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Arbeitsstelle Schulentwicklung (AS)
am Zentrum für Lehrkräftebildung -
Didaktisches Zentrum (DiZ)

Programm

Hauptvortrag

"Innovationen an Schulen – Bedeutung von Kooperation"
Prof. Dr. Cornelia Gräsel, Bergische Universität Wuppertal

Einführung & Hauptvortrag, 08:30 bis 09:45 Uhr

Schulen werden immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert und dementsprechend sind Schulleitungen gefordert, die Umsetzung von Innovationen zu unterstützen.
Neuere Forschungsarbeiten geben Hinweise darauf, dass solche Innovationen in Kollegien besonders gut umgesetzt werden, die sich durch ein hohes Ausmaß an Kooperation auszeichnen. Kooperation dient als Motor für schulische Entwicklungsprozesse, schafft höhere Identifikationsgrade und steigert die Beteiligungsbereitschaft.
Nach einem Forschungsüberblick zu diesem Thema wird eine eigene Studie mit Schulpreisschulen vorgestellt, die Beispiele gelungener Kooperation zeigt. Vor diesem Hintergrund werden Gelingensbedingungen und Empfehlungen dafür abgeleitet, wie Schulleitungen Kooperation erfolgreich anregen und unterstützen können.

CORNELIA GRÄSEL ist Professorin am Institut für Bildungsforschung der Bergischen Universität Wuppertal, Arbeitsbereich für Lehr-, Lern- und Unterrichtsforschung. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Verbreitung von Innovationen (Implementation) im Bildungssystem und die Kooperation von Lehrkräften.

Impulsangebote A (10:15 bis 11:30 Uhr)

"Förderung von Kooperation im Kollegium: kollegiale Arbeitsgruppen"
Prof. Dr. Cornelia Gräsel, Bergische Universität Wuppertal

Impulsangebot A1, 10:15 bis 11:30 Uhr

Aus der Schulforschung ist bekannt, dass für die erfolgreiche Umsetzung von Innovationen an Schulen die Kooperation im Kollegium unabdingbar ist. Daher stellt sich die Frage, wie Schulleitungen Kooperation im Kollegium gezielt unterstützen können – z.B. durch die Bildung und Moderation von Arbeitsgruppen.
Das Impulsangebot gibt einen Einblick in die Merkmale von Kooperation in der Differenzierung ihrer unterschiedlichen Formen. Im Anschluss werden die spezifischen Gelingensbedingungen im Rahmen des Formats der kollegialen Arbeitsgruppen thematisiert.
Der Schwerpunkt des gemeinsamen Austauschs in diesem Impulsangebot liegt auf der Frage, was Schulleitungen tun können, um Kooperation über kollegiale Arbeitsgruppen anzuregen. Unter dieser Fragestellung werden konkrete Fallbeispiele für die Gewinnung konkreter Anregungen beraten und diskutiert.

CORNELIA GRÄSEL ist Professorin am Institut für Bildungsforschung der Bergischen Universität Wuppertal, Arbeitsbereich für Lehr-, Lern- und Unterrichtsforschung. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Verbreitung von Innovationen (Implementation) im Bildungssystem und die Kooperation von Lehrkräften.

"Partizipation ab Klasse 1 – Wie gelingt frühe Schüler*innenmitbestimmung?"
Sabine Cordes, Schule am Wingster Wald, Wingst

Impulsangebot A2, 10:15 bis 11:30 Uhr

Schüler*innenmitbestimmung ist eine große Herausforderung, bietet jedoch auch die Chance, Kinder in demokratische Prozesse einzubeziehen und mit ihnen gemeinsam Demokratie zu leben. Doch wie kann Partizipation in der Grundschule – auch schon ab Klasse 1 – gelingen?
Die Schule am Wingster Wald arbeitet seit Jahren an alltagstauglichen Möglichkeiten der Mitbestimmung für alle Schüler*innen. Das Impulsangebot stellt die Aufgaben und Strukturen des Schüler*innenrates vor sowie Beispiele für die Übernahme von Verantwortung und die Mitgestaltung im Schulleben.
Das Impulsangebot bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, gemeinsam vorhandene Strukturen in den eigenen Schulen zu sammeln und individuelle Anregungen für den Schulalltag mitzunehmen.

