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Semester: Sommersemester

4.02.043 Imaginationen des Ländlichen im 19. und 20. Jahrhundert -  


Veranstaltungstermin

  • Dienstag: 10:00 - 12:00, wöchentlich (21.04.2020 - 14.07.2020)

Beschreibung

Bitte kombinieren Sie das Seminar mit der Vorlesung 4.02.040.

„Ländlichkeit“ steht derzeit hoch im Kurs: Land-Magazine verkaufen sich gut, Ferien auf dem Bauernhof sind gefragt, und Kurse zum Einkochen von Marmelade voll. Andererseits lesen wir, gerade ländlichen Regionen hätten mit den Folgen des demographischen Wandels und fehlender Infrastruktur zu kämpfen. Wie passen diese Redeweisen über das Land zusammen? Das Auseinanderfallen von Wunsch und Wirklichkeit des Landlebens ist keineswegs neu. Vielmehr hat gerade die Idealisierung des Landlebens eine lange Tradition, die das Seminar schlaglichtartig beleuchten will. Nach einleitenden Sitzungen zum Ursprung der Idee vom „guten Leben auf dem Land“ geht das Seminar den Ausdrucksformen gerade des „idyllischen Ländlichen“ im 19. und 20. Jahrhundert nach. Es fragt nach Urhebern und Adressaten dieses konstruierten Ländlichen, nach ihren Vermittlungswegen, Funktionen und (ideologischen) Vereinnahmungen. Es versucht, die so zähe wie wandelbare Rede von der „Ländlichkeit“ einer kulturhistorischen Analyse zu unterziehen und damit auch Erklärungsansätze für die gegenwärtige Konjunktur zu geben.

Literatur:

Christoph Baumann, Idyllische Ländlichkeit. Eine Kulturgeographie der Landlust, Bielefeld 2018.
Michael Bunce, The Countryside Ideal. Anglo-American Images of Landscape, London/New York 1994.
Werner Nell/Marc Weiland (Hrsg.), Dorf. Ein interdisziplinäres Handbuch, Stuttgart 2019.

DozentIn

SWS
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