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VA-Details

Semester: Wintersemester 2021

4.03.2206 Frömmigkeit des Denkens – Spinoza in Leben und Werk -  


Veranstaltungstermin

  • Montag: 20:00 - 22:00, wöchentlich (18.10.2021 - 31.01.2022)

Beschreibung

Spinoza (1632-1677) übte eine scharfe Religionskritik und entwarf eine Ethik, die auf einer pantheistischen Idee beruhte. Seine Vorstellungen von Bibel, Religionen, Gott, Vernunft, Gefühl und Freiheit sind bis heute herausfordernd wie umstritten. Er gilt vielen als Leitfigur der radikalen Aufklärung, der im Goldenen Zeitalter der Niederlande die Trennung von Staat und Kirche wie seine liberalen Freunde vertrat. Das europäische Netzwerk seiner gelehrten Freundschaften bildet eine weitere Dimension seiner provokativen Unabhängigkeit von religiösen Bindungen. Und zugleich ist bei Spinoza eine Frömmigkeit des Denkens zu entdecken, die gedankliche Klarheit und geistige Tiefe in seltener Weise verbindet, wie Clare Carlisles Studie „Spinoza´s Religion“ jüngst unterstrich.
Seine Bedeutung für die deutsche Aufklärung, Klassik und Romantik nimmt das Seminar vor diesem Hintergrund in den Blick, vor allem auf den mit Lessing, Mendelssohn und Jacobi verbundenen „Pantheismus-Streit“.
Es werden ausgesuchte Texte von und zu Spinoza in den Seminarsitzungen diskutiert. Deren gründliche Lektüre wird für alle wöchentlichen Sitzungen vorausgesetzt. Prüfungsleistungen sollen vor allem in Form von Hausarbeiten erfolgen, deren Themen sich aus einzelnen Schwerpunkten der Diskussion bilden können.

DozentIn

Studienbereiche

  • PM 3: Religion, Geschichte und Philosophie
  • Schwerpunkt: Interkulturelle Jüdische Studien
  • Studium generale / Gasthörstudium

SWS
2

Art der Lehre
Hybrid (Online und Präsenz)

Lehrsprache
--

empfohlenes Fachsemester
--

Für Gasthörende / Studium generale geöffnet:
Ja

Hinweise zum Inhalt der Veranstaltung für Gasthörende
Spinoza (1632-1677) übte eine scharfe Religionskritik und entwarf eine Ethik, die auf einer pantheistischen Idee beruhte. Seine Vorstellungen von Bibel, Religionen, Gott, Vernunft, Gefühl und Freiheit sind bis heute herausfordernd wie umstritten. Er gilt vielen als Leitfigur der radikalen Aufklärung, der im Goldenen Zeitalter der Niederlande die Trennung von Staat und Kirche wie seine liberalen Freunde vertrat. Das europäische Netzwerk seiner gelehrten Freundschaften bildet eine weitere Dimension seiner provokativen Unabhängigkeit von religiösen Bindungen. Und zugleich ist bei Spinoza eine Frömmigkeit des Denkens zu entdecken, die gedankliche Klarheit und geistige Tiefe in seltener Weise verbindet, wie Clare Carlisles Studie „Spinoza´s Religion“ jüngst unterstrich. Seine Bedeutung für die deutsche Aufklärung, Klassik und Romantik nimmt das Seminar vor diesem Hintergrund in den Blick, vor allem auf den mit Lessing, Mendelssohn und Jacobi verbundenen „Pantheismus-Streit“. Es werden ausgesuchte Texte von und zu Spinoza in den Seminarsitzungen diskutiert. Deren gründliche Lektüre wird für alle wöchentlichen Sitzungen vorausgesetzt. Prüfungsleistungen sollen vor allem in Form von Hausarbeiten erfolgen, deren Themen sich aus einzelnen Schwerpunkten der Diskussion bilden können.

(Stand: 09.06.2021)