaffen so die idealen Voraussetzungen für eine interdisziplinäre Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Kulturkontakts.

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