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Direktor

Prof. Dr. Martin Heidenreich

Stellvertretung

Prof. Dr. Markus Tepe

Geschäftsstelle

+49 (0)441 798-4964 / -2207 / -2641

A6 4-416 / 417

Anschrift

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Fakultät I - Bildungs- und Sozialwissenschaften
Institut für Sozialwissenschaften
Ammerlander Heerstr. 114-118 
26111 Oldenburg

Der Zugang zu erstrebenswerten sozialen Gütern, privilegierten Positionen und politischer Beteiligung ist für manche gesellschaftlichen Gruppen dauerhaft und systematisch beschränkt. Diese sozialen und politischen Un­gleichheiten stehen seit der Aufklärung im Zentrum des sozialwissenschaftlichen Interesses. In den letzten drei bis vier Jahrzehnten haben die Ungleichheiten in nahezu allen entwickelten Industrie­gesellschaften erneut stark zugenommen. Neben diesem Anstieg der sozialen Ungleichheit hat auch durch die Multi­dimensionalität und zunehmende Bedeutung grenzüberschreitender Ursachen und transnationaler Regulierungsformen sowohl das öffentliche als auch das wissenschaftliche Interesse an dem Thema wieder deutlich zugenommen. Angesichts erheblicher theoretischer und methodischer Fortschritte, die in dem interdisziplinären Feld der Ungleichheitsforschung in den letzten Jahren erzielt wurden, sind die Chancen gleichzeitig so gut wie nie zuvor, die Mechanismen sozialer Ungleichheiten in hoher Auflösung herauszuarbeiten und somit auch Grundlagenwissen für die politische Bewertung und ggfs. Regulierung von Ungleichheiten bereitzustellen. In der aktuellen Ungleichheitsforschung gilt ein besonderes Augenmerk den Wech­selwirkungen von vier institutionellen Sphären, die für die Produktion und Reproduktion sozialer Un­gleichheiten zentral sind: Familie, Bildung, Arbeitsmarkt und Gesundheit. Und im Bereich der Politikwissenschaft wird der politische Umgang mit diesen Ungleichheiten im Spannungsfeld von exit (keine Beteiligung an Wahlen) und voice (Artikulierung von Unzufriedenheit, Protestwahlen, ziviler Widerstand …) untersucht. In dieser Säule möchte das Oldenburger Institut für Sozialwissenschaften die theoretischen und empiri­schen Herausforderungen ungleicher Lebensverhältnisse und Partizipationschancen aufgreifen und die Auswirkungen von familialen Lebensformen, von Bildungs­institutionen, Arbeitsmarktstrukturen und politischen Ordnungen auf die Chancen, Risiken und Artikulationsmöglichkeiten sozialer Grup­pen aus einer interdisziplinären Perspektive untersuchen.

Fk. I Geschäftsstelle (Stand: 10.09.2018)