SABINE CORDES leitet seit 2010 die zweizügige Grundschule am Wingster Wald im Landkreis Cuxhaven. Seit vielen Jahren arbeitet ihre Schule als Nachhaltigkeitsschule mit vielen Erfahrungen im Bereich des globalen Lernens. Schulorganisatorisch haben sie eine jahrgangsgemischte Eingangsstufe.

"Von Mikrofortbildungen und Barcamps – Wie kann Schul- und Unterrichtsentwicklung gelingen?"
Daniel Feldkamp, Berufsbildende Schulen Haarentor der Stadt Oldenburg

Impulsangebot A3, 10:15 bis 11:30 Uhr

Vor allem die letzten Monate haben der Unterrichts- und Schulentwicklung, besonders in Bezug auf die Kultur der Digitalität, einen großen Schub gegeben. Ausgehend von den vielfältigen Herausforderungen aus dem Wechsel der Szenarien, dem Distanzlernen und dem auch im Präsenzunterricht verstärkten Einsatz digitaler Medien, hat sich in jedem Kollegium eine neue Expertise des Unterrichtens entwickelt, um mit diesen neuen Situationen und der Digitalität in Schule umzugehen. In jedem schulischen Kollegium finden sich kleine und große Schatzkammern, Kolleg*innen, die tolle Ideen und inspirierende Ansätze für den eigenen Unterricht haben und die es zu entdecken und zu teilen gilt.
Doch wie können diese im Sinne eines «better together» allen an der Schule Beschäftigten eine Hilfe sein? Und wie können diese Schätze für die ganze Schule sichtbar werden?
In diesem Impulsangebot sollen mögliche Wege aufgezeigt werden, wie sich Kollegien selbst weiterbilden und die Ideen aus den einzelnen Klassenzimmern in die ganze Schule transportiert werden können. Ideen wie Mikrofortbildungen, digitale Sprechstunden und Barcamps werden an Beispielen vorgestellt und diskutiert.

DANIEL FELDKAMP ist Lehrer an der BBS Haarentor (Sport, Wirtschaft). Er ist ehemaliger medienpädagogischer Berater in Niedersachsen. Seit Herbst 2019 ist er PS-Leiter am Studienseminar Oldenburg für BBS.

"Professionell kooperieren – Inklusion gestalten"
Prof. Dr. Clemens Hillenbrand, Universität Oldenburg

Impulsangebot A4, 10:15 bis 11:30 Uhr

Die Kooperation verschiedener Professionen stellt eine Bedingung für die Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems dar. Störungen des Unterrichts durch Verhaltens- und Lernstörungen belasten alle Beteiligten.
Wirksames pädagogisches Handeln und deren Implementation durch den erprobten Ansatz der Lesson Study werden in diesem Impulsangebot vorgestellt.

CLEMENS HILLENBRAND ist Professor für Sonderpädagogik mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Er verantwortet Projekte zur Qualifizierung für Inklusion (Lehrkräfte, Schulleitungen), Prävention von Verhaltensstörungen und Lernschwierigkeiten.

Impulsangebote B (12:00 bis 13:15 Uhr)

"Entwicklung der Elternarbeit von einem 'Muss' zur qualitativen Erziehungs- und Bildungspartnerschaft"
Heike Schaadt, Oldenburg

Impulsangebot B1, 12:00 bis 13:15 Uhr

Laut einer Forsa-Umfrage (2019) wird die Zusammenarbeit mit Eltern von jeder fünften Lehrkraft als eine der größten Herausforderungen gesehen. Dies verwundert nicht, wenn man bedenkt, dass unterschiedliche Sichtweisen auf die Kinder und Heranwachsenden zwischen Eltern und Lehrkräften bestehen und gegenseitige Bewertungen den Austausch belasten können. Dabei profitieren alle Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung von einer qualitativ hochwertigen Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus. Gerade während der Corona-Krise zeigte sich, wie wichtig eine gut funktionierende Kommunikation von Schule und Elternhaus ist.
Um gute Voraussetzungen für eine fruchtbare, kooperative Beziehung zu schaffen, die von Transparenz und Vertrauen geprägt ist, sollte Elternarbeit als ein wichtiges Thema der Schulentwicklung erkannt werden. In dem Impulsangebot werden hierfür Theoriebausteine, Forschungsergebnisse und praxisnahe Anregungen sowie übertragbare Materialien und Erfolgsbeispiele aus Modellversuchen für eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern angeboten.

