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In der Fakultät IV - Human- und Gesellschaftswissenschaften - ist am Institut für Geschichte in Kooperation mit dem Deutschen Schifffahrtsmuseum (DSM) im Rahmen einer gemeinsamen Berufung nach dem Jülicher Modell zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

W2-Professur für "Wissensprozesse und digitale Medien" (m/w/d)

zu besetzen.

Digitale Medien prägen die Art und Weise, wie sich Gesellschaft Wissen aneignet und es produziert. Analoge und virtuelle Räume verschränken sich durch 3D-Visualisierungen. Datenbanken eröffnen die Möglichkeit eines mobilen, gren­zenlosen Wissensaustauschs. Technische Innovationen bestimmen hierbei Ände­rungstempo und Themen. Gesellschaftliche Diskurse und Praktiken werden zu­nehmend durch sie strukturiert.

Eine stärkere Reflexion der Verbindung sozialer, kultureller und kommunikativer Praktiken der Wissensproduktion mit den technischen Rahmenbedingungen würde dazu beitragen, politische und soziale Nutzen und Gefahren dieser Gesamtentwicklung zu identifizieren. Die Erforschung von digitalen und analo­gen Wissensvermittlungsformen kann besonders gut in Räumen geschehen, in denen Forschung und Öffentlichkeit aufeinandertreffen. Sie kann sich auf Aus­stellungsformen fokussieren, aber auch der Frage nachgehen, wie digitale und analoge Objektforschung und -dokumentation miteinander zusammenhängen.

Die Professur ist mit der Leitung des Programmbereichs II "Schiffe als Wissens­speicher: Sammlung und Bewahrung" am Deutschen Schifffahrtsmuseum/Leibniz-Institut für Maritime Geschichte verbunden, die den langfristigen Aufbau einer digitalen Sammlungsinfrastruktur vorsieht sowie die Mitwirkung an überre­gionalen, perspektivisch internationalen digitalen Sammlungsverbund-projekten.

Gesucht wird eine Persönlichkeit, die über hervorragende Kenntnisse im Bereich der Methodik der Digitalisierung und/oder Digital Humanities verfügt sowie über die Bereitschaft, diese unter Einbezug der umfangreichen maritimen Sammlung und im Rahmen des Forschungs- und Ausstellungsprogramms "Mensch & Meer" anzuwenden. Sie ist verantwortlich für die Ausgestaltung und Umsetzung des am DSM etablierten Programmbereichs II "Schiffe als Wissens­speicher: Sammlung und Bewahrung". Dabei soll insbesondere auch an der För­derung des wissenschaftlichen Nachwuchses aktiv mitgewirkt werden.

Zu den Aufgaben der Professur gehören in Forschung und Lehre insbesondere die Erforschung von Wissensprozessen und digitalen Medien sowie die Weiter­entwicklung der sammlungs- und ausstellungsbezogenen Methodik im Bereich der Digital Humanities in enger Anlehnung an das Forschungs-, Sammlungs- und Ausstellungsprogramm des DSM und die Lehr- und Forschungsschwer-punkte des Instituts für Geschichte der Universität Oldenburg, sodass die Vertrautheit mit geschichtswissenschaftlichen Methoden, Forschung und Inhalten erforderlich ist.

Vorausgesetzt werden die Bereitschaft und die Fähigkeit, digitale sammlungs- und ausstellungsbezogene Erkenntnisse für die Präsentation in einer allgemei­nen Öffentlichkeit methodisch innovativ aufzubereiten und zu vermitteln. Daher sind Erfahrungen im Umgang mit digitalen Erfassungstechniken und dem heu­ristischen Potenzial digitaler Analysemethoden sowie eine hohe Affinität zur theoretischen Reflektion von Forschung und Wissensbildung unerlässlich. Sehr gute nachgewiesene Englischkenntnisse und Erfolge in der Einwerbung von Drittmitteln werden vorausgesetzt, ebenso die Fähigkeit zu nationalen und internationalen Kooperationen. Erwünscht ist überdies eine Gender-Sensibilität im wissenschaftlichen Kontext. Die aktive Mitgestaltung der Kooperation zwischen der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Geschichte, und dem Deutschen Schifffahrtsmuseum wird erwartet.

Die Einstellungsvoraussetzungen richten sich nach § 25 NHG. Zur Erhöhung des Frauenanteils sollen Bewerberinnen bei gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berücksichtigt werden. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Die Stelle ist teilzeitgeeignet.

Bewerbungen (mit Lebenslauf, Zeugnissen, Schriftenverzeichnis, Bericht über die bisherigen Forschungsaktivitäten mit Drittmitteleinwerbungen der letzten 5 Jahre, Forschungskonzept, Übersicht über bisher abgehaltene Lehrveranstaltun­gen, Vorträge) sind bis zum 31.01.2020 in elektronischer Form (zusammenge­fasst in einem PDF) zu richten an die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fakultät IV, z. Hd. der Dekanin, Prof. Dr. Dagmar Freist, 26111 Oldenburg, E-Mail an bewerbshungen-fk4@un+0ki-kvolk9denburg.derhhdx.

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Christin1rttma Osudahuwald/pu (chrz+n6sistina.omqmiksw9l0ald@uol.iddeiag) (Stand: 27.01.2020)