HEIKE SCHAADT ist ehemalige didaktische Leiterin einer IGS, Konzeptionsentwicklerin und Leiterin von Fortbildungen sowie Beraterin einer Grundschule.

"Von einer Krise in die nächste – Bewältigung von besonderen Herausforderungen durch Kooperationen und Netzwerke: Ein Praxisaustausch"
Jan-Henning Paul

Impulsangebot B2, 12:00 bis 13:15 Uhr

Ob Digitalisierung, Auseinandersetzung mit der Corona-Pandemie, Sanierung der Schulen, Inklusion oder der Krieg in der Ukraine mit seinen Folgen: In der Schule geraten wir von einer Krise und besonderen Herausforderung in die nächste. Ohne Kooperationen innerhalb unserer Schule und die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen lassen sich diese Anforderungen kaum mehr bewältigen.
In diesem Impulsangebot sollen die Teilnehmenden ihre in der Praxis erprobten schulischen Kooperationen und Netzwerke vorstellen und konkrete Umsetzungsideen für die eigene Schule mitnehmen.

JAN-HENNING PAUL ist Schulleiter der RS Möörkenschule in Leer, Mitglied der Arbeitsstelle Schulentwicklung (AS) des Zentrums für Lehrkräftebildung - Didaktisches Zentrum (DiZ) an der Universität Oldenburg mit dem Arbeitsschwerpunkt Koordination und Moderation von Netzwerken zur Unterrichtspraxis.

"Schule jenseits von pädagogischer Professionalität? Pädagogische Laien als Akteure im Ganztag"
Prof. Dr. Till-Sebastian Idel, Universität Oldenburg

Impulsangebot B3, 12:00 bis 13:15 Uhr

Die Durchführung von Ganztagsschule wäre ohne die Beteiligung von nicht-professionalisiertem Personal, sogenannten „Pädagogischen Laien“, kaum möglich. Viele Angebote in Ganztagsschulen mit sportlichen, handwerklichen, sozialen, künstlerischen, musischen und im weiteren Sinne kulturellen Inhalten erfolgen unter Beteiligung von „Pädagogischen Laien“.
In diesem Impulsangebot wird diese Guppe einerseits näher beleuchtet und andererseits aus schulpädagogischer Perspektive diskutiert, was sie zur Entwicklung von Schule beitragen kann.

TILL-SEBASTIAN IDEL ist seit 2020 Professor für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik am Institut für Pädagogik in der Fakultät I – Bildungs- und Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Zuvor hat er in Mainz, Heidelberg und Bremen gelehrt. Er forscht zur Veränderung und Entwicklung von Schule, pädagogischer Professionalität und der schulischen Lernkultur.

"Kooperation von Schule und Schulträger – das Beispiel des Campus Osterholz-Scharmbeck"
Susanne Fedderwitz & Dr. Ulrike Baumheier, Stadt Osterholz-Scharmbeck

Impulsangebot B4, 12:00 bis 13:15 Uhr

Macht es wirklich noch Sinn, dass Schulträger nur für Gebäude und Hausmeister zuständig sind? Sind nicht vielmehr Schulträger und Schule gemeinsam verantwortlich für die Entwicklungschancen „ihrer“ Kinder und Jugendlichen?
In Osterholz-Scharmbeck ist die Steigerung der Attraktivität als Bildungsstandort ein zentrales Ziel der Stadtentwicklung. Die Entwicklung der Oberschule Lernhaus im Campus ist ein gutes Beispiel dafür, wie die enge Zusammenarbeit von Schulträger und Schule dazu beitragen kann, ein innovatives pädagogisches Konzept umzusetzen.
Das Impulsangebot gibt einen Einblick, wie sich diese Zusammenarbeit entwickelte und wie sie praktisch funktioniert. Der Fokus wird sowohl auf relevante Gelingensbedingungen als auch auf Hürden und Stolpersteinen gelegt.

SUSANNE FEDDERWITZ ist Leiterin des Fachbereiches Bildung & Erziehung bei der Stadt Osterholz-Scharmbeck.

DR. ULRIKE BAUMHEIER ist Sozialwissenschaftlerin und arbeitet für die Stadt Osterholz-Scharmbeck als Campusmanagerin.

(Stand: 20.04.2022)